ETD 2026 - In Gefahr?
Die Europäischen Tage des Denkmals 2026 befassen sich mit einer Frage, die im Zentrum der Arbeit von Fachleuten der Denkmalpflege steht: Wie kann den Gefahren begegnet werden, die das gebaute Kulturerbe bedrohen? Diese Gefahren sind keineswegs unausweichlich; vielmehr erinnern sie uns daran, was den Wert unseres Kulturerbes ausmacht und warum dessen Erhaltung notwendig ist.
Diese Verletzlichkeit hängt zunächst mit dem Lauf der Zeit zusammen, der menschliche Bauwerke direkt oder indirekt beeinträchtigen kann. Gegen diese natürliche Alterung anzukämpfen und ein Gebäude oder eine Stätte dauerhaft unverändert erhalten zu wollen, wäre illusorisch. Vielmehr bleiben Orte dank sorgfältiger Pflege und einer fundierten Auseinandersetzung mit ihrer Nutzung lebendig. Die Kreativität der Akteurinnen und Akteure im Kulturerbebereich sowie die Ressourcen der Eigentümerinnen und Eigentümer historischer Bauten ermöglichen es, Gebäude anzupassen, neue Nutzungen für sie zu finden oder Herausforderungen zu bewältigen, die insbesondere durch Wetter- und Klimaphänomene entstehen.
Kulturerbe zu bewahren bedeutet auch, die Erinnerung gegen eine weitere Gefahr zu schützen, die unser Erbe bedroht: das Vergessen. Hier kommen zahlreiche Berufe ins Spiel, die Wissen und handwerkliche Fertigkeiten weitergeben. Andere setzen sich dafür ein, bisher wenig beachtete Zeugnisse neu zu entdecken, aufzuwerten und zu Bestandteilen unseres kulturellen Erbes zu machen. Solche Veränderungen in der Wahrnehmung und Sensibilität sind unerlässlich für eine dauerhafte Sicherung des Kulturerbes im Interesse künftiger Generationen. In diesem Zusammenhang verdienen auch jüngere Bauwerke unsere Aufmerksamkeit und unser Engagement – ebenso wie Gebäude, die heute anerkannt sind, einst jedoch selbst bedroht waren.
Seit 33 Jahren verfolgen die Europäischen Tage des Denkmals das Ziel, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, Interesse zu wecken und die Herausforderungen der Denkmalerhaltung besser verständlich zu machen. Mit einem Programm, das mehr als hundert materielle und immaterielle, bewegliche und unbewegliche Kulturgüter umfasst, lädt die Ausgabe 2026 dazu ein, sich mit komplexen Fragestellungen auseinanderzusetzen, die die Bewahrung unseres kulturellen Erbes mitunter stark belasten. Die Veranstaltung richtet den Blick jedoch ebenso auf bestehende Lösungen und innovative Ansätze. So werden wir am 12. und 13. September auf die Frage „Ein Kulturerbe in Gefahr?“ antworten: „Ein lebendiges Kulturerbe im ständigen Wandel!“.
ETD 2026 - Programm
1. Die Gärten von Bois Murat (1910–1912): eine einzigartige Grünanlage inmitten des Waldes
Zwischen Matran und Corminbœuf gelegen, auf den Überresten eines Grabhügels aus der frühen Eisenzeit, zählt das Gut Bois Murat zu den bedeutendsten Zeugnissen der Gartenkunst des 20. Jahrhunderts im Kanton Freiburg. Seine Gärten wurden vom Pariser Achille Duchêne entworfen, dem bekanntesten französischen Landschaftsarchitekten der Belle Époque und Schöpfer von nahezu 6000 Projekten weltweit, was ihm den Beinamen «Fürst der Gärten» einbrachte. Die Anlage von Bois Murat ist sein einziges bekanntes Werk in der Schweiz.
Die Gärten verbinden eine klassische, regelmässige Komposition mit einem englischen Landschaftspark und entsprechen damit dem Konzept des «gemischten Gartens», das Duchêne in mehreren seiner bedeutendsten Schöpfungen verwirklichte, insbesondere in Blenheim in England. Neben dem eindrucksvollen Blick auf die Freiburger Voralpen, der die Gestaltung einer Terrasse rund um die historistische Villa (1909–1910) bestimmte, lag die Hauptachse der Anlage westlich des Hauses. Der besondere Reiz entstand aus dem Kontrast zwischen dem Wald und einer prachtvollen Abfolge von Wasserbecken, ornamentalen Gartenrabatten und einem 200 Meter langen Rasenteppich. Der gegenüberliegende Tennisplatz, der heute nicht mehr genutzt wird, erinnert an die aufkommende Bedeutung des Sports im Gefolge der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit von 1896.
Das Anwesen befindet sich bis heute im Besitz der Nachkommen der Auftraggeber – des Grafen Abel Henri Georges Armand und der Gräfin Françoise Sauvage de Brantès. Im Jahr 2004 wurde Bois Murat als Werk von Achille Duchêne wiederentdeckt und dessen Urheberschaft wissenschaftlich bestätigt. 2011 folgte eine Vorstudie zur Restaurierung der Anlage. Seit 2022 wird das Gut nach einem Pflege- und Entwicklungskonzept bewirtschaftet, das zur Aufwertung dieses einzigartigen Zeugnisses der Gartenkunst des 20. Jahrhunderts im Kanton Freiburg beigetragen hat.
Der Zugang zum Gelände ist frei; lediglich die Villa kann nicht besichtigt werden. Während des gesamten Wochenendes werden zudem Führungen durch die Eigentümerfamilie sowie durch Mitarbeitende des Amts für Kulturgüter des Kantons Freiburg angeboten.
Wann : Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September, Freie Besichtigung: 10.00–17.00 Uhr, Führungen: 10.00–12.00 Uhr und 13.00–17.00 Uhr
Wo : Domaine du Bois-Murat, Le Bugnon 8, 1753 Matran
Anfahrt : TPF-Haltestelle «Avry-Matran, Bahnhof»
Was : Freie Besichtigung und Führungen durch die Eigentümerinnen und Eigentümer sowie durch Mitarbeitende des Amts für Kulturgüter des Kantons Freiburg
Informationen : Privatbesitz. Der Zutritt zum Gebäude sowie das Fotografieren im Innern sind untersagt. Die Führungen beginnen alle 30 Minuten
Organisation : Amt für Kulturgüter des Kantons Freiburg
2. Das IKZ: Kulturgut in sicheren Händen
Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen einer Grossbaustelle und entdecken Sie als Erste das zukünftige Interinstitutionelle kantonale Lagerzentrum (IKZ) in Givisiez in der Industriezone von Freiburg.
Das Projekt wurde im Februar 2025 vom Stimmvolk angenommen. Das IKZ wird künftig Tausende von Objekten des Freiburger Kulturerbes an einem einzigen, optimal ausgestatteten Ort zusammenführen und bewahren. Diese Kulturgüter sind heute im ganzen Kanton verteilt und oft in ungeeigneten oder überfüllten Räumlichkeiten untergebracht. Dieses im Hinblick auf Grösse und Zweck in der Schweiz einzigartige Zentrum hat die Aufgabe, , die Sammlungen von acht kantonalen Kulturinstitutionen und -diensten sowie mehrerer externer Partner an einem Ort zu vereinen.
Nach seiner Fertigstellung wird das Gebäude über rund 24'000 m² Nutzfläche verfügen. Diese verteilen sich auf Depoträume, Logistikbereiche und technische Einheiten für die Bearbeitung und Betreuung der Sammlungen.
Wann : Samstag, 12. September, von 10.00 bis 17.00 Uhr
Wo : Interinstitutionelles kantonales Lagerzentrum (IKZ), Route André-Piller, 1762 Givisiez
Anfahrt : TPF-Haltestelle «Route des Fluides», anschliessend 2 Minuten zu Fuss
Was : Geführte Besichtigung
Organisation : Amt für Kulturgüter des Kantons Freiburg
3. Die Kirche St. Mauritius erstrahlt in neuem Glanz
Handwerkerinnen und Handwerker sowie Restauratorinnen und Restauratoren arbeiten derzeit daran, der Kirche St. Mauritius in der Freiburger Unterstadt ihren ganzen Glanz zurückzugeben. Die ausnahmsweise zugängliche Baustelle bietet die seltene Gelegenheit, das Ausmass und die Herausforderungen der Restaurierung historischer Altäre zu entdecken. Hinter ihrer schlichten Fassade beherbergt die Kirche das bedeutendste Ensemble geschnitzter Holzaltäre des Kantons, darunter den spektakulären manieristischen Hochaltar (1606/1607–1616), der von europäischem Rang ist. Sieben weitere Seitenaltäre aus dem 17. und 18. Jahrhundert veranschaulichen die Entwicklung des Geschmacks und der religiösen Sensibilität in der frühen Neuzeit. Ebenfalls sehenswert ist der Reliquienschrein des liegenden heiligen Victorius, eines Märtyrers aus den römischen Katakomben. Seine Gebeine gelangten 1662 nach Freiburg und wurden um 1748 zu einem vollständigen Skelett zusammengefügt.
Wann : Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September, von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 17.00 Uhr
Wo : Kirche St. Mauritius, Rue des Augustins 1, 1700 Freiburg
Anfahrt : TPF-Haltestelle «Petit-St-Jean», anschliessend 5 Minuten zu Fuss
Was : Geführte Besichtigung
Organisation : Amt für Kulturgüter des Kantons Freiburg
4. Burgruine Obermaggenberg
Die Ruine Obermaggenberg ist die einzige heute noch erhaltene Burganlage im Sensebezirk. Sie geriet bis ins 20. Jahrhundert zunehmend in Vergessenheit und lief Gefahr, als Kulturgut verloren zu gehen. 1928 kaufte der Heimatkundeverein des Sensebezirks die Anlage, um sie vor dem endgültigen Zerfall zu retten. Seitdem hat der Verein (heute KUND) die Ruine in mehreren Etappen instandgesetzt und saniert. Das Sensler Museum und die Vereine Kultur Natur Deutschfreiburg sowie Wier Seisler laden Sie ein auf einen Ausflug zur Ruine Obermaggenberg. Charles Folly berichtet vor Ort über die Geschichte der Burg, das Rittergeschlecht von Maggenberg und die langjährige Erhaltung der Ruine durch den Heimatkundeverein. Christian Schmutz und Ramona Suter erzählen Sagen rund um die Faszination der Ruinen und Burgen in der Bevölkerung. Das Sensler Museum offeriert bei der Ruine eine kleine Verpflegung und präsentiert Fotografien der Sanierungsarbeiten.
Wann : Sonntag 13.9., von 13.30 bis 16 Uhr
Wo : Treffpunkt: TPF-Bushaltestelle «Wengliswil», 1715 Alterwill
Anfahrt : Bushaltestelle TPF «Wengliswil»; Auto bitte in Alterswil parkieren
Was : Wanderung zur Ruine mit Führung (Dauer ca. 1 Std. 30 Min)
Informationen : Zugang zur Ruine nicht rollstuhlgängig; Sprache Deutsch, Rückfragen auf Französisch möglich
Organisation : Sensler Museum, Tafers; senslermuseum.ch
Anmeldung : Obligatorisch bis 11.9. an sekretariat@senslermuseum.ch oder über +41 79 487 57 75
5. Die Schätze des Franziskanerklosters
Das Franziskanerkloster öffnet ausnahmsweise die Türen seines Depots und seiner Werkstatt für die Restaurierung alter Bücher. Diese Führung bietet die Gelegenheit, mittelalterliche Handschriften, Kunstwerke und historische wissenschaftliche Objekte aus den Sammlungen des Klosters kennenzulernen sowie die Massnahmen zu entdecken, die zu ihrer Erhaltung ergriffen werden.
Seit beinahe 800 Jahren ist die Franziskanergemeinschaft in Freiburg ansässig und hat eine reiche geistige Tradition entwickelt, die Theologie, Philosophie und Wissenschaften vereint. Ihre Bibliothek umfasst heute rund 35'000 Werke, darunter etwa hundert mittelalterliche Handschriften und Inkunabeln. Die seit dem 15. Jahrhundert bestehende Buchbinderei des Klosters ebnete 1980 den Weg für die Gründung der ersten professionellen Restaurierungswerkstatt für alte Bücher im Kanton Freiburg.
Wann : Sonntag, 13. September, von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 17.00 Uhr (Dauer ca. 40 Minuten)
Wo : Bibliothek und Archiv des Franziskanerklosters, Murtengasse 8, 1700 Freiburg
Anfahrt : TPF-Haltestelle «Tilleul/Kathedrale», anschliessend 5 Minuten zu Fuss; kostenpflichtige öffentliche Parkplätze in der Nähe
Was : Führung mit Lukas Camenzind, Leiter des Archivs und der Bibliothek, und Andrea Friedli, Restauratorin für historische Bücher, in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kulturgüter
Informationen : Beginn der Führungen alle 30 Minuten; maximal 15 Personen pro Gruppe
Organisation : Amt für Kulturgüter des Kantons Freiburg
6. Der Untergrund des Klein-Sankt-Johann-Platzes gibt seine Geheimnisse preis
Die berühmte Kastanie, die im Zentrum des Klein-Sankt-Johann-Platzessteht, hat ihre Wurzeln verborgen imFundament einer Kapelle aus dem 13. Jahrhundert. Die 1832 abgebrochene Kapelle war von einem Friedhof umgeben, der zahlreiche Bestattungen beherbergte.
In Freiburg werden öffentliche Räume derzeit in rascher Folge umgestaltet, was erhebliche Auswirkungen auf die im Boden verborgenen archäologischen Zeugnisse hat. Nach der ersten Grabungsphase im Burgquartier (2023–2025) konzentrieren sich die archäologischen Untersuchungen nun auf den Klein-Sankt-Johann-Platz. Die Erforschung des Untergrunds hat neue Erkenntnisse über die Nutzung des städtischen Raums im Mittelalter geliefert. Dabei zeigte sich, dass gewisse Gebäude zugunsten der Anpassung und Vereinheitlichung moderner Verkehrswege aufgegeben wurden.
Das Team des Archäologischen Dienstes des Kantons Freiburg lädt die Öffentlichkeit dazu ein, die freigelegten Zeugnisse der Vergangenheit zu entdecken – anhand sichtbarer Überreste, von Bildmaterial und ausgewählten archäologischen Funden.
Wann : Samstag, 12. September, von 9.30 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 16.00 Uhr (Dauer ca. 30 Minuten)
Wo : Place du Petit-Saint-Jean, 1700 Freiburg
Anfahrt : TPF-Haltestelle «Petit-St-Jean», anschliessend 1 Minute zu Fuss
Was : Geführte Besichtigung
Organisation : Archäologischer Dienst des Kantons Freiburg (SAEF); saef@fr.ch, fr.ch/saef
7. Der Zivilschutz im Dienst des Freiburger Kulturerbes
Zwei Werke der Freiburger Künstler Jacques Rime und Jacques Cesa waren lange Zeit in Schutzräumen aufbewahrt und nur schwer zugänglich. Heute werden sie in ihrem neuen Umfeld in den Räumlichkeiten des Amts für zivile Sicherheit und Militär präsentiert.
Entdecken Sie die Gemälde der «zwei Jacques», die Ende der 1980er-Jahre im Zivilschutz (ZS) engagiert waren. In dieser Zeit schufen sie mehrere eindrucksvolle Werke, die einerseits die Verwüstungen des Krieges (Cesa), andererseits die Sicherheit von Schutzraum und Zuhause (Rime) thematisieren.
Im Falle eines Konflikts oder einer Katastrophe sorgt der Zivilschutz nicht nur für den Schutz der Bevölkerung, sondern auch für die Sicherung des kulturellen Erbes. Unter den rund 1'600 Zivilschutzangehörigen des Kantons koordinieren etwa dreissig Fachpersonen aus den Bereichen Kunst und Museen die Bergung und Sicherung der Freiburger Kulturgüter. Vor Ort bieten sie einen seltenen Einblick in ihre Ausrüstung und ihre wichtige Tätigkeit hinter den Kulissen.
Wann : Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September, von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 17.00 Uhr
Wo : Amt für zivile Sicherheit und Militär, Route d’Englisberg 7, 1763 Granges-Paccot
Anfahrt : TPF-Haltestelle «Portes de Fribourg», anschliessend 3 Minuten zu Fuss
Was : Freie Besichtigung der Räumlichkeiten mit anwesenden Fachpersonen
Organisation : Amt für zivile Sicherheit und Militär (AZSM); sscm@fr.ch, fr.ch/sscm
8. Die Monuments Men kommen ins Korso
Zum ersten Mal im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals lädt das Amt für Kulturgüter sein treues Publikum zu einem Kinoabend ein. Ausnahmsweise findet die Veranstaltung nachts statt und an einem Ort, der selbst einst gefährdet war.
Der von Schauspieler und Produzent George Clooney inszenierte und mitverfasste Film Monuments Men (2014), der auf wahren Begebenheiten beruht, erzählt die Geschichte einer etwas unkonventionellen Gruppe von Kulturgüterexperten. Im Jahr 1944 reisen sie durch das vom Krieg gezeichnete Europa, um Kunstwerke vor der Plünderung durch die Nationalsozialisten zu retten.
Gezeigt wird der Film im Korso, einem unabhängigen und zweisprachigen Kulturort, der 2024 anstelle einer kurzlebigen Diskothek eröffnet wurde. Als Kombination aus Kino, Bar und Pizzeria befindet sich das Korso im historischen Gebäude des ehemaligen Cinema Corso (mit C), das zwischen 1946 und 1948 erbaut und 2010 geschlossen wurde.
Wann : Samstag, 12. September, von 19.00 bis 21.00 Uhr
Wo : Korso Kino Bar Bier, Boulevard de Pérolles 15, Freiburg
Anfahrt : TPF-Haltestelle «Fries», anschliessend 1 Minute zu Fuss
Was : Kostenlose Vorführung des Films Monuments Men (2014)
Informationen : Film empfohlen ab 12 Jahren
Organisation : Amt für Kulturgüter des Kantons Freiburg
Anmeldung : Obligatorisch auf korso.ch
9. Kulturgüter im Lager
Herausforderungen und Lösungen im Depot des Museums Murten. Tauchen Sie bei einer exklusiven Führung in die Bestände des Museums ein. Dieses Depot, das im Herbst 2025 eröffnet wurde, ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Akteuren der Region. Entdecken Sie die Herausforderungen bei der Konservierung einer historischen Sammlung und die konkreten Massnahmen zur Aufwertung dieser Kulturgüter.
Wann : Samstag 12.9. und Sonntag 13.9. von 10 bis 17 Uhr
Wo : Depot, Hintere Gasse 39, 3285 Galmiz
Anfahrt : 10 Minuten zu Fuss vom Bahnhof; begrenzte Parkmöglichkeiten in der Nähe der Primarschule
Was : Führungen von Mitarbeiterinnen/ Mitarbeitern des Museums
Informationen : Detailliertes Programm ab 31.8. auf museummurten.ch
Organisation : Museum Murten; kontakt@museummurten.ch, +41 26 670 31 00
10. Die KUB schlägt ein neues Kapitel auf
Nach fünf Jahren Bauzeit kehrt die Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg (KUB) an ihren historischen Standort zurück.
Anlässlich der Europäischen Tage des Denkmals eröffnet die KUB Èvokâ, eine interaktive Installation, die in Zusammenarbeit mit dem EPFL+ECAL Lab entwickelt wurde. Das Projekt erkundet die Bestände und Archive der Bibliothek als Spiegel der kantonalen Identität und wird von mehreren Kurzvorträgen begleitet. Zudem können Besucherinnen und Besucher die Ausstellung «En chantier» entdecken, welche die Restaurierung des Gebäudes dokumentiert.
Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion zur Zukunft öffentlicher Bibliotheken im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Die Veranstaltung wird von Marc Frochaux, Chefredaktor der Architekturzeitschrift Espazium, moderiert.
Wann : Samstag, 12. September, Präsentation um 10.30 Uhr; Podiumsdiskussion um 14.30 Uhr (Dauer ca. 1 Std.); freie Besichtigung von 10.00 bis 17.00 Uhr; Führungen um 10.15 Uhr und 14.00 Uhr
Wo : Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg, Rue St-Michel 6, 1700 Freiburg
Anfahrt : TPF-Haltestellen «Place Georges-Python» oder «Université», anschliessend 5 Minuten zu Fuss.
Was : Präsentation des Projekts Èvokâ; Podiumsdiskussion; freie Besichtigung und Führungen durch die Ausstellung «En chantier»
Organisation : Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg (KUB); bcu@fr.ch, +41 26 305 13 33, fr.ch/bcu
11. Glasmalerei – eine Kunst für das Museum?
Die Glasmalereien des Vitromusée Romont, die im Schloss der Stadt eine eindrucksvolle Heimat gefunden haben, sind untrennbar mit der Architektur verbunden. Auch wenn dieses bauliche Erbe nicht ständig gefährdet ist, befindet es sich doch in einem fortwährenden Wandel.
Die Führung widmet sich der zentralen Bedeutung der Atelierbestände von Glasmalerinnen und Glasmalern. Diese umfassen Skizzen, Entwürfe, Modelle sowie Kartons im Massstab 1:1 und stellen eine unverzichtbare Grundlage für die Erforschung und Dokumentation des Schweizer Glasmalerei-Erbes des 20. Jahrhunderts dar.
Wann : Sonntag, 13. September, um 11.00 Uhr und 13.30 Uhr (Dauer ca. 1 Stunde)
Wo : Vitromusée Romont, Rue du Château 108b, 1680 Romont
Anfahrt : Bahnhof Romont, anschliessend 15 Minuten zu Fuss; TPF-Haltestelle «Poste», anschliessend 5 Minuten zu Fuss; Parkplätze in der Nähe vorhanden
Was : Führung mit Jennifer Burkard, Kuratorin
Informationen : Der Museumseintritt ist für Teilnehmende der Führungen im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals kostenlos
Organisation : Vitromusée Romont; info@vitromusee.ch, vitromusee.ch
12. Gefährdet? Vielleicht!
1985 kam unter den Kellen der Archäologinnen und Archäologen ein römisches Mosaik zum Vorschein, vier Jahre später folgte ein zweites. Um diese aussergewöhnlichen Entdeckungen zu erhalten und aufzuwerten, wurde beschlossen, sie an ihrem ursprünglichen Fundort zu belassen. So entstand das Römermuseum Vallon.
Die Herausforderungen sind vielfältig: Natürliche Einflüsse bedrohen die Mosaiken regelmässig, das Museum ist nur schwer erreichbar und seine Sichtbarkeit bleibt begrenzt, während die verfügbaren Ressourcen bescheiden sind.
Sind die Mosaiken und das Museum gefährdet? Ja, vielleicht...
Wann : Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September, freie Besichtigung von 13.00 bis 17.00 Uhr; Führungen um 13.30 Uhr und 15.30 Uhr (Dauer ca. 1 Stunde)
Wo : Römermuseum Vallon, Carignan 6, 1565 Vallon
Anfahrt : TPF-Haltestelle «Musée romain»; Parkplätze (Blaue Zone) in der Nähe vorhanden
Was : Freie Besichtigung und Führungen mit Ivan Mariano, Direktor, und Clara Agustoni, Konservatorin
Organisation : Römermuseum Vallon; contact@museevallon.ch, +41 26 667 97 97, museevallon.ch
13. Auf den Spuren der Hugenotten
Das Gut Faverges, ein Freiburger Besitz im Herzen des Lavaux, gehörte vom 12. Jahrhundert bis zu seinem Erwerb durch den Staat Freiburg im Jahr 1848 zur Abtei Hauterive. Seine Geschichte liegt an der Schnittstelle zweier Kantone und Konfessionen. Die im 18. Jahrhundert von Jean-Paul Nader neu errichteten Gebäude vereinen die Tradition des Weinbaus mit neoklassizistischen Elementen und der schlichten Ästhetik der Zisterzienser.
Das aktuelle Projekt setzt sich mit den Herausforderungen der Denkmalpflege sowie den Anforderungen des Weinbaus und des Weinhandels auseinander.
Wann : Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September, jeweils um 9.30 Uhr, 11.00 Uhr, 13.00 Uhr, 14.30 Uhr und 16.00 Uhr (Dauer ca. 1 Std. 15 Min.)
Wo : Route de Vevey 11, 1071 Saint-Saphorin (VD)
Anfahrt : Bahnhof Chexbres, anschliessend 20 Minuten zu Fuss (Signalisation folgen)
Was : Führung mit Laurent Auberson, Historiker, und Thomas Gayraux, Architekt bei DOM architectes associés, anschliessend Degustation der Weine des Guts
Informationen : Achtung: Bahngleise und Bahnübergang in der Nähe sowie Baustelle auf dem Gelände
Organisation : Verwaltung der Staatsweingüter des Kantons Freiburg und Direktion für Denkmalpflege und Ortsbildschutz des Kantons Waadt; vignoblesdeletat.ch
Anmeldung : Obligatorisch vom 26. August bis 10. September, 17.00 Uhr, auf: decouvrir-le-patrimoine.ch
14. Die Ruinen der Insel Ogoz
Die Ruinen der Insel Ogoz sind die Überreste einer mittelalterlichen Anlage, errichtet auf einer abgerundeten Halbinsel, welche durch eine Schleife der Saane geformt wurde. Nach dem Bau der Staumauer von Rossens im Jahr 1948 wurde dieser Ort zu einer Insel. Heute ist sie durch Erosion gefährdet und erfordert regelmässig bedeutende Sicherungs- und Konsolidierungsarbeiten. Ohne diese Massnahmen könnten die Ruinen der Insel Ogoz ernsthaft gefährdet sein. Ausnahmsweise haben Sie die Möglichkeit, die Insel zu Fuss ab Le Bry zu erreichen.
Wann : 12. September 2026, von 11.00 bis 17.00 Uhr
Wo : Ile d’Ogoz, 1645 Le Bry
Anfahrt : TPF-Haltestelle «Le Bry, village» (ca. 30 Minuten Fussweg bis zur Insel); der Weg ist mit dem Wegweiser «Cité d’Ogoz» ausgeschildert. Mit dem Auto: Parkplatz der Insel Ogoz in Le Bry (ca. 15 Minuten Fussweg bis zur Insel)
Was : Geführte Besichtigungen stündlich von 11.00 bis 16.00 Uhr (letzter Rundgang um 16.00 Uhr), Sagen und Geschichten für Gross und Klein mit Dominique Pasquier um 11.00 Uhr, 13.00 Uhr und 15.00 Uhr
Informationen : Getränke, Kuchen und Raclette werden vor Ort angeboten.
Organisation : Verein Local'Terre'Native
ETD 2025 - Architekturgeschichten
Die Europäischen Tage des Denkmals in der Schweiz vom 13./14. September 2025 widmen sich historischen und aktuellen «Architekturgeschichten» und machen dabei auch auf das 50-jährige Jubiläum des Denkmalschutzjahres 1975 aufmerksam.
Im Zentrum der diesjährigen Denkmaltage steht unser baukulturelles Erbe, das unseren Lebensraum prägt und untrennbar mit unserer Identität verbunden ist. Es zeugt von der Vergangenheit und vom gesellschaftlichen Wandel. Seine Geschichte lässt sich an Materialien, Gebäuden und Strukturen in Städten und Dörfern ablesen. Spuren finden sich auf unseren Marktplätzen, in der städtischen Infrastruktur, in Wohnhäusern, Kirchen, landwirtschaftlichen Gebäuden, an Stadtmauern oder öffentlichen Versammlungsorten. Sie sind als Ruinen erhalten oder liegen im Boden verborgen.
Anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums des Denkmalschutzjahres 1975 laden die Denkmaltage mit dem Thema «Architekturgeschichten» zur Auseinandersetzung mit der Frage ein, wie wir mit unserer gebauten Umwelt umgehen, wie wir unsere Baukultur weiterentwickeln und pflegen können. Baukultur beginnt bei der offenen Landschaft, umfasst das Gebaute, aber auch das Ungebaute, das Dazwischen. Sie beinhaltet die gesamte Gestaltung unseres Lebensraumes, angefangen bei politischen Weichenstellungen sowie Planungsprozessen und wirkt bis hin zum Zusammenleben. Das Thema «Architekturgeschichten» verbindet unser baukulturelles Erbe mit der Gegenwart und der Zukunft. Es betrifft die ganze Gesellschaft und somit auch das architektonische Erbe von Minderheiten, Randgruppen und Menschen ohne Lobby.
Programm ab dem 3. Juli online
Das gesamtschweizerische Programm ist ab dem 3. Juli unter kulturerbe-entdecken.ch verfügbar. Besucherinnen und Besucher können sich daraus ihr persönliches Programm zusammenstellen. Die Platzreservation ist ab dem 26. August möglich.
ETD 2025 - Programm
1. Die Restaurierung eines klösterlichen Meisterwerks
Die Abtei Altenryf, 7 km von Freiburg entfernt in einer Schleife der Saane eingebettet, ist ein Meisterwerk der Schweizer Zisterzienserarchitektur. 1138 von Wilhelm von Glâne unterhalb der Felswand, die ihr ihren Namen gab, gegründet, empfing die Abtei eine Gemeinschaft von Mönchen aus dem Kloster Cherlieu (Haute-Saône).
Die Abtei Altenryf ist eng mit der Geschichte der Stadt und des Kantons Freiburg verbunden und hat im Laufe ihres fast neunhundertjährigen Bestehens viele Schicksalsschläge überstanden (Plünderungen, Brände). Nach dem Sonderbundskrieg (1847) wurde die Abtei von den regierenden Radikalen aufgelöst, die Gemeinschaft enteignet und vertrieben. In den Gebäuden wurde eine Landwirtschaftsschule (1850-1859) und später das Lehrerseminar (1859-1940) untergebracht, in dem Generationen von Lehrpersonen ausgebildet wurden. Seit 1939 leben wieder Zisterzienser in Altenryf.
Jedes Jahrhundert hat diesem ehrwürdigen Bauwerk seinen Stempel aufgedrückt. Die Kirche (um 1150-1160) ist eines der Beispiele zisterziensischer Architektur, die dem Ideal des heiligen Bernhard von Clairvaux am nächsten kommt. Der gotische Chor (um 1320-1330) beherbergte Glasmalereien mit einer bewegten Geschichte. Der Kreuzgang mit seiner ornamentalen und figurativen Skulptur stammt aus derselben Zeit, während das «savoyische» Chorgestühl ein Meisterwerk aus dem späten 15. Jahrhundert ist. Das Gebäude ist mit zahlreichen Wandmalereien geschmückt, von denen viele aus der Zeit der Renovierung nach dem Brand der Abtei (1578) stammen. Im Zuge des umfassenden Wiederaufbaus der Abteigebäude (1716-1770) wurde das Bauwerk im 18. Jahrhundert im Barockstil erneuert.
Von 1903 bis 1913 wurde das Gebäude einem beispielhaften Restaurierungsprozess unterzogen. Unter der Aufsicht eidgenössischer Experten (Josef Zemp, Albert Naef und Léo Châtelain) stellte dieser mit einem pädagogischen und fast musealen Ansatz geführte Eingriff einen wesentlichen Meilenstein in der Denkmalpflege in Freiburg dar. Die Restaurierung sollte auch die Restauratoren und Denkmalpfleger vor knifflige Probleme stellen.
Die von den Architekten Jean-Luc Rime und Susana Santos (aaee) geleitete Restaurierungskampagne der Kirche, die vor kurzem abgeschlossen wurde (2021-2025), bietet die Gelegenheit, das Gebäude und seine Schätze in einem neuen Licht zu entdecken.
Wann : Samstag, 13.9. von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr ; Sonntag, 14.9. von 10.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr. Achtung : Die Kirche und der Kreuzgang sind sowohl am Samstag wie auch am Sonntag von 12 bis 13 Uhr geschlossen
Wo : Kirche der Abtei Altenryf, Chemin de l’Abbaye 17, 1725 Posieux
Anfahrt und Parkmöglichkeiten :
- Bus oder Auto bis zum Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve (Parkplatz), dann zu Fuss der Beschilderung folgend entlang des Chemin de l’Abbaye zur Abtei runter (15-20 Min.). Auf dem Parkplatz von Grangeneuve werden Sie von Mitarbeitenden der ETD empfangen
- Personen mit eingeschränkter Mobilität können auf dem Parkplatz gegenüber der Abtei parkieren (begrenzte Anzahl an Plätzen) oder zum Platz vor dem Eingangstor gefahren werden. Zugang zur Kirche (ausser zum Presbyterium und zur St.-Nikolaus-Kapelle)
- Anfahrtsplan hier verfügbar
Was : Fachleute aus verschiedenen Bereichen werden vor Ort sein, um ihre Arbeit vorzustellen und Ihre Fragen zu beantworten. Zudem werden zweisprachige Informationstafeln (F/D) aufgestellt. Eine Diashow zu den zwischen 2021 und 2025 erfolgten Restaurierungsarbeiten (Fotos von Alain Kilar) wird in einem Pavillon zu sehen sein (nicht rollstuhlgängig). Spezifische Führungen (20 Min.) durch Fachleute finden zu folgenden Zeiten statt (siehe Zeitpläne), ohne Anmeldung (Bitte beachten Sie, dass sich die Besuchszeiten noch ändern können) :
- Liturgische Einrichtung
- Bruder Pierre-Yves (F)
- P. Hermann-Joseph (D)
- Restaurierungsprojekt und allgemeine Einrichtung
- Jean-Luc Rime - AAEE (F)
- Figurative Malereien
- Brigitte Pradervand (F)
- Laurence Cesa (F)
- Restaurierung der dekorativen Malereien
- Olivier Guyot (F)
- Susanna Pesko (F)
- Restaurierung des Chorgestühls
- Aurélien Chenaux (F)
- Neue Glaskunst im Chor « Laudes »
- Catherine Liechti (F)
- St.-Nikolaus-Kapelle
- Laurence Cesa (F)
- Restaurierung von 1903-1913
- Christian Gsteiger (D)
- Kreuzgang
- Fabien Python (F)
Informationen :
- Bitte verhalten Sie sich innerhalb der Klosteranlage sowie in der Kirche und im Kreuzgang ruhig und leise
- Der Klosterladen ist geöffnet
- Besichtigung des Kreuzgangs möglich (üblicherweise geschlossen)
- Toiletten befinden sich in der Allee links vom Kircheneingang
Organisation : Amt für Kulturgüter des Staates Freiburg fabien.python.sbc@fr.ch, fr.ch/jep
2. Das Schloss Illens von Wilhelm de La Baume
Die 1174 erstmals in einem Dokument der Abtei Altenryf erwähnte Herrschaft Illens war Eigentum verschiedener namhafter Häuser (Grafen von Oltingen, Neuenburg, Greyerz und schliesslich La Baume-Montrevel). Wilhelm de La Baume, Kammerherr von Karl dem Kühnen, errichtete dort ein Herrenhaus, bevor die Herrschaft von den Bernern und Freiburgern erobert wurde (1475) und zu einer Freiburger Vogtei wurde.
Das Herrenhaus und das dazugehörige Anwesen wurden ab 1893 von Antoine Comte in Teilen restauriert und dienten zwischen 1903 und 1914 den Trappistenmönchen aus Port du Salut (Frankreich) als Zufluchtsort. Gleich einem Phönix ist dieser magische Ort dank der Initiative des Vereins Château d'Illens vor kurzem wieder aus der Asche auferstanden. Vom Amt für Archäologie des Kantons Freiburg beraten und mit der Unterstützung ihres Architekten und ihrer Ingenieure haben Denkmalliebhaber beachtliche Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt.
Wann : Samstag, 13.9. und Sonntag, 14.9., 10-17 Uhr (freie Besichtigung); Samstag, 13.9. und Sonntag, 14.9. um 10, 11.30, 13.30 und 15.30 Uhr (Führungen, Dauer 45 Min.)
Wo : Schloss lllens, 1728 Illens
Anfahrt : TPF, Haltestelle "Illens", dann 10-15 Min. zu Fuss ; Parkplatz beim Bauernhof Illens, dann den Polizeianweisungen folgen
Was : Führungen (Geschichte und Architektur) auf Anmeldung; freie Besichtigung mit zweisprachigen Informationstafeln (F/D), Steinmetz und verschiedene Animationen
Informationen :
- Weitere Informationen zum Veranstaltungsort und Details zu den Parkmöglichkeiten auf illens.ch
Organisation : Verein Château d’Illens office@illens.ch, illens.ch
Anmeldung : illens.ch/inscriptions , bis zum 8. September
3. Das ehemalige Burgstädtchen Arconciel
Arconciel und Illens bildeten einst eine einzige Herrschaft beidseits der Saane. Die Burganlage Arconciel, das 1082 erstmals urkundlich erwähnt wird, erinnert durch seine Lage auf einem Molassevorsprung an den Gründungsort von Freiburg. Das Wachstum dieser Stadt führte denn auch zum Niedergang der Burg und des Städtchens Arconciel, die um 1350 zugunsten des Standorts Illens aufgegeben wurden, der seinerseits 1475 in die Hände der Freiburger fiel. Unter der Ägide des Vereins Arconciacum begannen 2024 die Erhaltungsarbeiten an den Türmen.
Wann : Samstag, 13.9. um 10 und 14 Uhr (Dauer 2 Std.)
Wo : Ruinen des Schlosses Arconciel, Vers-les-Châteaux, 1732 Arconciel
Anfahrt : Treffpunkt auf der Place de l’Arche ; Parkmöglichkeiten im Dorfzentrum vorhanden
Was : Führung durch Archäologen und Historiker und Erläuterungen zu den laufenden Restaurierungsarbeiten durch Mitglieder von Arconciacum
Informationen :
- Nicht empfohlen für Kinder unter 12 Jahren
- Absage bei schlechter Witterung
Organisation : Arconciacum/AAFR info@arconciacum.ch, arconciacum.ch
Anmeldung : decouvrir-le-patrimoine.ch +41 26 305 12 87, bis zum 12. September, 12 Uhr
4. Bulle, 1000 Jahre Geschichte(n)
Tauchen Sie in die überraschende, tausendjährige Geschichte von Bulle ein und lassen Sie sich die vergessenen Legenden und gut gehüteten Geheimnisse dieser kleinen, im Herzen des Greyerzerlandes gelegenen Stadt erzählen. In den geschichtsträchtigen Gassen von Bulle erwartet Sie eine spannende und allen zugängliche Zeitreise. Sie werden die Geheimnisse der Wahrzeichen der Stadt lüften, faszinierende Persönlichkeiten kennenlernen, die ihre Identität geprägt haben, und amüsante Anekdoten entdecken, die den Alltag der Bevölkerung im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben.
Wann : Samstag, 13.9. und Sonntag, 14.9. um 10, 14 und 16 Uhr (Dauer 1 Std. 30)
Wo : Stadt Bulle, Place de la Gare 1a, 1630 Bulle
Anfahrt : Beginn des historischen Spaziergangs auf der Place de la Gare
Was : Geführter Spaziergang auf dem neuen historischen Rundgang durch die Stadt Bulle in Begleitung von Mitarbeitenden des Greyerzer Museums
Organisation : Greyerzer Museum info@musee-gruerien.ch, +41 26 916 10 10, musee-gruerien.ch
5. Europas erste Bogenstaumauer mit doppelter Krümmung
Die zur Versorgung des Wasserkraftwerks von Broc errichtete und 1921 eingeweihte Staumauer von Montsalvens hatte Pioniercharakter. Neben dem Einsatz von fast 700 Arbeitern auf der Baustelle ist der Ingenieur Alfred Stucki (1892-1969) zu nennen, der zu den Wegbereitern der Wasserkraft in der Schweiz zählt. Er entwickelte im Rahmen dieses Projekts innovative Berechnungsmethoden und schlug danach er eine glänzende Karriere ein. Das Stauwerk von Montsalvens ist eine Bogenstaumauer mit doppelter Krümmung in horizontaler und vertikaler Richtung, die erste ihrer Art in Europa und erst die zweite weltweit. Die innovativen statischen Berechnungen, die für dieses Projekt vorgenommen wurden, haben den Bau von Bogenstaudämmen auf der ganzen Welt beeinflusst und werden auch heute noch verwendet. Im Laufe der Jahre wurde regelmässig in Montsalvens investiert, sowohl um die Stromversorgung zu gewährleisten als auch um das Bauwerk harmonisch in die Natur einzufügen.
Wann : Samstag, 13.9. und Sonntag, 14.9. um 10, 11, 14, 15 und 16 Uhr (Dauer 45 Min.)
Wo : Staumauer Montsalvens, Gîte d’Avau 2e, 1636 Broc
Anfahrt : 15 Min. zu Fuss von der Haltestelle "Châtel-sur-Montsalvens Restaurant" ; 10 Min. zu Fuss vom Parkplatz bei der Buvette "chez Boudji"
Was : Führungen durch Fachleute des Museums Electrobroc
Organisation : Electrobroc und Amt für Kulturgüter des Staates Freiburg visite@groupe-e.ch, 0840 40 40 30, electrobroc.ch
Anmeldung : decouvrir-le-patrimoine.ch +41 26 305 12 87, bis zum 10. September, 16 Uhr
6. Geschichte und Umbau des Schlosses Attalens
Das an der alten Römerstrasse von Vevey nach Moudon gelegene Schloss Attalens blickt auf eine besonders reiche Geschichte zurück. 1068 erstmals erwähnt, ging es später in den Besitz der Herren von Oron über. Nachdem das Schloss während der Burgunderkriege eingenommen und in Brand gesetzt worden war, wurde es 1523 an das Kapitel von Lausanne verkauft. Danach ging es in den Besitz der Familie de Challant über, bevor es nach finanziellen Konflikten schliesslich Eigentum der Stadt Freiburg wurde (1615). Der erste Freiburger Vogt, Bartholomé Kaemmerling, nahm bedeutende Umbauten vor.
Seit 1968 befindet sich das Schloss in Privatbesitz. Im Jahr 2024 wurden mehrere Räume des Schlosses restauriert, insbesondere das Atelier, die Empfangssalons und die Küche. Bei diesen Arbeiten wurden unter anderem Wandmalereien entdeckt, die wahrscheinlich 1616 entstanden sind.
Wann : Samstag, 13.9. um 10, 11, 14, 15 und 16 Uhr (Dauer 45 Min.)
Wo : Schloss Atallens, Rue du Château 27, 1616 Attalens
Anfahrt : 5 Min. zu Fuss von der TPF-Haltestelle "Attalens, Village"
Was : Führungen
Informationen :
- Im Inneren des Gebäudes bitte keine Fotos machen
Organisation : Amt für Kulturgüter des Staates Freiburg, fr.ch/jep
Anmeldung : decouvrir-le-patrimoine.ch +41 26 305 12 87, bis zum 10. September, 16 Uhr
7. Savoyer Erbe aus dem 13. Jahrhundert
Die heutigen Mauern des Schlosses von Châtel-Saint-Denis gehen auf seine Errichtung zwischen 1296 und 1305 unter Amadeus V. von Savoyen zurück, die im Zusammenhang mit der Gründung der Neustadt erfolgte. Nach einem Brand, der im Jahr 1758 den grossen Turm zerstörte, erhielt das Schloss durch den anschliessenden Wiederaufbau sein heutiges Erscheinungsbild. Das Gebäude verkörpert seit geraumer Zeit die Zivilgewalt: Ab 1574 diente es als Vogteisitz, bevor es 1848 das Oberamt des Vivisbachbezirks aufnahm.
Zwischen 1848 und dem Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Schloss im Zuge aufeinanderfolgender Nutzungsänderungen durch einschneidende Umbauten und die Fragmentierung der Räume stark verändert, sodass seine architektonische Substanz beachtlichen Schaden nahm. Bei der zwischen 2003 und 2024 durchgeführten Renovierung wurden die ursprünglichen Volumen wiederhergestellt. Das Gebäude beherbergt heute das Oberamt und drei staatliche Ämter in Räumen, die besser mit dem ursprünglichen Charakter des Ortes in Einklang stehen.
Wann : Samstag, 13.9. und Sonntag, 14.9. um 9.30, 10.30, 11.30, 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr (Dauer 1 Std.)
Wo : Schloss Châtel-Saint-Denis, Chem. du Château 11, 1618 Châtel-Saint-Denis
Anfahrt : 10 Min. zu Fuss von der TPF-Haltestelle "Châtel-St-Denis, gare"
Was : Führungen durch das Büro QUBBArchitectes
Organisation : Hochbauamt des Staates Freiburg/QUBB architectes
8. Ein barockes Trompe-l'Œil in neuem Glanz am Schloss Léchelles
Um 1743 beauftragte François-Pierre-Nicolas de Gottrau den Maler Melchior Eggmann aus Rorschach mit der Schaffung eines barocken Trompe-l'Œil, das die Fassade seines Schlosses in Léchelles veredeln sollte. Eggmann komponierte eine als Trompe-l'Œil gemalte Architektur mit Türen, Fenstern, Säulen, Giebeln und Wappen, welche die Unregelmässigkeiten des Gebäudes kaschieren sollten. Durch den Zahn der Zeit und der Witterung waren diese Fresken verblasst und kaum noch zu erkennen. Sie wurden kürzlich mit viel Feingefühl und nach den traditionellen Techniken des 18. Jahrhunderts restauriert. Durch eine akkurate Erfassung der Proportionen, das Anbringen von aufeinanderfolgenden Lasurschichten und die Verwendung von Silikatfarbe konnte diesem einzigartigen Kunstwerk seine volle Pracht zurückgegeben werden.
Wann : Samstag, 13.9. und Sonntag, 14.9. um 11 und 14 Uhr (Dauer 1 Std.)
Wo : Schloss Léchelles, Rte de Payerne 5, 1773 Léchelles
Anfahrt : 2 Min. zu Fuss von der TPF-Haltestelle "Léchelles, village"
Was : Erläuterungen zu den Restaurierungsarbeiten an der Fassade
Informationen :
- Bitte beachten Sie die Beschilderung auf dem gesamten Gelände
Organisation : Amt für Kulturgüter des Staates Freiburg, fr.ch/jep
9. Eine Restaurierung im Herzen von Freiburg
Die Kirche des Kollegiums St. Michael in Freiburg wurde zwischen 1604 und 1613 von Abraham Cotti nach einem Jesuitenplan errichtet und 1756-57 von Franz Wilhelm Rabaliatti im Rokoko-Stil umgebaut. Die Stuckarbeiten von G. A. Albuzzi und die Malereien von F. A. Ermeltraut, insbesondere der Triumph des Namens Jesu in der Kuppel und der Kampf der Engel im Schiff, prägen auch heute noch ihr Dekor. Die Kirche beherbergt einen barocken Hochaltar (1766-68), Seitenaltäre aus Schweizer Marmor und imposante Kunstschmiedearbeiten. Dank wiederholter Restaurierungen (1897, 1941-42, 2023-24) konnte ihr reiches Kulturerbe bewahrt werden. Die aktuelle Restaurierung baut auf einer Testphase auf, die 2023-24 über der Tribüne durchgeführt wurde, und umfasst die Decke des Kirchenschiffs bis zum Gesims, einschliesslich der Stuckarbeiten, Malereien und Kunstschmiedegitter.
Wann : Samstag, 13.9. und Sonntag, 14.9., 10-12 Uhr und 14-17 Uhr
Wo : Kirche des Kollegiums St. Michael, Rue Saint-Pierre Canisius 8, 1700 Freiburg
Anfahrt : 5 Min. zu Fuss von der Bushaltestelle
Was : Führungen durch Architekten, Historiker und Kunstrestauratoren
Informationen :
- Die Führungen werden aus Gründen der Gerüstfestigkeit in Gruppen von 8 Personen durchgeführt
- Helme sind Pflicht und werden vor Ort zur Verfügung gestellt
- Achtung Gerüste (Schwindel)
- Nicht geeignet für Kinder unter 12 Jahren
Organisation : Amt für Kulturgüter des Staates Freiburg, fr.ch/jep
10. Glas in der Architektur im Wandel der Zeit
In ihrem kurzen Vortrag im Vitromusée Romont gibt Ihnen Sophie Wolf einen Einblick in die faszinierende Geschichte der Flachglasproduktion und deren Verwendung in der Architektur im Laufe der Jahrhunderte. Im Anschluss an den Vortrag wird sie Sie auf einen angenehmen, etwa einstündigen Spaziergang durch die Altstadt mitnehmen, bei dem Sie Beispiele von Fenstern und Verglasungen aus verschiedenen Epochen sehen werden. Diese unterscheiden sich nicht nur durch ihr Aussehen und ihr Alter voneinander, sondern auch durch die Verwendung von Glas aus verschiedenen Herstellungsverfahren. Neben technischen und energetischen Aspekten werden auch Themen wie Ästhetik und die Erhaltung historischer Fenster angesprochen. Sie sind herzlich eingeladen, vor Ort an der Diskussion teilzunehmen.
Wann : Sonntag, 14.9. um 11 und 14 Uhr (Dauer 1 Std. 30 Min.)
Wo : Vitromusée Romont, Rue du Château 108b, 1680 Romont
Anfahrt : Zug (SBB), Haltestelle "Romont FR gare", dann 15 Min. zu Fuss oder Bushaltestelle "Poste" und dann 5 Min. zu Fuss
Was : Einführungsvortrag im Saal St-Luc des Vitromusée Romont, gefolgt von einem architektonischen Spaziergang durch das historische Zentrum von Romont mit Dr. Sophie Wolf
Organisation : Vitromusée und Vitrocentre Romont info@vitromusee.ch, vitromusee.ch
11. Architekturgeschichte(n) rund um den Dorfplatz
Führung mit Gaëtan Favre, Leiter des Sensler Museums und Archivar der Pfarrei St. Martin, rund um den Dorfplatz Tafers mit seinen historischen Gebäuden und spannenden Geschichten. Wir nehmen Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit und tauchen an verschiedenen Stationen durch anschauliche Geschichten zu den Gebäuden in diese ein. Erfahren Sie, was es mit dem kunstvoll gemalten Hühnerwunder an der Jakobskapelle auf sich hat, weshalb Tafers ein vermeintliches Bahnhofsbuffet ohne Bahnanschluss hat, woher der Dorfbrunnen ursprünglich stammt, warum Tafers unter Protest zum Hauptort des Sensebezirks wurde und vieles mehr. Auf dieser Tour lernen Sie spannende Details über die Geschichte des Dorfes und seiner Gebäude kennen und erleben Tafers aus einer neuen Perspektive. Diese historische Entdeckungsreise bringt Sie näher an die Geschichten, die den Dorfplatz und die Umgebung prägen und zeigt, wie die Vergangenheit bis heute lebendig bleibt.
Wann : Samstag, 13.9. und Sonntag, 14.9 14.30 Uhr (Dauer 45 Min.)
Wo : Sensler Museum Musée Singinois, Kirchweg 2, 1712 Tafers
Anfahrt : 1 Min. Fussweg von Bahnhof
Was : Führungen durch Fachleute des Sensler Museums - Besammlung beim Dorfbrunnen vor dem Sensler Museum
Informationen :
- Die Führung ist kostenlos
- Interessierte erhalten nach der Führung im Sensler Museum ein Exemplar des Schweizerischen Kunstführers zur Pfarrkirche St. Martin und ihrer Kapellen
Organisation : Sensler Museum sekretariat@senslermuseum.ch, +41 79 487 57 75, senslermuseum.ch
12. Von der mittelalterlichen Mühle zur kulturellen Institution
Die ehemalige Stadtmühle wurde erstmals 1393 erwähnt und ist seit 1975 umfassend renoviert worden. Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums des Denkmalschutzjahres werden die Führungen die Umwandlung der Mühle in ein Regionalmuseum hervorheben.
Wann : Samstag, 13.9. und Sonntag, 14.9., 10–17 Uhr
Wo : Museum Murten, Ryf 4, 3280 Murten
Anfahrt : 10 Min. Fussweg vom Bahnhof ; begrenzte Parkmöglichkeiten in der Stadt
Was : Zweisprachige Führungen von Mitarbeitenden des Museums und zusätzliche Informationstafeln
Informationen :
- Detailliertes Programm auf museummurten.ch ab 31.8.
Organisation : Museum Murten kontakt@museummurten.ch, museummurten.ch
13. Auf den Spuren der Hugenotten
Zur Zeit der Hugenottenkriege und vor allem nach der Aufhebung des Toleranzedits von Nantes durch Ludwig XIV. verliessen Tausende Protestanten ihre Heimat in Frankreich und Savoyen. Rund 60'000 flohen in die evangelische Eidgenossenschaft, wo sie über kürzere oder längere Zeit Hilfe bekamen, bevor sie Richtung Deutschland weiterzogen. Einige liessen sich sogar dauerhaft nieder, auch in Murten. Wer waren sie? Wo wohnten sie? Welche Spuren haben sie hinterlassen? Auf einem Rundgang durch die Altstadt erfahren Sie es.
Wann : Samstag, 13.9., 16 Uhr und Sonntag, 14.9., 10.30 Uhr (Dauer 1 Std. 30 Min.)
Wo : Schloss Murten, Schlossgasse 1, Innenhof Schloss, 3280 Murten
Anfahrt : Mit dem Zug (SBB), vom Bahnhof aus 10 Min. zu Fuss ; begrenztes Parkplatzangebot
Was : Durchführung von Dr. Margrit Wick-Werder, Historikerin, und Andreas von Känel, Stadtführer Murten
Informationen :
- Treffpunkt : Schloss Murten
Organisation : Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser Bern-Trois-Lacs info@via-huguenots.ch, via-huguenots.ch
Anmeldung : conrad.widmer@bluewin.ch, bis zum 11. September
14. Von der römischen Villa zum Römermuseum
Anlässlich der Europäischen Tage des Denkmals 2025 und des 50-jährigen Jubiläums des Denkmalschutzjahres lädt das Römermuseum Vallon die Besucherinnen und Besucher ein, die Geschichte des Ortes zu entdecken, an dem es vor 25 Jahren zur Inwertsetzung zweier aussergewöhnlicher römischer Mosaike errichtet wurde. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Architektur des weitläufigen Landsitzes aus der Römerzeit gelegt, auf seine Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte und auf die Kontinuität des Grundrisses, der in der modernen Struktur dieses archäologischen Museums vor Ort übernommen wurde.
Wann : Samstag, 13.9. und Sonntag, 14.9., 13-17 Uhr (freie Besichtigung) ; Samstag, 13.9. und Sonntag, 14.9. um 13.30 und 15.30 Uhr (Führungen, Dauer 1 Std.)
Wo : Römermuseum Vallon, Carignan 6, 1565 Vallon
Anfahrt : TPF, Haltestelle "Vallon, Musée romain" ; Parkplätze vorhanden
Was : Führungen durch Fachleute ; freie Besichtigung
Organisation : Römermuseum Vallon contact@museevallon.ch, +41 26 667 97 97, museevallon.ch
ETD 2024 - Thema
«Vernetzt» lautet das Thema der 31. Europäischen Tage des Denkmals in der Schweiz. Die Denkmaltage laden zu exklusiven Entdeckungsreisen an historische Orte ein. Am 7. und 8. September 2024 zeigen rund 400 Veranstaltungen, wie sichtbare und unsichtbare Vernetzungen unser kulturelles Erbe prägen.
Die Europäischen Tage des Denkmals vom 7. und 8. September 2024 stehen unter dem Motto «Vernetzt». Die Denkmaltage sind eine Initiative des Europarates, der sich die Schweiz vor mehr als dreissig Jahren angeschlossen hat. Fachstellen, Verbände und Private, die sich für das Kulturerbe einsetzen, laden an rund 400 kostenlose Führungen, Ausstellungen oder Workshops ein.
Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die vielfältigen Einflüsse anderer Zeiten und Orte auf unser gebautes und immaterielles Kulturerbe zu entdecken. Seit Jahrtausenden tauschen Menschen Güter miteinander aus und geben Wissen weiter – sei es bei der Herstellung von Bronze oder beim Transport von Wein, Seide oder Leinen über Brücken und Pässe im 17. Jahrhundert. Später nutzten Schmuggler dieselben Wege, um Zigaretten oder Kaffee über die Berge zu bringen. An den Denkmaltagen folgen die Besucherinnen und Besucher sichtbaren und unsichtbaren Netzwerken, die entlang alter Pfade zu historischen Bauwerken und Infrastrukturen führen. Sie lassen sich dabei von der Frage leiten, wie wir das Kulturerbe in einer zunehmend vernetzten Welt für die Zukunft bewahren und gestalten können.
Hier finden Sie das Programm der Westschweizer Kantone.
Das vollständige Schweizer Veranstaltungsprogramm finden Sie unter folgender Adresse: ETD 2024
ETD 2024 - Programm
1. Eine Zeitreise von Bulle nach Montbovon
In Montbovon, im südlichen Teil des Netzes der Freiburgischen Verkehrsbetriebe, steht eine Eisenbahn-Remise aus dem Jahr 1903. Als geschütztes Gebäude wurde die Remise 2019 unter der Aufsicht des Amtes für Kulturgüter des Staates Freiburg von Châtel-Saint-Denis nach Montbovon verlegt. Sie beherbergt derzeit die Sammlung von GFM Historique, einem 2012 gegründeten gemeinnützigen Verein mit dem Ziel, die historischen Schmalspurfahrzeuge der TPF (früher GFM) zu erhalten und sie durch Sonderfahrten erlebbar zu machen. In der Remise sind elf Fahrzeuge stationiert.
Anlässlich der Europäischen Tage des Denkmals laden Sie GFM Historique und die TPF zu einer Entdeckungsreise an diesen zeitlosen Ort ein. Eine Fahrt ab Bulle an Bord des Retrozug-Triebwagens aus dem Jahr 1922 wird den Besuch der Sammlung noch unvergesslicher machen.
Wann: Samstag, 7., und Sonntag, 8., um 8.20, 12.55 und 16.13 Uhr (Rückfahrt ab Montbovon um 11.24, 15.23 und 18.57 Uhr) (geänderter Zeitplan)
Wo: Abfahrt ab Bahnhof Bulle
Was: Fahrt an Bord eines historischen Zuges und Führung durch die Sammlung historischer Fahrzeuge von GFM Historique, in Zusammenarbeit mit den TPF
Informationen:
- Zugang zur Remise in Montbovon nur über die Fahrt mit dem historischen Zug
- Anmeldung erforderlich (maximal 48 Personen pro Fahrt)
Organisation: Verein GFM Historique und TPF
Anmeldungen: Reservierung über www.decouvrir-le-patrimoine.ch (ab dem 26. August)
2.Eine (Ab-)Wasserballastbahn: Einblick in ihre Mechanik
Die Standseilbahn der Stadt Freiburg feiert 2024 ihr 125-jähriges Bestehen. Seit 1899 verbindet ihre gut geölte Mechanik die Unterstadt mit der Oberstadt in gerade einmal zwei Minuten. Seit 1998 gehört sie zum nationalen Kulturerbe. Sie ist eine der letzten sieben Standseilbahnen in Europa, die mit Wasserballast angetrieben wird und wahrscheinlich die einzige Standseilbahn der Welt, bei der als Ballast Abwasser verwendet wird, was sie zu einer Vorreiterin im Bereich der erneuerbaren Energien macht. Als Zeuge der Industrialisierung war sie lange Zeit mit dem Schicksal der Brauerei Cardinal verbunden, die sie bis 1965 betrieb. Heute sind es die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF), die zu diesem rollenden Museumsobjekt Sorge tragen.
Entdecken Sie diese zeitlose Maschine (neu)!
Exklusiv an den ETD: Führung durch die unterirdische Infrastruktur, nur auf Anmeldung.
Wann: Samstag, 7., und Sonntag, 8., von 10 bis 17 Uhr
Wo: Freiburg, obere Station der Standseilbahn
Was: Informationstafeln und Ausstellung; Führungen hinter die Kulissen (ausserhalb der Betriebszeiten)
Informationen:
- Kostenlose Hin- und Rückfahrt mit der Standseilbahn für Besucherinnen und Besucher der ETD
- Führungen mit Aloys Lauper (auf Französich) am Sonntag zu jeder Stunde (10Uhr, 11Uhr, 14Uhr, 15Uhr, 16Uhr)
- Obligatorische Anmeldung für die Besichtigung der Infrastruktur (maximal 5 Personen pro Führung, Mindestalter 12 Jahre, gutes Schuhwerk und gute körperliche Verfassung, Dauer 30 Min.): Samstag, 7., um 6.00, 6.30, 19.00, 19.30, 20.00 und 20.30 Uhr; Sonntag, 8., um 7.00, 7.30, 8.00 und 8.30 Uhr
Organisation: TPF
Anmeldungen: Reservierung über www.kulturerbe-entdecken.ch/ (ab dem 26. August) (vollständig)
3. An Bord von historischen Fahrzeugen durch die Stadt
Die Anfänge des öffentlichen Verkehrsnetzes der Stadt Freiburg gehen auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück. 1897 nimmt eine Strassenbahn, die bis zu sechs Linien umfasste, ihren Betrieb auf. In den 1950er-Jahren wurde sie durch Trolleybusse ersetzt, die ihrerseits Ende der 1970er-Jahre durch Busse abgelöst wurden. Anlässlich der Europäischen Tage des Denkmals laden Sie der Club du Tramway de Fribourg (CTF) und die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) ein, an Bord von drei historischen Fahrzeugen die Geräusche und den Komfort verschiedener Epochen zu erleben.
Wann: Samstag, 7., und Sonntag, 8., von 10 bis 16 Uhr
Wo: Freiburg, Haltestelle Georges-Python-Platz
Was: Fahrt in einem historischen Fahrzeug durch die Strassen der Stadt Freiburg
Informationen:
- Abfahrt alle 20 Minuten
4. Der ehemalige Freimaurertempel vom Pertuis
Im Herzen des katholischen Freiburgs treffen sich die Freimaurer der Loge «La Régénérée» ab 1877 in einem in den Felsen gehauenen Tempel abseits neugieriger Blicke. Nach acht Jahren wird der Raum in eine Kapelle umfunktioniert und empfängt eine Gemeinschaft von Franziskanerinnen nach ihrer Rückkehr von der Mission. Die freimaurerischen Symbole werden in christliche Zeichen umgestaltet. Nach ihrer Entweihung wird die Grotte 1987 zu einem Kulturraum umgenutzt. Entdecken Sie in Begleitung eines Spezialisten die turbulente Geschichte dieses faszinierenden Ortes.
Wann: Samstag, 7., und Sonntag, 8., von 10 bis 17 Uhr
Wo: Freiburg, Espace Pertuis, Alte Brunnengasse 36
Was: Freie Besichtigung mit zweisprachigen Informationstafeln (F/D) und Führungen mit Erläuterungen (F) von Jean Guiot, Erzähler
Informationen:
- Führungen am Samstag und Sonntag, um 10.00, 13.30 und 15.30 Uhr .
- Weitere Informationen auf www.pertuis.ch
Organisation: Amt für Kulturgüter des Staates Freiburg und Eigentümergemeinschaft des Pertuis (Espace Pertuis)
5. Künstler- und Pilgernetzwerke
Das Franziskanerkloster beherbergt Zeugnisse unterschiedlicher Künstlernetzwerke, die zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert in der Schweiz entstanden. Die Wände des Kreuzgangs sind mit Wandmalereien (1440) von Peter Maggenberg geschmückt, einem bedeutenden Freiburger Künstler der Spätgotik, der auch Aufträge für die Kathedrale von Lausanne, die Kapelle von Raron und die Kirche von Valère in Sitten erhielt. Das Retabel des Hochaltars (1480) im Chorraum ist zudem das älteste und bemerkenswerteste Werk der «Nelkenmeister». Diese Gruppe anonymer Maler, die zwischen 1480 und 1510 in Solothurn, Zürich und Bern tätig waren, bildete sich um Künstler mit gemeinsamen Traditionen heraus, die jedoch von unterschiedlichen stilistischen Strömungen beeinflusst wurden. Im Kirchenschiff zeugt die Kapelle der Einsiedler (1694) von einer anderen Art von Netzwerk, nämlich dem der Pilgerfahrten. Diese Nachbildung des Heiligtums der Einsiedler Muttergottes wurde 1700 von bis zu 260 000 Pilgern besucht.
Wann: Samstag, 7., von 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 17 Uhr, Sonntag, 8., von 10 bis 17 Uhr
Wo: Fribourg, Kirche und Kreuzgang des Franziskanerklosters, Murtengasse 4
Was: Freie Besichtigung mit Informationstafeln und zweisprachige Führungen (F/D)
Informationen:
- Führungen mit Fachspezialistinnen und Fachspezialisten zu jeder Stunde am Nachmittag
- Maggenberg vernetzt: Siehe Veranstaltung Nr. 13 des Kantons Wallis (www.kulturerbe-entdecken.ch)
Organisation: Amt für Kulturgüter des Staates Freiburg, in Zusammenarbeit mit der Dienststelle für Immobilien und Bauliches Erbe des Kantons Wallis
6. Der Jakobsweg im Sensebezirk
Wandern Sie in Begleitung von erfahrenen Wanderführern entlang der Sensler Etappe des Jakobswegs. Inmitten von wunderschönen, von zahlreichen Kirchen, Kapellen, Oratorien und Kreuzen gesäumten Landschaften werden Sie Schritt für Schritt die alte «Fryburgstrass» entdecken, die von Schwarzenburg über Heitenried, Sankt Antoni, Tafers und Übewil bis nach Freiburg führt. In der Sense-Schlucht zeugen in den Sandstein gehauene Wege und von Gespannen gezeichnete Furchen von der alten Geschichte dieses Verkehrsweges.
Wann: Samstag, 7., und Sonntag, 8., um 9.15 Uhr (Dauer ca. 8 Std.)
Wo: Ausgangspunkt ist der Bahnhofsplatz in Schwarzenburg.
Züge ab Freiburg, Abfahrt um 8.04 Uhr, umsteigen in Bern, Abfahrt um 8.36 Uhr, Ankunft um 9.11 Uhr in Schwarzenburg
Was: Geführte, zweisprachige Wanderung (F/D, 20 km) unter der Leitung von Jean-Pierre Anderegg, Stanislas Rück und Olivier Cajeux
Informationen:
- Gute körperliche Verfassung empfohlen
- Möglichkeit, sich der Wanderung auf halber Strecke um 13 Uhr in St. Antoni anzuschliessen
- Veranstaltung findet bei schlechtem Wetter nicht statt
- Picknick mitbringen
- Das detaillierte Programm der Wanderung steht ab dem 26. August auf dieser Seite zur Verfügung
Detaillierter Zeitplan:
- 09.15 Uhr: Start vor dem Bahnhof in Schwarzenburg
- 10.30 Uhr: Ankunft in Heitenried
- 11.00 Uhr: Start von Heitenried
- 12.15 Uhr: Ankunft in St. Antoni (Mittagspause ; Picknick auf dem Platz neben der Kirche, Bäckerei und Restaurant offen)
- 13.00 Uhr: Start von St. Antoni
- 14.00 Uhr: Ankunft in Tafers (Besichtigung der Kapelle mit Charles Folly)
- 14.30 Uhr: Start von Tafers
- 15.30 Uhr: Ankunft in Uebewil (Besichtigung der Kapelle)
- 16.00 Uhr: Start von Uebewil
- 16.45 Uhr: Ankunft an der Kathedrale
Organisation: Amt für Kulturgüter des Staates Freiburg, in Zusammenarbeit mit den Freunden des Jakobsweges Schweiz
7. Eine imaginäre Schweiz im Massstab 1:87
Entdecken Sie eine über 600 m2 grosse Modellanlage, in der die Eisenbahn im Mittelpunkt der menschlichen Begegnungen steht und durch verschiedene Landschaften und Orte fährt. Schauplatz des Geschehens ist ein Herbstfreitag in den 1990er-Jahren um 11 Uhr, irgendwo in der Deutschschweiz und in Graubünden. In dieser märchenhaften Kulisse verkehrt eine beeindruckende Anzahl von Zügen. 6 500 Figuren vermitteln den Eindruck, sich auf einer Reise durch Stadt und Land zu begeben.
Der Besuch beginnt mit einem Film, der den minutiösen Aufbau dieses Schienennetzes nachzeichnet. Jede halbe Stunde bricht für sechs Minuten die Nacht über das Modell herein. Die Details verschwinden und weichen neuen Farbtönen, Schatten und winzigen Lichtern, die andere Orte zum Vorschein bringen und neue Geschichten erzählen. Plötzlich tauchen die Züge auf, subtil beleuchtet und von atemberaubender Lebendigkeit.
Wann: Sonntag, 8., von 10 bis 17 Uhr
Wo: Granges-Paccot, Impasse des Écureuils 9
- TPF-Linien 9, 10, Haltestelle Granges-Paccot, Route du Coteau, dann 5 Min. zu Fuss
- Kostenlose Parkplätze (unterirdisch und im Freien)
Was: Besichtigung eines grossen Modelleisenbahnnetzes
Informationen:
- Es besteht die Möglichkeit, den Besuch mit einem Film zu beginnen, der ab 10 Uhr alle 30 Minuten gezeigt wird (40 Plätze pro Vorstellung)
- Weitere Informationen (F/D) auf www.kaeserberg.ch oder unter +41 26 467 70 40
Organisation: Modelleisenbahn Kaeserberg
8. Geschichte und Zukunft der alten Trême-Brücke
Welche Zukunft hat die alte Trême-Brücke zwischen Bulle und La Tour-de-Trême, deren Erneuerung geplant ist? Wer erahnt schon, dass unter ihrem Belag aus dem Jahr 1957 eine 1774 erbaute Brücke fortbesteht, die eng mit der wenig bekannten Geschichte der Verkehrswege zwischen Bulle, Broc/Charmey und Gruyères/Le Pays-d'Enhaut verbunden ist? Eine Geschichte geprägt von der reissenden Trême, die erst im 20. Jahrhundert gebändigt werden konnte. Wer erinnert sich noch daran, dass man bis 1856 entlang des linken Ufers der Trême und dann durch Bouleyres nach Broc gelangte?
Wann: Sonntag, 8., um 10 und 14 Uhr (Dauer ca. 1 Std. 30 Min.)
Wo: Bulle, Rue du Vieux-Pont, bei der Brücke
- TPF-Bahnhof Bulle und Mobul-Bus 201, Haltestelle La Tour-de-Trême, St-Michel
- Parkplätze in der Nähe
Was: Besichtigung und kommentierter Spaziergang mit Denis Buchs, Historiker, entlang einer einfachen, 30-minütigen Route.
Informationen:
- Findet bei Regen nicht statt
Organisation: Patrimoine Gruyère-Veveyse, in Zusammenarbeit mit dem Musée gruérien
9. Eine Holzbrücke mit einer Stützweite von 70 m!
Wie überwand man die furchterregende Javroz-Schlucht vor dem Bau der heutigen Betonbrücke, die das Tal in 60 m Höhe überquert? Entdecken Sie frühere Bauwerke anhand der erhaltenen Elemente und Archivdokumente: einen einfachen Bohlensteg, eine überdachte Holzbrücke aus dem Jahr 1854 (die Holzbrücke mit der längsten bekannten Stützweite) und ein kühnes Metallbauwerk aus dem Jahr 1880, der Star dieser bunten Sammlung.
Die Führung thematisiert die Geschichte der ersten befahrbaren Alpenstrasse im Greyerzerland und ihrer beiden verschwundenen Meisterwerke der Ingenieurskunst.
Wann: Samstag, 7., um 10 und 14 Uhr (Dauer ca. 2 Std.)
Wo: Charmey, Sport- und Freizeitzentrum
- TPF-Bus, Haltestelle Corbettaz
- Parkplätze in der Nähe
Was: Kommentierte Führung mit Pierre-Philippe Bugnard, Historiker
Informationen:
- Findet bei Regen nicht statt
- Der Rundgang führt auf einer 2 km langen Schleife an den imposanten Überresten zweier legendärer Brücken vorbei.
- Kleidung je nach Wetterlage
- Der kurze, steile Anstieg kann von Personen, die es wünschen, umgangen werden.
Organisation: Patrimoine Gruyère-Veveyse, in Zusammenarbeit mit dem Musée gruérien
10. Gallo-römische Netzwerke in Marsens-Riaz
Die gallo-römische Siedlung von Marsens-Riaz wurde zwischen 1983 und 1986 ausgegraben. Ihre Gebäude säumten eine Strasse, die an einem dem Gott Mars geweihten Tempel vorbeiführte. Dieses wichtige Metallurgiezentrum im Greyerzerland der Römerzeit ist Gegenstand einer zusammenfassenden Publikation, die anlässlich dieser Veranstaltung vorgestellt wird. Eine an die breite Öffentlichkeit gerichtete, illustrierte Broschüre wird kostenlos verteilt.
Wann: Samstag, 7., von 10 bis 17 Uhr
Wo: Gallo-römischer Tempel von Tronche-Bélon
- Bus: ab Bulle, Linie 336 oder 471, Haltestelle Riaz, CO, dann zu Fuss (800 m)
- Auto: der Beschilderung zum Parkplatz folgen
Was: Vorstellung der antiken Stätte, Führungen und Animationen für Familien
Informationen:
- Vernissage der wissenschaftlichen Monografie und der Broschüre für ein breiteres Publikum, um 11 Uhr.
- Vollständiges Programm unter https://www.fr.ch/de/bkad/aafr
Organisation: Amt für Archäologie des Staates Freiburg (AAFR)
11. Beziehungen und Austausch zwischen Vallon und Rom
Das Römermuseum in Vallon lädt Sie ein, die Beziehungen und den Austausch zwischen dem weitläufigen Landsitz und der römischen Kultur zu entdecken. Die beiden einzigartigen Mosaike zum Beispiel sind sinnbildlich für die Akkulturation an den römischen Lebensstil, sowohl in ihrer Form als architektonische Ornamentik als auch in der Auswahl der dargestellten Themen. Die Statuetten des reichen Larariums (Hausaltar) belegen auch verschiedene religiöse Praktiken. Mehr als 100 Objekte geben Einblick in die Handelsbeziehungen, die Technologie und die Kunst der damaligen Zeit.
Wann: Samstag, 7., und Sonntag, 8., von 13 bis 17 Uhr
Wo: Römermuseum Vallon, Carignan 6
Was: Führungen mit Fachspezialistinnen und Fachspezialisten um 13.00, 14.30 und 16.00 Uhr (Dauer ca. 1 Std.)
Informationen:
- Für weitere Informationen: contact@museevallon.ch oder +41 26 667 97 97
Organisation: Römermuseum Vallon
12. Ort und Symbol der Macht
Das Schloss Murten, das bereits Mitte des 13. Jahrhunderts erwähnt wird, wurde hauptsächlich im Spätmittelalter als Teil der befestigten Stadt erbaut. Seitdem hat es immer wieder Einwohner, Künstler und Durchreisende fasziniert, was sich in den zahlreichen Archivdokumenten widerspiegelt. Auf der Grundlage von visuellen und schriftlichen Quellen werden die Führungen die vielen Facetten dieses imposanten architektonischen Bauwerks ins Licht rücken: Symbol der Macht, Ort der Verwaltung, historisches Denkmal und malerisches Motiv.
Wann: Samstag, 7., und Sonntag, 8., von 10 bis 17 Uhr
Wo: Schloss Murten, Schlossgasse 1
Was: Zweisprachige (F/D) Führungen durch Mitarbeitende des Museums und Informationstafeln
Informationen:
- Detailliertes Programm ab dem 26. August auf www.museummurten.ch
Organisation: Museum Murten und Oberamt des Seebezirks
13. Vom barocken Anwesen zum Sitz der Uhrenindustrie
Das Schloss Muntelier mit seinen Ecktürmen und der Prunkfassade zur Seeseite verdankt sein Aussehen dem Auftraggeber Julius Hieronymus von Ernst (1656-1725). Aus der Zeit des Ancien Régime stammen auch die qualitätsvollen Innenräume, die das Schloss zu einem der eleganten Herrschaftshäuser an den Ufern des Murtensees machen. Im Jahr 1875 geht es in den Besitz der Familie Dinichert über. Ihre Biografie lässt uns in die Geschichte der Freiburger Uhrenindustrie und der Schweizer Diplomatie eintauchen.
Wann: Samstag, 7., und Sonntag, 8., von 10 bis 17 Uhr
Wo: Muntelier, Hauptstrasse 44
Was: Zweisprachige Einführung (F/D) durch Mitarbeitende des Museums, danach freie Besichtigung mit Informationstafeln
Informationen:
- Detailliertes Programm ab dem 26. August aufr www.museummurten.ch
Organisation: LACabane Muntelier und Museum Murten
14. Stellwerk und Passerelle in Kerzers
Kerzers bestand bereits zur Römerzeit und war ein wichtiger Knotenpunkt, über den die verschiedensten Waren transportiert wurden. Das Städtchen ist bekannt für seine Kanäle, das grosse Moos, das Label «BioSuisse» und vor allem auch für seine Eisenbahn. Die Restaurierung von noch immer genutzter Infrastruktur wie der Stahlpasserelle und dem 1948 elektrifizierten mechanischen Stellwerk aus dem Jahr 1901 waren eine echte Herausforderung. Kommen Sie vorbei und legen Sie selbst Hand an!
Wann: Samstag, 7., und Sonntag, 8., von 10 bis 17 Uhr
Wo: Bahnhof Kerzers, beim Eingang des Stellwerks
Was: Zu jeder vollen Stunde Besichtigung des Stellwerks und der Passerelle
Organisation: Verein Passerelle Kerzers / Verein Stellwerk Kerzers
15. Geschäftliche und künstlerische Netzwerke
Das Vitromusée Romont nimmt Sie auf zwei faszinierende Reisen mit. Die eine zeichnet die Geschichte eines künstlerischen Transfers nach, der im Seeverkehr zwischen dem Hafen von Kanton (China) und Europa seinen Ursprung fand; die andere erzählt von den Handelsverbindungen und religiösen Netzwerken zwischen dem Maghreb und Senegal. Die erste Führung befasst sich mit der Produktion chinesischer Hinterglasmalerei, die am Hof des Kaisers Qianlong (1711-1799) dank der Präsenz von Jesuiten begann. Die zweite ist der temporären Ausstellung gewidmet, die senegalesische Hinterglasmalereien und die Verbreitung dieser Technik durch arabische und berberische Händler, senegalesische Pilger und muslimische Gelehrte thematisiert. Im Laufe der Jahrzehnte wurden dabei religiöse Themen durch eine identitätsstiftende Ausdrucksform abgelöst, die sich durch weltliche Themen aus dem Alltag der Senegalesen auszeichnet und das kulturelle Erbe des Landes geprägt hat.
Wann: Sonntag, 8., von 11 bis 17 Uhr (Dauer 45 Min.)
Wo: Romont, Vitromusée, Rue du Château 108b
Was: Führungen und Atelier
Informationen:
- Chinesische Hinterglasmalerei mit der Konservatorin Elisa Ambrosio (11.00 bis 11.45 Uhr)
- Das Souwèr aus dem Senegal mit der Sammlerin Marianne Berna (14.00 bis 14.45 Uhr)
- Hinterglasmalerei-Atelier mit Rodica Costianu, (15 bis 17 Uhr)
Organisation: Vitromusée Romont
EDT 2024 – Westschweizer Editorial
Die Europäischen Tage des Denkmals (ETD) 2024 stehen im Zeichen eines ebenso facettenreichen wie vieldeutigen Mottos: «Vernetzt». Netzwerke können im engeren Sinn verstanden werden, d.h. als Durchgangs- und Kommunikationswege. Doch Menschen sind auch durch ihre Mobilität miteinander vernetzt und tauschen sich über neue Materialien, handwerkliches Können, wissenschaftliche Erkenntnisse und Weltanschauungen aus. Nicht zu vergessen sind auch künstlerische und Technologietransfers zwischen nahen und fernen Regionen sowie zwischen alten und zeitgenössischen Kulturen. Diese weitreichende Vernetzung hat unser Kulturerbe nachhaltig bereichert und tut dies auch weiterhin.
Auch wenn unser kulturelles Umfeld unsere Identität prägt, ist es in erster Linie das Ergebnis der Übernahme von Formen und Modellen. Um diesen Prozess nachvollziehen zu können, gilt es zu verstehen, wie sich Bauweisen und Dekorationsstile verbreiten. So griffen beispielsweise der Historismus und der Eklektizismus im 19. Jahrhundert auf ein breites künstlerisches Repertoire zurück und knüpften so an die Vergangenheit an, während sie gleichzeitig visuelle Kulturen aus anderen Kontinenten aufgriffen.
Es liegt auf der Hand, dass dieser Austausch über das Herumkommen von Menschen und Wissen erfolgte, das durch ein ausgedehntes Netz von Verkehrswegen begünstigt wurde. Die Wege, die unser Land geprägt haben, zeugen vom Erfindergeist unserer Vorfahren, die sich an die zerklüftete Topografie anzupassen wussten und zahlreiche Brücken und Tunnel schufen. Überdies sind diese Wege, die im Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) verzeichnet sind, häufig auch Zeugnisse wichtiger Ereignisse wie religiöser Pilgerfahrten oder des Exodus der Hugenotten.
Schliesslich hat sich die Entwicklung von Elektrizitäts- und Wasserkraftnetzwerken im letzten Jahrhundert tiefgreifend auf die Art und Weise ausgewirkt, wie wir unsere Wohn-, Arbeits- und Freizeiträume konzipieren. Hinzu kamen weitreichende Neuerungen im Bereich der Mobilität wie die Eisenbahn oder der Einsatz von Trams und Bussen. Diese nutzen wir auch heute noch, sodass sie dank der Zusammenarbeit mit mehreren öffentlichen Verkehrsbetrieben in den Mittelpunkt der ETD 2024 gestellt werden.
Die Erhaltung all dieser Netzwerke gehört zu den zentralen Anliegen der kantonalen Denkmalschutzbehörden. Sie hängt einerseits von der Bewahrung der historischen Substanz ab, andererseits aber auch von einer Abstimmung mit dem Ortsbildschutz und der Anpassung an die zeitgenössischen Herausforderungen im Bauwesen und in der Raumplanung.
Diese Vielfalt findet sich im Westschweizer Programm der 31. Europäischen Tage des Denkmals wieder. Wir freuen deshalb uns ganz besonders auf Ihren Besuch und auf einen spannenden Austausch am Wochenende des 7. und 8. September 2024.
Die Konservatorinnen und Konservatoren der Kulturgüter der Westschweizer Kantone
ETD - Rückschau
Die Veranstaltung fand 1984 zum ersten Mal in Frankreich unter dem Titel «Journées Portes ouvertes, Monuments historiques» statt und wird seit 1986 ebenfalls in den Beneluxländern durchgeführt. Seit 1991 wird der Denkmaltag vom Europarat unterstützt. Seit etwa zehn Jahren besuchen fast 20 Millionen Personen jeweils im September rund 32 000 Bauwerke in 47 Ländern. Im Kanton Freiburg nehmen jährlich etwa 2000 Interessierte an diesem Anlass teil.
| Jahr | Schweizer Thema |
|---|---|
| 2023 | Reparieren und Wiederverwenden |
| 2022 | Freizeit |
| 2021 | Gewusst wie |
| 2020 | Weiterbauen |
| 2019 | Farben |
| 2018 | Ohne Grenzen |
| 2017 | Macht und Pracht |
| 2016 | Oasen |
| 2015 | Austausch – Einfluss |
| 2014 | Zu Tisch |
| 2013 | Feuer Licht Energie |
| 2012 | Stein und Beton |
| 2011 | Im Untergrund |
| 2010 | Am Lebensweg |
| 2009 | Am Wasser |
| 2008 | Ein Tag zum Geniessen |
| 2007 | Das Holz |
| 2006 | Gartenräume – Gartenträume |
| 2005 | Vorher : nachher – pflegen, umnutzen, weiterbauen im historischen Kontext |
| 2004 | Nächster Halt: Denkmaltag – Verkehrswege, Verkehrsbauten und Verkehrsmittel |
| 2003 | Schätze aus Glas |
| 2002 | Mit Hammer, Laser und Skalpell – Handwerk und Hightech am Denkmal |
| 2001 | Wohnen im Baudenkmal |
| 2000 | Ein Denkmal steht nie allein. Häuser, Strassen und Plätze im Dialog |
| 1999 | Volle Kraft voraus! Verkehr und Energie vom Mittelalter bis heute |
| 1998 |
Bürger, Bürgerinnen und ihr Staat: Bauten des Bundes, der Kantone und ihrer Repräsentanten |
| 1997 |
Wie Geistliche leben: Bischofsresidenzen, Klosteranlagen, Pfarrhäuser, Synagogen und Kollegien |
| 1996 | Häuser und Gärten in der Stadt und auf dem Lande Anzeige |
| 1995 | Schlösser, Burgen und historische Landsitze |