Die neu veröffentlichten Bilder waren aus Datenschutzgründen wie üblich 100 Jahre in Akten versteckt und zeigen unbekannte Aufnahmen verschiedener Orte im Kanton Freiburg. Die Bilder dienten ursprünglich als Beweismittel für Verkehrsunfälle, Einbrüche oder Brandfälle. 100 Jahre später liefern sie uns vielfältige historische Informationen über städtische Veränderungen, Kleidungsgewohnheiten oder auch verkehrstechnische Entwicklungen. Die Auswahl enthält Ansichten aus dem gesamten Kanton und lässt uns manche Regionen mit neuen Augen betrachten.
Im Rahmen einer Zusammenarbeit des Staatsarchivs Freiburg mit Memoriav hat das Justiz-, Polizei- und Gefängnisarchiv in zwei Projekten etwas mehr als 4'500 Fotografien digitalisiert. Heute sind im Online-Inventar des Staatsarchivs Freiburg 3'127 Bilder zugänglich: (https://archives.fr.ch/editorial/page/1e05a0e7-c707-4570-9bed-a0d9d9025e50).
Die Bilder werden mehrheitlich unverändert veröffentlicht, abgesehen von wenigen Ausnahmen, bei denen aus Datenschutzgründen Schwärzungen erforderlich waren, damit auf den Aufnahmen keine Kennzeichen verunfallter Autos oder Namen zu sehen sind. Um die Suche zu erleichtern, wurden sie alle sorgfältig beschrieben (auf Französisch) und mit Stichwörtern und Ortsangaben versehen.
Aus allen Aufnahmen wurden 399 ausgewählt und in die Plattform «Smapshot» der Haute Ecole d’Ingénierie et de Gestion des Kantons Waadt aufgenommen. Es handelt sich um eine partizipative Plattform für die Geolokalisierung historischer Bilder und die Bereitstellung verschiedener Ansichten von Städten und Dörfern. Das Justiz-, Polizei- und Gefängnisarchiv ist von der Teilnahme am Projekt begeistert.