Garten: Weniger, dafür gezielt bewässern
Der Garten kann schnell zu einem grossen Wasserverbraucher werden, insbesondere in den Sommermonaten. Es gibt jedoch zahlreiche Möglichkeiten, den Wasserbedarf zu senken, ohne den Pflanzen zu schaden.
Zur richtigen Zeit bewässern
Eine Bewässerung in den Abend- oder frühen Morgenstunden reduziert die Verdunstung. Dadurch können die Pflanzen das Wasser besser aufnehmen, bevor die Tageshitze einsetzt. Diese einfache Massnahme leistet einen wichtigen Beitrag zur Senkung des Wasserverbrauchs im Garten.
Giesskanne statt Schlauch verwenden
Mit einer Giesskanne bewässern Sie gezielt die Bereiche, die tatsächlich Wasser benötigen. Im Gegensatz dazu wird mit dem Schlauch oft grossflächig und übermässig gegossen.. Mit der Gieskanne sparen Sie Wasser und vermeiden, dass die Wurzeln durch zu viel Feuchtigkeit Schaden nehmen.
Den Rasen nicht bewässern
Entgegen einer weit verbreiteten Annahme muss der Rasen im Sommer nicht bewässert werden.
- Verfärbt er sich braun, befindet er sich in einer Ruhephase und wird bei ausreichendem Niederschlag von selbst wieder grün.
- Zudem kann ein etwas längerer Rasen die Feuchtigkeit im Boden besser speichern. Dies schützt die Wurzeln und reduziert das Austrocknen.
Kurze Erinnerung: Das Entnehmen von Wasser aus Flüssen zur Gartenbewässerung ist ohne Genehmigung verboten.
Auto: Waschen, wenn nötig
Beim Autowaschen können schnell mehrere hundert Liter Wasser zusammenkommen.
Waschhäufigkeit reduzieren
Anstatt das Auto routinemässig zu reinigen, sollte das Waschen auf das Wesentliche beschränkt werden. Waschen Sie Ihr Fahrzeug nur, wenn dies aus Gründen der Verkehrssicherheit oder der Fahrzeugwartung erforderlich ist. Oberflächlicher Staub hat keinen Einfluss auf die Lebensdauer des Fahrzeugs.
Sparsamere Lösungen bevorzugen
Wählen Sie möglichst Waschmethoden mit geringem Wasserverbrauch oder Waschanlagen, die mit Wasserrecycling‑Systemen ausgestattet sind.
Schwimmbäder: verantwortungsbewusst mit Wasser umgehen
Schwimmbäder verbrauchen viel Wasser – egal ob öffentlich oder privat. Mit einfachen Massnahmen lässt sich dieser Verbrauch jedoch deutlich reduzieren.
Öffentliche Schwimmbäder oder Strände bevorzugen
Ein öffentliches Schwimmbad verbraucht pro Person deutlich weniger Wasser als ein privates Schwimmbad, das nur wenigen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung steht.
Öffentliche Strände bieten alle Annehmlichkeiten, ohne dass dafür Tausende Liter Wasser bereitgestellt, aufbereitet und gepflegt werden müssen.
Private Schwimmbäder: Wasser aufbewahren
Es ist durchaus möglich, das Wasser von einem Jahr zum nächsten zu bewahren – auch über den Winter hinweg. Eine fachgerechte Überwinterung und eine regelmässige Pflege reduzieren den Bedarf an Wasserwechsel erheblich und gewährleisten gleichzeitig eine gute Wasserqualität.
Wasserlecks: so rasch wie möglich handeln
Wasserlecks gehören zu den häufigsten Ursachen für Wasserverschwendung im Haushalt und bleiben oft lange unbemerkt.
Die Auswirkungen eines einzelnen Tropfens
Ein Tropfen alle zwei Sekunden führt zu einem Wasserverlust von rund 3300 Litern pro Jahr. Das entspricht dem Trinkwasserverbrauch von etwa viereinhalb Jahren für eine Person, die täglich 2 Liter Wasser trinkt.
Rasch reagieren
Das frühzeitige Erkennen und Beheben eines Lecks – selbst eines sehr kleinen – verhindert nicht nur erhebliche Wasserverschwendung, sondern senkt auch die Wasserrechnung und beugt möglichen Schäden vor.
Badezimmer: ein grosses Einsparpotenzial
Das Badezimmer ist der Ort, an dem täglich am meisten Wasser verbraucht wird. Gleichzeitig bietet es ein besonders grosses Potenzial für einfache und wirksame Einsparungen.
Kurz duschen
Eine fünfminütige Dusche verbraucht bis zu achtmal weniger Wasser als ein Bad. Die Duschzeit zu verkürzen gehört denn auch zu den wirksamsten Massnahmen zur Reduktion des Wasserverbrauchs.
Durchflussbegrenzer installieren
Ein Durchflussbegrenzer ist kostengünstig und einfach zu installieren. Er kann den Wasserverbrauch beim Duschen um bis zu die Hälfte reduzieren, ohne den Komfort zu beeinträchtigen.
Warmwasserverbrauch einschränken
Warmwasser benötigt bis zu 150‑mal mehr Energie als Kaltwasser.
Es gibt Mischbatterien, die so konzipiert sind, dass sie in der Mittelstellung automatisch Kaltwasser abgeben. Dies ist besonders sinnvoll, da diese Stellung im Alltag am häufigsten genutzt wird. So wird vermieden, dass unnötig Warmwasser verbraucht und Energie verschwendet wird.
Küche: Geräte richtig nutzen
Auch in der Küche gibt es einfache Möglichkeiten, den Wasserverbrauch zu senken.
Geschirrspüler bevorzugen
Ein moderner Geschirrspüler verbraucht bis zu dreimal weniger Wasser als das Abwaschen von Hand – selbst wenn er nur halb beladen ist.
Auf das Vorspülen verzichten
Moderne Geräte sind so ausgelegt, dass sie Speisereste auch ohne Vorspülen zuverlässig entfernen. Dadurch lässt sich viel Wasser einsparen.
Wäsche: jeden Waschgang optimieren
Waschmaschine erst starten, wenn sie voll ist
Durch das Waschen mit voller Beladung lässt sich die Anzahl der Waschgänge reduzieren. Dadurch sinken sowohl der Wasser- als auch der Energieverbrauch.
Niedrige Temperaturen wählen
Moderne Waschmittel reinigen auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig. Das senkt den Gesamtenergieverbrauch deutlich, ohne Einbussen bei der Waschleistung.
Fazit
Durch einfache Massnahmen im Alltag lässt sich der Wasserverbrauch erheblich senken.
Ob im Garten, bei der Autopflege, rund um den Pool oder im Haushalt – jede Geste zählt. Mit kleinen Änderungen unserer Gewohnheiten können wir eine lebenswichtige Ressource schonen und gleichzeitig Kosten sparen.