Im Februar 2026 erstatteten mehrere im Kanton Freiburg wohnhafte Personen Strafanzeige wegen Betrugs. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Freiburg führten zur Identifizierung mehrerer mutmasslicher Täter. Die Kantonspolizei Freiburg nahm in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Jura und der Kantonspolizei Bern zwischen März und Juni 2026 die betreffenden Personen fest und führte mehrere Hausdurchsuchungen durch.Die Beschuldigten sind sieben Männer und eine Frau im Alter von 18 bis 22 Jahren. Sie wohnen in der Region Moutier im Kanton Jura. Die Gruppe agierte vorwiegend gegenüber älteren Menschen in den Kantonen Freiburg, Neuenburg und Waadt. Fünf der Beschuldigten sind Schweizer Staatsangehörige, zwei besitzen die kamerunische und einer die polnische Staatsangehörigkeit.Nach aktuellem Ermittlungsstand koordinierten im Ausland ansässige Auftraggeber die Aktivitäten über soziale Medien. Sie verwendeten fiktive Geschichten, um die Opfer dazu zu bringen, Bargeld, Schmuck oder Bankkarten herauszugeben. Dabei konnten sie auf eine Gruppe aus der Region Moutier/JU zählen, die den direkten Kontakt zu den Zielpersonen herstellte. Innerhalb ihres Freundeskreises verteilten die Mitglieder die Rollen (Anwerber, Fahrer, Kuriere oder Abholer). Der derzeitige Schaden beläuft sich auf über CHF 100'000.–.Die Beschuldigten wandelten im Auftrag der Auftraggeber das erbeutete Geld in Kryptowährungen um oder brachten es ins Ausland. Einen kleinen Teil behielten sie als Entschädigung.Drei der acht Beschuldigten wurden in Untersuchungshaft genommen. Die Staatsanwaltschaft Freiburg führt das Verfahren. Die Ermittlungen laufen weiter und klären die genauen Rollen der Beteiligten. Es gilt die Unschuldsvermutung.Am 11. Juni 2026 zeigte die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung die Folgen der Beteiligung an derartigen Betrugsdelikten. Dort sind die Risiken sowie Empfehlungen für Jugendliche und Erziehungsberechtigte zu finden. Die Kantonspolizei Freiburg erinnert daran, dass auch diejenigen haften, die einen Auftrag für andere ausführen.
Falsche Polizisten und Bankmitarbeiter: Gruppe junger Tatverdächtiger festgenommen
Zwischen März und Anfang Juni 2026 nahm die Kantonspolizei Freiburg acht Personen aus der Region Moutier/JU fest. Die Gruppe steht im Verdacht, ältere Menschen betrogen zu haben. Der Schaden beträgt über CHF 100'000.00. Drei Personen wurden in Untersuchungshaft genommen.
Veröffentlicht am 19. Juni 2026 - 13h23
Herausgegeben von Kantonspolizei
Letzte Änderung: 19.06.2026 - 19h00