Landwirtschaftlicher Innovationspreis 2026 – Elektrische Blackengabel
Die elektrische Blackengabel ist eine Lösung zur chemiefreien Unkrautbekämpfung, die sich für den ökologischen Landbau sowie für sensible Bereiche und Randstreifen eignet. Es ist eine wirksame Alternative zu chemischen Behandlungen, die den gesetzlichen Auflagen und der Resistenz von Unkräutern gerecht wird, die Arbeitsbelastung verringert und gleichzeitig eine nachhaltigere und effiziente Landwirtschaft fördert. Dieses Projekt fand in der Jury einhellige Zustimmung und erhält den landwirtschaftlichen Innovationspreis 2026 in der Höhe von 15 000 Franken.
Publikumspreis – Drohnenüberwachung
Der mittlerweile fest etablierte Publikumspreis von 5000 Franken, der durch eine Online-Abstimmung entschieden wird, geht dieses Jahr an das Projekt «Drohnenüberwachung». Die Lösung kombiniert Drohnen mit Telemetrietechnologie, um die Asiatische Hornissen präzise zu verfolgen. Das Projekt schützt die Bienen vor den Asiatischen Hornissen durch die Kombination von Luftmobilität und Spitzentechnologie. Die Betriebe profitieren von einem strategischen Instrument zur Erhaltung der Biodiversität und der Ernten und führen gleichzeitig einen neuartigen technologischen Ansatz ein.
Drei Anerkennungspreise von jeweils 3000 Franken
Die drei weiteren Finalisten erhalten jeweils einen Anerkennungspreis in der Höhe von 3000 Franken.
«PHAGRI+: Viren im Kampf gegen Bakterien»
Bei diesem Projekt handelt es sich um eine biologische Lösung zur Bekämpfung bakterieller Pflanzenkrankheiten, insbesondere der Erreger, die für die «Schwarzbeinigkeit» bei Kartoffeln verantwortlich sind. Der Ansatz basiert auf der Verwendung von Bakteriophagen (auch Phagen genannt): Das sind Viren, die bereits in der Natur vorkommen und in der Lage sind, diese Bakterien gezielt zu erkennen und zu eliminieren.
«Wheydrogen: Von Milchabfällen zu Bio-Wasserstoff»
«Wheydrogen» ist eine innovative Lösung, die ein Nebenprodukt der Milchindustrie in erneuerbare Energie umwandelt. Molke, die bei der Käseherstellung anfällt und im Kanton Freiburg in grossen Mengen vorliegt, lässt sich derzeit nur schwer verwerten. Das Projekt erforscht die Umwandlung von Molkenpermeat in grünen Wasserstoff.
«100% Schweizer Käsemarken auf Molkebasis»
Das Adolphe-Merkle-Institut und die Interprofession du Gruyère (IPG) haben gemeinsam eine Innovation entwickelt, die die importierten Käsemarken durch einheimische ersetzt. Diese werden auf Basis von Molke hergestellt, die bei der Herstellung von Gruyère anfällt.
Der Kanton Freiburg setzt sich für eine professionelle, produktive, nachhaltige sowie umwelt- und tierfreundliche Landwirtschaft ein. Mit anderen Worten: Besser produzieren: ja, weniger produzieren: nein! An Herausforderungen mangelt es nicht, und ein Weg, das vom Kanton angestrebte Ziel zu erreichen, führt über Innovation. Dieser Preis, der von der Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft (ILFD) ins Leben gerufen wurde, ist ein Instrument, um auf die zahlreichen Herausforderungen zu reagieren, mit denen die Landwirtschaft konfrontiert ist.