Krätze ist ansteckend und kommt auf der ganzen Welt vor. Sowohl Frauen als auch Männer jeden Alters und aus allen sozialen Schichten können davon betroffen sein.
Es muss nicht nur die betroffene Person, sondern auch ihr Umfeld, die Wäsche und die Umgebung behandelt werden.
Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass insbesondere im Sommer sehr viele Ursachen für Hautveränderungen vor allem bei Kindern in Frage kommen, die nicht auf Krätze zurückzuführen sind.Beispiele hierfür sind unter anderem: Insektenstiche, Bisse von Entenflöhen, Ekzeme und chronischer Juckreiz mit Kratzläsionen.
GENERELL
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Krätze ist ein Befall der Haut mit der Krätzmilbe, einem Parasiten mit einer Lebenserwartung auf dem Menschen von 4 bis 6 Wochen. Krätze ist ansteckend und wird durch das Gemeinschafts- und Zusammenleben begünstigt. Sie kommt überall auf der Welt, in allen Gesellschaftsklassen und in allen Klimazonen vor. Krätze ist eine gutartige Hauterkrankung. Sie ist unangenehm, da sie starken Juckreiz verursacht, jedoch weder schwerwiegend noch gefährlich. Der Parasit überträgt weder Viren noch Bakterien. Die Hautläsionen können sich jedoch infizieren, insbesondere bei starkem Kratzen.
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Starker Juckreiz, besonders nachts oder nach einer warmen Dusche bzw. einem warmen Bad.
Das typische Primärsymptom ist ein Milbengang (Gang oder Tunnel): eine wenige Millimeter lange, schmale Hautveränderung mit einem Bläschen am Ende. Das Fehlen von Milbengängen schließt Krätze jedoch nicht aus.
Kleine rote, ekzemartige Hautveränderungen mit schuppigen Papeln, teilweise mit Krusten, Bläschen oder Pusteln. Sie treten besonders zwischen den Fingern, an den Handgelenken, in den Kniekehlen, im Genitalbereich und an den Brustwarzen auf.
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Wenn sie oder ihre Kinder die typischen Krätzesymptome haben (s.oben) und vor allem dann, wenn in der Familie innerhalb der letzten 6 Wochen ein bestätigter Fall aufgetreten ist. Vor allem im Sommer gibt es zahlreiche Gründe für juckende Hautveränderungen : Insektenstiche, allergische Reaktionen, Hitzeurtikaria, Reaktionen auf Sonnencrème, Sonnenallergie, virale Erkrankungen, Entenflöhe, Prozessionsspinner etc. Krätze ist dabei bei weitem nicht die wahrscheinlichste Ursache.
Wenn sie oder ihr Kind also juckende Hautrötungen ohne weitere Symptome und bei gutem Allgemeinzustand haben, können sie z.B. sich in der Apotheke beraten lassen, einige Tage zuwarten und beobachten. Sollten die Symptome nicht besser werden, oder sich gar verschlimmern, dann ist eine Konsultation beim Arzt angezeigt.
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Durch engen und längeren direkten Hautkontakt (z. B. gemeinsames Schlafen im selben Bett oder Zimmer oder Zusammenleben im gleichen Haushalt).
Man geht davon aus, dass für eine Übertragung ein Hautkontakt von etwa 5 bis 10 Minuten erforderlich ist. Ein einfaches Händeschütteln reicht nicht aus, um Krätze zu übertragen.
Durch indirekten Kontakt über die Umgebung, insbesondere Bettwäsche, Kleidung und textile Möbel (Sofas, Stühle usw.). Die Krätzemilbe kann außerhalb des menschlichen Körpers bis zu 4 Tage überleben.
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Für eine erfolgreiche Therapie müssen die betroffenen Personen und ihre Umgebung gleichzeitig behandelt werden. Betroffene Personen dürfen 24 Stunden nach Beginn der Behandlung weder arbeiten noch Schule, Kinderkrippe usw. besuchen.
Kontaktpersonen: Als Kontaktpersonen gelten : Pflege-, medizinisches und paramedizinisches Personal, Familienmitglieder desselben Haushalts, Personen, die dasselbe Zimmer oder einen begrenzten gemeinsamen Wohnraum teilen (z. B. Heim, Kaserne), Sexualpartnerinnen und Sexualpartner innerhalb der letzten sechs Wochen vor Diagnosestellung, unabhängig davon, ob Symptome bestehen oder nicht.
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Erwachsene und Kinder, bei denen ein Verdacht auf Krätze besteht oder die längeren engen Kontakt zu einer erkrankten Person hatten, werden gebeten, sich zunächst an ihre Hausarztpraxis, den Bereitschaftsdienst 0800 170 171 oder die Kinderarztpraxis zu wenden. Sind diese nicht verfügbar, stehen die Permanences des HFR zur Verfügung, um die Behandlung von Erwachsenen – nach vorheriger telefonischer Kontaktaufnahme – zu organisieren.
- HFR Riaz Permanence Rue de l’Hôpital 9 1632 Riaz 026 306 40 20Mo bis So: 7 bis 22 Uhr
- HFR Tafers Permanence Maggenberg 1 1712 Tafers026 306 60 00Mo bis Sa: 8 bis 18 Uhr So und Feiertage: geschlossen
- HFR Meyriez-Murten Permanence Chemin du Village 24 3280 Meyriez026 306 71 74Mo bis Fr: 8 bis 20 Uhr Sa, So und Feiertage: 9 bis 19 Uhr
KINDERTAGESSTÄTTEN, SCHULEN, SPORTHALLEN, ÖFFENTLICHE SCHWIMMBÄDER UND BETREUUNGSSTELLEN
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Nein. Krätze wird ausschliesslich durch direkten und engen Hautkontakt mit einer infizierten Person übertragen. Es wird davon ausgegangen, dass für eine Übertragung ein Haut-zu-Haut-Kontakt von 5–10 Minuten erforderlich ist.
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Ja.
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Ja.
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Es sollten ausschliesslich Möbel, Spiele, Bücher, die mit den Schülern in Kontakt kommen, mit handelsüblichen, neutralen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln (z. B. Sanitol) behandelt werden.
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Sie müssen bei 60°C gewaschen werden oder entweder 4 Tage lang in einem verschlossenen Plastikbeutel aufbewahrt oder mindestens 5 Stunden lang in einem verschlossenen Beutel im Gefrierschrank bei einer Temperatur unter -10°C gelagert werden. Grosse Möbelstücke müssen abgesaugt und dürfen 4 Tage lang nicht benutzt werden.
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Nein.
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Ja, dem steht nichts im Wege. Bei den betroffenen Personen, die an Krätze leiden, müssen die entsprechenden Vorschriften eingehalten werden (24-stündige Wartezeit nach Einnahme des Medikaments.
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Nein. Behandlung grosser Anzahl von asymptomatischen Personen haben sich nicht als wirksam erwiesen und erhöhen das Risiko eines Mangels von Ivermectin und die Entwicklung von Resistenzen gegen diese Substanz.
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Vergrössern Flowchart Vorgehen bei Verdacht auf Krätze in Schulen © Etat de Fribourg - Staat Freiburg
Vergrössern Krätze: Flowchart Vorgehen bei Verdacht auf Krätze in Betreuungseinrichtungen © Etat de Fribourg - Staat Freiburg
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Das Flowchart Vorgehen bei Verdacht auf Krätze in Betreuungseinrichtungen herunterladen
SCHULREISEN, SCHULLAGER, FESTE UND VERANSTALTUNGEN
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Nein, grundsätzlich nicht. Diese Entscheidung trifft die Schuldirektion.
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Nein.
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Nein, grundsätzlich nicht. Die Entscheidung trifft die Schuldirektion.
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Bei Verdacht auf Krätze muss die betroffene Person einen Arzt aufsuchen und die Behandlung befolgen. Dies kann vor Ort oder zu Hause erfolgen.
24 Stunden nach Einnahme des Medikaments kann sie wieder an den Aktivitäten des Schullagers teilnehmen.
Gleichzeitig müssen alle Personen, die im selben Zimmer schlafen, vorbeugend behandelt werden, da sie als enge Kontaktpersonen gelten. Sie können weiterhin an den Aktivitäten des Schullagers teilnehmen.
Zudem muss gleichzeitig die Umgebung behandelt werden (Zimmer wie auch Matratzen und Kleidung in diesem Zimmer), und es ist darauf zu achten, dass die Umgebung im Zuhause der von Krätze betroffenen Person sowie bei den Kontaktpersonen ebenfalls gleichzeitig behandelt wird.
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Das entscheidet nicht das KAA. Die betroffene Person muss von einem Arzt untersucht werden. Die Eltern können die Behandlung ablehnen. In diesem Fall müsste die Schülerin oder der Schüler nach Hause zurückkehren, um weitere Kontakte zu vermeiden.
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Nein, das Vorgehen ist dasselbe wie bei einem Fall in einer Klasse mit der Behandlung enger Kontaktpersonen.
REINIGUNG VON AUTOSITZEN, MÖBEL, SPIELE, OBERFLÄCHEN, TEXTILIEN UND SONSTIGEM
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Ja, sie müssen, wenn möglich, bei 60°C gewaschen werden oder entweder 4 Tage lang in einem verschlossenen Plastikbeutel aufbewahrt oder mindestens 5 Stunden lang in einem verschlossenen Beutel im Gefrierschrank bei einer Temperatur unter -10°C gelagert werden.
Die Sitze und Möbel (aus Stoff) müssen abgesaugt und mit einem Reinigungsmittel behandelt werden und dürfen 4 Tage lang nicht benutzt werden.
Bücher und Spiele sollten mit einem Reinigungsmittel behandelt werden.
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Es sollten nur die Möbelstücke, Spiele, Bücher oder andere Oberflächen mit der die betroffene Person in Kontakt gekommen ist, mit handelsüblichen, neutralen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln (z. B. Sanitol) behandelt werden.
MEDIKAMENTE UND REINIGUNG
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Nach Angaben der Kantonsapothekerin gibt es keinen Engpass beim Medikament Ivermectin. Es kann jedoch manchmal mehrere Tage dauern, bis eine Apotheke die Kapseln bereitstellt. In diesem Fall sollten Kontakte vermieden werden und man sollte 24 Stunden nach Einnahme des Medikaments warten, bevor man wieder in die Schule oder zur Arbeit geht.
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Milbensprays sind nutzlos; wir empfehlen herkömmliche Reinigungsmittel, deren Kosten von den Betroffenen selbst zu tragen sind, oder die Verwendung von verschlossenen Beuteln, die in den Gefrierschrank gelegt werden.
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Die Behandlung von bestätigten Fällen sowie von engen Kontaktpersonen erfolgt auf ärztliche Verschreibung und wird von der Krankenversicherung übernommen, sofern eine magistrale Zubereitung (PM) verschrieben wird.
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Ja, Krätze sowie die Behandlung von Krätze – sei es zur Heilung oder weil man ein Kontaktfall ist – führen nicht zu einer Immunität. Man kann sich wiederholt neu anstecken.
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Die kontaminierte Kleidung kann 4 Tage lang in einen Plastikbeutel oder mindestens 5 Stunden lang in einen Gefrierschrank bei -10°C gelegt werden.
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Ja, man muss die Kleidung jeden Tag wechseln und bei 60°C waschen oder die Kleidung mindestens 4 Tage lang in einen Plastikbeutel oder im Gefrierschrank aufbewahren.
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Die Oberflächen können mit üblichen Reinigungsmitteln gereinigt werden.
Die Sarcoptes-Milbe (Krätzmilbe) überlebt 4 Tage ausserhalb des menschlichen Wirts.
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Für schwangere oder stillende Frauen sowie Säuglinge mit einem Gewicht von weniger als 5 kg gibt es eine Behandlung mit 5 % Permethrin. Es stimmt jedoch, dass man niemanden zur Einnahme eines Medikaments zwingen kann.
SONSTIGES
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Haustiere übertragen keine Krätze.
Tiere können sich zwar ebenfalls mit einer Pseudokrätze anstecken, doch handelt es sich dabei um eine andere Krankheit. Eine Übertragung auf den Menschen ist zwar möglich, diese verursacht jedoch deutlich weniger Juckreiz und erfordert lediglich die Behandlung des Tieres, nicht des Menschen.
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Ja, auch wenn Händewaschen Krätze nicht verhindert.