Änderung des Einzugsgebiets des Interkantonalen Gymnasium der Region Broye GYB

28. Mai 2018 -10h30

Gemäss Artikel 5 der interkantonalen Vereinbarung hat der Aufsichtsrat des Interkantonalen Gymnasiums der Region Broye GYB den Staatsräten der beiden Kantone beantragt, die Gemeinden Mont-Vully und Torny aus dem Einzugsgebiet des Gymnasiums zu entfernen. Angesichts der verkehrspolitischen Entwicklung in der Region Broye ist er der Ansicht, dass diese beiden Gemeinden in Zukunft eine bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr hätten, wenn sie der Stadt Freiburg zugeteilt würden. Die beiden Staatsräte haben am 23. Mai 2018 diesem Vorschlag zugestimmt. Der Entscheid wird am 1. August wirksam.

Interkantonales Gymnasium der Region Broye (GYB) Payerne
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Derzeit besuchen 1200 Schülerinnen und Schüler das GYB in Payerne. Entsprechend dem in Absprache mit den Gemeinden der Region in den 2000er Jahren festgelegten Perimeter stammen sie aus der gesamten Freiburger und Waadtländer Broyeregion. Dieses Einzugsgebiet wird in der Interkantonalen Vereinbarung vom 9. Dezember 2002 genau umrissen. In den vergangenen Jahren bekundeten die Gemeinde Torny und die Freiburgischen Wistenlacher Gemeinden mehrmals Probleme mit ihrer Zugehörigkeit zu diesem Einzugsgebiet. Zur Verbesserung der Situation wurden die Linien der öffentlichen Verkehrsmittel verlängert. Die Situation blieb jedoch weiterhin unbefriedigend. Zudem wurde bei der Einführung des neuen Fahrplans im Dezember 2017 deutlich, dass kurz- und mittelfristig keine wesentlichen Verbesserungen zu erwarten sind. Im Gegenteil, die Fahrzeit von Mont-Vully nach Payerne hat sich verlängert, wogegen sich die Verbindung von Mont-Vully nach Freiburg verbessert hat.

Aufgrund dieser Feststellung schlug der Aufsichtsrat des GYB den Staatsräten vor, das Einzugsgebiet entsprechend zu ändern. Die Gemeinden Torny und Mont-Vully sind die einzigen, die mit Payerne durch eine einzige direkte Hinfahrt am Morgen und eine einzige direkte Hinfahrt am Abend verbunden sind, während die Fahrzeit und der Fahrplantakt nach Freiburg deutlich besser sind. Die beiden Staatsräte haben am 23. Mai in ihrer jeweiligen Sitzung diesem Vorschlag des Aufsichtsrates des GYB zugestimmt.

Die Schülerinnen und Schüler, die bereits am GYB eingeschrieben sind, können ab August 2018 ihren Wechsel an eine Schule in der Stadt Freiburg beantragen, sofern sie sich nicht in den letzten beiden Schuljahren befinden. Dies wird sich nur sehr geringfügig auf die Schülerzahlen auswirken; es geht um 4 bis 5 Schülerinnen und Schüler pro Jahr und pro Bildungsgang, insgesamt ergäbe das etwa 40 bis 50 Schülerinnen und Schüler. Diese können in den verschiedenen Mittelschulen der Stadt Freiburg leicht aufgenommen werden, während diese Massnahme für das GYB eine willkommene Entlastung bringt. Denn seit August 2014 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler um fast 140 gestiegen. Gemäss der demografischen Studie, die als Grundlage für das gegenwärtige Ausbauprojekt des Gymnasiums dient, werden für das GYB im Jahr 2025 mehr als 1400 Schülerinnen und Schüler erwartet. Dank der gemeinsamen Bemühungen des GYB und der Ämter für Mobilität der beiden Kantone werden diese Schülerinnen und Schüler von einer besseren Koordination zwischen den öffentlichen Verkehrsmitteln und den Unterrichtszeiten der Schule profitieren können.
 

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