Wurden Sie Opfer eines sexuellen Übergriffs oder einer Vergewaltigung?
Suchen Sie umgehend eine spezialisierte Notfallstationen auf, um medizinische Versorgung, psychologische Unterstützung zu erhalten und Beweise zu sichern.
Es wird empfohlen:
· Suchen Sie so schnell wie möglich Hilfe auf
· Duschen Sie nach Möglichkeit nicht, putzen Sie sich nicht die Zähne, trinken oder essen Sie nichts
· Bewahren Sie die getragene Kleidung in einzelnen Papiertüten auf (Plastiktüten vermeiden)
· Eventuelle vorbeugende Behandlungen gegen HIV und sexuell übertragbare Infektionen (STI) umgehend in Anspruch nehmen
· Eine ungewollte Schwangerschaft durch die Einnahme einer Notfallverhütung verhindern
· Eine psychologische Begleitung in Anspruch nehmen
Der Besuch im Spital ist völlig unverbindlich: Es besteht keinerlei Verpflichtung, Anzeige zu erstatten, und die Kosten für die Behandlung werden vollständig übernommen.
Im Notfall
Wählen Sie sofort:
Polizei-Notruf: 117
Rettungsdienst (Krankenwagen): 144
Feuerwehr-Notruf: 118
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Die FFSG ist kein Notdienst. Es empfiehlt sich, telefonisch unter 026 305 29 55 einen Termin zu vereinbaren.
Vertraulichkeit
Die Beratungsgespräche sind vertraulich und können stattfinden, ohne dass die Eltern davon erfahren.
Die Beraterinnen haben ein offenes Ohr und gehen wohlwollend und vorurteilsfrei auf die Betroffenen ein. Bei Bedarf können die Betroffenen dank der guten Vernetzung an entsprechende Stellen weitergeleitet werden (psychologische Unterstützung, rechtliche Unterstützung usw.)
Notfallverhütung
Es wird empfohlen, so schnell wie möglich nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine Notfallpille (oder „Pille danach“) einzunehmen. Diese ist zu einem vergünstigten Preis erhältlich. Sie kann auch in der Apotheke oder im Spital eingenommen werden (beispielsweise bei einem Besuch in der Notaufnahme) erhalten. Je früher, desto besser, aber sie kann bis zu 120 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden.
Schwangerschaftstest
Die FFSG bietet außerdem Schwangerschaftstests zu einem vergünstigten Preis an, die bereits 3 Wochen nach Einnahme einer Notfallpille, 3 Wochen nach dem Geschlechtsverkehr oder ab dem ersten Tag der ausgebliebenen Periode durchgeführt werden können.
Untersuchungen auf sexuell übertragbare Infektionen (STI)
Es besteht die Möglichkeit, bestimmte Untersuchungen auf sexuell übertragbare Infektionen (STI) durchführen zu lassen: Chlamydien und Gonorrhö (ab 2 Wochen nach dem Geschlechtsverkehr), HIV (ab 6 Wochen) und in bestimmten Fällen Syphilis (ab 3 Monaten). Auch hierfür gelten angepasste Tarife.
Gynäkologische Sprechstunde
Einmal pro Woche ist eine Gynäkologin in der FFSG anwesend. Die Sprechstunden finden nach Terminvereinbarung statt. In dringenden Fällen wird empfohlen, sich an den freiburger Spital (HFR) zu wenden.
Die FFSG bietet keine HIV-PEP an (medizinische Notfallbehandlung zur Vorbeugung einer HIV-Infektion nach einer Risikoexposition). Um Zugang dazu zu erhalten, müssen Sie sich so schnell wie möglich in die Notaufnahme des freiburger Spital (HFR) begeben. Die Behandlung muss innerhalb von 48 Stunden nach einer möglichen Exposition beginnen.
Im Zweifelsfall zögern Sie nicht, die Freiburger Fachstelle für sexuelle Gesundheit unter der Nummer 026 305 29 55 zu kontaktieren.
Koordination bei Fällen sexueller Übergriffe
Die FFSG kann bei der Beurteilung, Betreuung, Weitervermittlung und Koordination solcher Fälle innerhalb des Freiburger Netzwerks Unterstützung leisten. Auf gerichtliche Anordnung hin können in der FFSG auch Gespräche geführt werden.
Diese Situationen können insbesondere Folgendes betreffen:
- problematische sexuelle Verhaltensweisen unter Kindern,
- risikobehaftete Verhaltensweisen (digitale Medien, Sexting, Pornografie …),
- Fragen zu den Grenzen der Einwilligung oder im Zusammenhang mit der sexuellen Mündigkeit,
- Fragen rund um Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder der Geschlechtsidentität,
- Vorwürfe oder Verdachtsfälle sexueller Gewalt.
Die FFSG bietet zudem Schulungen an, um Fachkräfte für die Prävention und den Umgang mit problematischem Sexualverhalten und sexueller Gewalt zu sensibilisieren.