Repetitives und breites Testen der Abschlussklassen und des Personals an Mittelschulen

Mehr als 1500 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen an den Mittelschulen können sich im Monat Mai einmal wöchentlich testen lassen. Für das Personal der Mittelschulen werden diese Tests bis Ende Schuljahr durchgeführt. Die repetitiven Tests sollen helfen, asymptomatische Covid-Fälle frühzeitig zu erkennen, um so Ansteckungsketten zu unterbrechen und die Anordnung von Quarantänemassnahmen für Einzelpersonen oder Personengruppen zu vermeiden. Denn solche Massnahmen könnten die Vorbereitung und die Durchführung der Abschlussprüfungen beeinträchtigen.

Im Zuge der Teststrategie des Bundes zur Bekämpfung von Covid-19 hat der Kanton Freiburg seine Strategie erweitert und bietet seit dem 19. April 2009 die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen breit angelegte, repetitive Tests bei Personen ohne Symptome einzuführen.

Regelmässige präventive Testungen in den Schulen sind Teil dieser Strategie. Die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) hat über ihr Amt für Unterricht der Sekundarstufe 2 (S2) beschlossen, breite und repetitive Tests in den Abschlussklassen (4. Jahr gymnasiale Maturität, Fachmaturität Pädagogik, 3. Jahr Fachmittelschule, 3. Jahr Handelsmittelschule, Passerelle) sowie für das gesamte Personal der Mittelschulen durchzuführen. Insgesamt sind etwa 1515 Schülerinnen und Schüler in 71 Klassen an 5 Schulen sowie rund 650 Mitglieder des Lehr- und Verwaltungspersonals an diesem Projekt beteiligt.

Die präventiven Tests erfolgen in Form von PCR-Speicheltests (sogenannte Pooling-Methode). Sie werden für die Schülerinnen und Schüler im Mai einmal wöchentlich und für das Personal bis Ende Schuljahr durchgeführt und vom Labor des Freiburger Kompetenzzentrums SICHH untersucht. Die repetitiven Tests sollen helfen, asymptomatische Covid-Fälle frühzeitig zu erkennen und so Ansteckungsketten zu unterbrechen. Damit lässt sich die Anordnung von Quarantänemassnahmen für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen vermeiden, der Gesundheitsschutz wird erhöht und die Abschlussexamen können unter guten Bedingungen durchgeführt werden.

Das präventive Testen in den Abschlussklassen sowie beim Personal der Mittelschulen wird ausgewertet und die Erkenntnisse sollen in die Teststrategie der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) einfliessen. Bei Virusausbrüchen in den Primar-, Orientierungs- und Mittelschulen kann das Kantonsarztamt weiterhin breit angelegte Tests organisieren.

Für die Berufsbildung erarbeiten die Volkswirtschaftsdirektion (VWD) und die Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft (ILFD) ebenfalls ein Konzept für breit angelegte präventive Tests in den Abschlussklassen. Nähere Informationen dazu werden folgen.