Im Juni 2025 lancierte der Kanton Freiburg einen Ideenwettbewerb für Kunst am Bau für die Grünanlage des künftigen Naturhistorischen Museums. Von den 37 Vorschlägen, die im September 2025 in der ersten Runde eingereicht wurden, wählte die Jury sechs Projekte aus. Diese wurden von den Künstlerinnen und Künstler weiterentwickelt und in der zweiten Runde im Februar 2026 vorgestellt. Die Jury hob die hervorragende Qualität dieser Projekte hervor, die sie anhand der festgelegten Kriterien miteinander verglichen und bewertet hat. Schliesslich entschied die Jury einstimmig, das Projekt «Souffle» der Schweizer Künstlerin Vanessa Billy zu empfehlen. Die Jury war von diesem Projekt begeistert, das sowohl in ästhetischer als auch in didaktischer und technischer Hinsicht überzeugt. Es ist spielerisch, faszinierend und wird ein breites Publikum ansprechen sowie die Museumsbesucherinnen und -besucher begeistern. Das Projekt wird ab 2027 in den Gärten des Museums realisiert. Die Einweihung der Gärten ist gemeinsam mit der Museumseröffnung für Ende 2028 geplant.
«Souffle» wurde direkt von dem im Museum aufbewahrten Exemplar eines präparierten Seiwals inspiriert. Die Skulptur hat die Form eines Walrückens in Originalgrösse, der aus dem Boden ragt: «Eine unauffällige, aber mächtige Wölbung, als ob das Meerestier an die Oberfläche kommt, um Luft zu holen», so Vanessa Billy. Auf der Oberseite dieser länglichen Form sind zwei Blaslöcher zu sehen, aus denen in regelmässigen Abständen eine nebelartige Wasserfontäne aufsteigt. Der Körper des Wals besteht aus einem umweltfreundlichen Terrazzo, einem mit wiederverwerteten Muschelschalen angereicherten Zements, dessen Oberfläche die gewundenen Formen der Weichtiere erkennen lässt. «Souffle» ruft uns in Erinnerung, dass die Grenzen zwischen Arten und Lebensräumen durchlässig sind. Die Skulptur wird zu einem Symbol für den Atem der Welt, und erinnert daran, dass jedes Lebewesen, ob sichtbar oder unsichtbar, Teil eines gemeinsamen Ganzen ist», betont die Künstlerin.