Bei diesem Ereignis wurde eine grosse Menge von Kunststoffteilen, die als biologische Trägermedien für die Vorbehandlung der Abwässer der Anlage verwendet werden, versehentlich in den Crausa-Bach eingeleitet und anschliessend in Richtung See transportiert.
Unmittelbar nach dem Vorfall setzten die Feuerwehr Murten sowie das betroffene Unternehmen erhebliche Mittel ein, um diese Elemente zu bergen. Ein Teil der Kunststoffteile konnte jedoch nicht aufgefangen werden und gelangte bis in den See, wo er sich am Grund ablagerte. Aufgrund der saisonalen Erwärmung des Wassers treten diese Teile nun wieder an der Oberfläche auf.
Das Amt für Umwelt prüft derzeit, welche Massnahmen das Unternehmen rasch umsetzen kann, um die Kunststoffteile zurückzugewinnen.
Die betroffenen Teile sind speziell auf Langlebigkeit und Biokompatibilität ausgelegt. Sie dienen als Trägermaterial für das Wachstum von Mikroorganismen in Abwasserreinigungsanlagen. Vorliegende Erkenntnisse zeigen, dass sie keine unmittelbare Gefahr für die Wasserqualität oder die menschliche Gesundheit darstellen. Ihre Anwesenheit in der natürlichen Umwelt ist jedoch unerwünscht, da sie eine potenzielle Quelle von Kunststoffverschmutzung und langfristig auch von Mikroplastik darstellen. Aus diesem Grund wurden dem Unternehmen entsprechende Rückgewinnungsmassnahmen auferlegt.