Ersatz des Bahnübergangs in Villaz-Saint-Pierre: Unterführung für flüssigeren Verkehr und mehr Sicherheit

5. März 2021 -12h05

Der Bahnübergang in Villaz-Saint-Pierre, der letzte auf der Hauptbahnlinie im Mittelland zwischen Genf und Zürich, soll durch eine Unterführung ersetzt werden. Der Staatsrat beantragt beim Grossen Rat dafür einen Verpflichtungskredit von 7,85 Millionen Franken.

Villaz © Etat de Fribourg - Staat Freiburg

Der Bahnübergang in der Gemeinde Villaz wurde um 1890 erbaut, um 1950 angepasst und im Jahr 2005 erneuert. Es ist der letzte noch verbleibende Bahnübergang auf der SBB-Strecke Zürich–Bern–Fribourg/Freiburg–Genf. Wegen des dichten Bahnverkehrs auf dieser Strecke bleiben die Schranken des Übergangs etwa 28 Minuten pro Stunde geschlossen. Diese Zahl wird sich mit der Einführung eines zusätzlichen RegioExpress Genf–Bern mittelfristig auf rund 34 Minuten erhöhen.

Weil der Übergang das Dorf Villaz-Saint-Pierre in zwei Hälften schneidet und den Verkehrsfluss zwischen beiden Hälften stark behindert, soll er durch eine Unterführung ersetzt werden. Der Staatsrat unterstützt dieses Anliegen, da die Aufhebung viele Vorteile für die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde und der Region sowie für die SBB und ihre Kundschaft bringen wird. Namentlich werden damit die Flüssigkeit und die Sicherheit auf Strasse und Schiene verbessert.

Die neue Unterführung soll in den Jahren 2025 und 2026 erstellt werden. Der Kanton beteiligt sich im Umfang von 7,85 Millionen Franken an den Kosten des Bauvorhabens. Der Staatsrat hat ein entsprechendes Dekret verabschiedet, mit dem er beim Grossen Rat den dafür nötigen Verpflichtungskredit beantragt. Der Bund seinerseits wird 9,75 Millionen übernehmen, die Gemeinde 1,9 Millionen.
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