Schaffung von Teilzeitstellen: wie vorgehen?

Die Einführung von Teilzeitarbeit verlangt (wie jede andere flexible Gestaltung der Arbeitszeit) Überlegungen bezüglich Unternehmens- und Teamkultur, Arbeitsorganisation, Aufgaben und Verantwortlichkeiten – hier finden Sie einige Leitgedanken und Instrumente.

Damit die Reduzierung der Arbeitszeit für eine bereits angestellte Person oder die Ausschreibung einer Teilzeitstelle (alternativ mit Option auf Teilzeitarbeit) für alle Parteien zufriedenstellend ausfällt, muss die Umsetzung gut überlegt und vorbereitet sein. 

Nützliche Überlegungen und Managementpraktiken

  • Die Haltung des Unternehmens/der Organisation und des Teams gegenüber Teilzeitarbeit berücksichtigen und Ihren Wunsch sowie die Vorteile einer Einführung von Teilzeitarbeit klar kommunizieren
  • Entwicklungswünsche und Karriereziele bei Evaluationsgesprächen bzw. regelmässig diskutieren (für sämtliche Stellen und Arbeitspensen) 
  • Stellen, Aufgaben und Bedürfnisse innerhalb des Teams/der Abteilung regelmässig analysieren und überprüfen, um Veränderungsmöglichkeiten bei der Verteilung der Aufgaben, Verantwortlichkeiten oder Arbeitspensen zu ermitteln
  • Teilzeitarbeitenden gleiche Aufmerksamkeit und Entwicklungsmöglichkeiten bieten (Aufgaben, Projekte, Weiterbildung)
  • Führungspositionen in Teilzeit oder als Jobsharing anbieten
  • Darauf achten, dass alle interessierte Personen Zugang zu Teilzeitarbeit haben - sowohl Männer als auch Frauen; 
  • Aufgaben und Ziele entsprechend dem Teilzeitpensum anpassen
  • Informationsaustausch und Integration ins Team gewährleisten
  • Sitzungen und Veranstaltungen unter Berücksichtigung der Präsenzzeiten aller Personen organisieren
  • Ein Stellvertretungssystem einrichten
     

Potenzial für Teilzeitarbeit beurteilen

Um das Potenzial für Teilzeitarbeit einer Stelle zu evaluieren, können Sie folgendes Instrument nutzen: 
Toolbox Teilzeit (erarbeitet und zur Verfügung gestellt von der Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern des Kantons Bern)
 
Jobsharing kann ebenfalls eine interessante Option sein, allen voran für Führungspositionen.