Führungswechsel und neue Instanzen an der Spitze des FTV

11. Juli 2019 -11h42

Jean-Jacques Marti übergibt die Präsidentschaft des Freiburger Tourismusverbands an Jean-Pierre Doutaz. Vor dem Hintergrund der Vereinfachung ihrer Strukturen verringert die Dachorganisation des Freiburger Tourismus die Anzahl Mitglieder in seinem Vorstand. Gleichzeitig wird die Rolle der Ausschüsse und der Arbeitsgruppen verstärkt. Auch die Erhöhung der Hotellerie-Logiernächte im 2018 um 3.3% ist an dieser Generalversammlung ein Thema. Die Marketing-Abteilung setzt erfolgreich auf digitale Kommunikation und der FTV bildet die grösste Facebook-Community des Kantons.

Jean-Pierre Doutaz, Président & Jean-Jacques Marti, Président d’honneur
Jean-Pierre Doutaz, Président & Jean-Jacques Marti, Président d’honneur © Tous droits réservés

Der Freiburger Tourismusverband (FTV) hält heute seine Generalversammlung 2019 in Bulle ab. Die Veranstaltung steht unter dem Zeichen der Veränderung und des Erfahrungsaustauschs. Der neu gewählte Präsident Jean-Pierre Doutaz folgt auf Jean-Jacques Marti, der nach 22 Jahren im Dienste des Tourismus, davon 12 beim Kantonalen Verband, sein Mandat niederzulegen wünscht. Jean-Pierre Doutaz ist seit 2006 Gemeindepräsident von Gruyères, Mitglied des Freiburger Grossen Rats und verfügt über ausgezeichnete Kenntnisse des wirtschaftlichen und politischen Umfelds.
Neben dem Wechsel an der Spitze der Organisation gibt es auch Änderungen bei den Organen. Mit 9 statt wie bisher 13 Mitgliedern wird das Komitee des FTV neu durch 2 Ausschüsse (Marketing und Finanzen) sowie durch punktuell einberufene Arbeitsgruppen komplettiert. Dadurch soll der Rolle dieser Instanzen mehr Gewicht gegeben werden. So werden Spezialisten und Akteure der Branche, die sich an vorderster Front des Tourismus befinden, eingebunden. An dieser 94. Generalversammlung wird dem Ehrenpräsidenten Jean-Jacques Marti sowie weiteren drei Ehrenmitgliedern für ihr ausserordentliches Engagement gedankt.
Die Neugestaltung der kantonalen Institution basiert auf dem Projekt „DMO X – Lean Destination Management“, bei dem Kompetenzen vernetzt und die touristischen Strukturen im Kanton vereinfacht werden sollen. Im 2018 konnten die ersten vier Projektphasen abgeschlossen werden: Vorbereitung, Analyse der Tourismusorganisationen, Optimierung der Strukturen sowie Formulierung von rund 50 Empfehlungen. Das Projekt wird dank der Unterstützung von Innotour für weitere drei Jahre fortgesetzt und so können die vorgeschlagenen Massnahmen umgesetzt werden.
Steigende Zahlen bei Hotelübernachtungen
Die Region Freiburg präsentiert mit knapp 1,68 Mio. Übernachtungen ein stabiles Gesamtergebnis. Eine erfreuliche Zunahme von +3,3% wird in der Hotellerie verzeichnet, dies vor allem in den Städten. Neuere Unterkunftsformen in der Parahotellerie im Stil von Gästezimmern beeinflussen die Übernachtungszahlen der Betriebe mit Hotelservice. Schweizer Gäste stellen mit 62,7% nach wie vor den grössten Marktanteil, bei Gästen aus Frankreich ist eine positive Entwicklung (+12 %) festzustellen.
Die grössten 5 Ausflugsziele des Kantons zeigen mit knapp 1,2 Mio. Eintritten, wie wichtig auch der
Ausflugstourismus für den Freiburger Tourismus ist. Durch die ausgesprochen warmen Sommer- und
Herbstwochen waren die Zahlen beim Maison Cailler und Papiliorama leicht rückgängig, die der Bains
de la Gruyère, des Maison du Gruyère und des Schloss Greyerz waren jedoch kaum betroffen. Die
Herausforderung ist hier, die Besucherströme so zu beeinflussen, dass Übernachtungen generiert
werden können.
Influencer als Botschafter
In Sachen Marketing setzt die Region Freiburg auf Interaktion in den Sozialen Netzwerken. Die
Facebookseite zählt knapp 43'000 Fans und bildet somit die grösste Community des Kantons, noch vor
Fribourg Gottéron. Auch die Zahl der Instagram-Follower stieg über die Monate ständig an und zählt
nun 14'000 Abonnenten. Die Region Fribourg realisierte intern 34 Videos, davon 12 für Fribourgissima,
sowie einige in Zusammenarbeit mit Terroir Fribourg und den RTO. Um im Web virale Inhalte zu
verbreiten, wurde auf Influencer wie zum Beispiel die Bündner Bloggerin Kitkat_ch oder den Lausanner
Filmemacher Zimy da Kid gesetzt.
Die Schweizer Kampagne 2018 wurde vom FTV in Partnerschaft mit den sieben regionalen
Tourismusorganisationen (RTO) entwickelt. Publireportagen und Anzeigen erreichten
rekordverdächtige 10,2 Millionen Leser. Die Region Freiburg schloss sich der neuen Herbstkampagne
für den nationalen Markt von ST namens „Wecke deine Sinne“ an. Auf internationaler Ebene
erwähnenswert ist unter anderem die Einzelaktion „Racontez-nous Fribourg Region“, die mit dem
Courrier International, der grössten Redaktion der Welt, durchgeführt wurde. Sie generierte fast 14,5
Millionen Kontakte.
Eine einzige Datenerfassung
Eines der laufenden Projekte des Freiburger Tourismus-Observatoriums ist „CheckIn-FR“. Es soll die
Erfassung und die Übermittlung von Gästedaten zwischen den verschiedenen beteiligten Stellen
vereinfachen. „CheckIn-FR“ wird für den Kanton Freiburg entwickelt und ist per 1.1.2020 voll
betriebsbereit. Das Projekt kann in einen weiteren Schritt an andere Tourismusstrukturen und deren
Bedürfnisse angepasst werden.

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