Nach dem Windmessmast von Billens-Hennens ist auch derjenige, der im Mai 2025 in der Gemeinde Surpierre für ein Jahr aufgestellt wurde, am 19. Mai 2026 abgebaut worden. Das dafür genutzte Grundstück wurde wieder der Landwirtschaft zugeführt.
Zur Wahrung der Transparenz wurden die gemessenen Daten täglich auf der Website https://www.freiburg-wind.ch veröffentlicht und aktualisiert. Die Meteotest AG hat anschliessend die Daten einer detaillierten Analyse unterzogen und ein Gutachten erstellt. Der Bericht ist auf der oben erwähnten Website veröffentlicht und bestätigt das langfristige Windenergiepotenzial des Gebiets.
Qualität der Modellierung bestätigt
Im Beobachtungszeitraum und nach Anwendung des langfristigen Korrekturfaktors (+9,0%), der nach den geltenden Standards wissenschaftlich berechnet wird, um saisonale und jährliche Schwankungen zu berücksichtigen, ergeben sich folgende durchschnittliche Windgeschwindigkeiten am Standort des Mastes:
- 4.95 m/s in 100 Metern Höhe
- 5,46 m/s in 150 Metern Höhe, extrapoliert aus den mit einem LiDAR-Lasermesssystem erfassten Windprofilen.
Der Schweizer Windatlas 2019 (www.uvek-gis.admin.ch/BFE/storymaps/EE_Windatlas/ ) – der konservativer berechnete Werte als der Atlas aus dem Jahr 2016 enthält und der 2017 bei der Windenergieplanung angewendet wurde –, gibt für den Standort Geschwindigkeiten von 5,1 m/s in 100 Metern Höhe und 5,5 m/s in 150 Metern Höhe an. Wie für das Gebiet «Côte du Glâney» wird damit die Qualität der Modelle, die im Rahmen der kantonalen Planung für das Gebiet Surpierre-Cheiry angewendet wurden, voll und ganz bestätigt.
Gemäss den Analysen von Meteotest beläuft sich die theoretische Nettoproduktion einer Windkraftanlage vom Typ Enercon E-138 mit einer Leistung von 4,26 MW bei einer Nabenhöhe von 100 Metern auf 7 478 000 kWh pro Jahr und bei einer Nabenhöhe von 150 Metern auf 9 011 000 kWh pro Jahr. Dies entspricht ungefähr der erwarteten Produktion einer Windkraftanlage, die zurzeit am Standort «Sur Grati» auf den Jurahöhen im Bau ist.
Zum Vergleich: Der jährliche Stromverbrauch der rund 620 Haushalte von Surpierre wird auf etwa 2 800 000 kWh geschätzt und würde somit durch die Produktion einer einzigen Windkraftanlage mehr als gedeckt werden. Das bedeutet auch, dass 6 Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von 100 Metern rund 10'000 Haushalte versorgen könnten.
Nach dem Gebiet «Côte du Glâney» ist Surpierre-Cheiry der zweite Standort, für den das Windenergiepotenzial gestützt auf effektive Windmessungen bestätigt wird.
Komplementarität mit der Solarstromerzeugung
Wie bereits für Billens-Hennens unterstreicht der Bericht die Komplementarität von Wind- und Solarenergie, da die geschätzte Windenergieproduktion zu den Zeiten höher ist, zu denen weniger Solarstrom zur Verfügung steht (Nacht und Herbst/Winter).
Nächste Schritte
Der Messmast von Surpierre wird ab Ende Juli 2026 auf dem Gebiet «Autour de l’Esserta» in Sâles wieder aufgestellt.
Der dritte Mast, der in Le Châtelard steht, wird im August abgebaut. Das entsprechende Gutachten wird im September 2026 veröffentlicht.
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Rapport d'expertise