Sexualkundeunterricht in Kindergärten und Primarschulen

Der Sexualkundeunterricht in den Kindergärten und Primarschulen entspricht dem Alter der Kinder.

Der Sexualkundeunterricht in den Kindergärten und Primarschulen entspricht dem Alter der Kinder. Die angesprochenen Themen entsprechen der jeweiligen Entwicklung des Kindes und den Fragen, die es sich vermutlich stellt.

  • In den Kindergartenklassen – 2. H thematisiert der Kurs «Mein Körper gehört mir!» das positive Bild von Körper und sexueller Identität mittels angemessenem Wortschatz und im Bewusstsein des öffentlichen und privaten Rahmens. Ausserdem geht es um das Vertrauen in das persönliche Empfinden und die selbstbestimmte Haltung, mit der sich die Kinder vor Missbrauch und sexueller Gewalt schützen können. Schliesslich wird darauf eingegangen, wo man im Bedarfsfall Hilfe oder eine Ansprechperson finden kann.

  • In den Primarklassen – 6. H ist im Kurs «Sexualität, zuhören, erklären, aufklären, bestärken» die Rede von der Funktionsweise und der Entwicklung des weiblichen und männlichen Körpers und des Vorgangs der Fortpflanzung. Die Sexualität wird dabei als grundlegender, multidimensionaler und entwicklungsfähiger Bestandteil des Menschen verstanden. Ausserdem geht es darum, den Rahmen einer annehmbaren Sexualität in Selbstachtung und in Achtung der anderen zu verstehen, indem sich die Schülerinnen und Schüler den Rechten, Pflichten und Wünschen bewusst werden. Auch sollen sie lernen, sich in Bezug auf die Sexualität entsprechend auszudrücken und den Intimbereich und seine Funktionen korrekt zu benennen. Schliesslich geht es noch darum, die verschiedenen Lebensweisen und die Vielfältigkeit von Werten und Normen zu respektieren.

    In den Primarklassen – 8. H sagt das Kind sagt zu sich: «Ich möchte erwachsen werden, mich kennen und mich akzeptieren. Die Sexualpädagoginnen begleiten es bei diesem Vorgehen, damit es lernt, die körperlichen Veränderungen der Pubertät und die möglichen Unterschiede zwischen den Einzelnen zu verstehen und zu akzeptieren. Dadurch lernt es auch die verschiedenen Ausdrucksweisen im Zusammenhang mit der Sexualität kennen, wobei Einwilligung, Bereitschaft, Gleichbehandlung, Angemessenheit in Bezug auf das Alter und Respekt sich selbst und den anderen gegenüber im Vordergrund stehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen auch, ihrem eigenen Empfinden zu vertrauen und ihre Bedürfnisse und Gefühle zu deuten; dabei werden auch die Risiken im Zusammenhang mit der Sexualität und die Mittel zu deren Vorbeugung besprochen. Schliesslich wird vermittelt, wie man eine problematische Beziehung erkennt und bei Ansprechpersonen Hilfe sucht.

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