Die Schülerinnen und Schüler gestalten die Aufführung
«Ich wollte eine Aufführung schaffen, die vollständig von den Teilnehmenden selbst gestaltet wird», erklärt Mélanie Cerezo Gobet. Die Künstlerin, die seit 20 Jahren Tanz unterrichtet, hat sich intensiv mit dem Übergang von der Mündlichkeit zur Bewegung beschäftigt – oder damit, wie man Kinder durch die Stimme und Anweisungen anleitet und beobachtet, was dies in ihnen bewirkt.
«Die Idee ist, die Schülerinnen und Schüler dazu anzuleiten, den Raum zu entdecken – ihren persönlichen Raum und den der anderen. Sie dazu zu bringen, eine Choreografie zu entwickeln, ohne dass sie es merken
Konzept der Silent Party
Die Kopfhörer verfügen über drei Kanäle mit unterschiedlichen Musiksets und Anweisungen. Sie geben den Tänzerinnen und Tänzern die Möglichkeit, das zu tun, was sie hören, und nicht das, was sie um sich herum sehen. Das Konzept, das für Silent-Partys verwendet wird (diese Tanzveranstaltungen, bei denen die Teilnehmenden die Musik nicht über Lautsprecher, sondern individuell über kabellose Kopfhörer hören), vermittelt ihnen das Gefühl, in einer Blase zu sein, während sie von Anweisungen begleitet werden, ohne dass es ein «richtig» oder «falsch» gibt. Es regt sie dazu an, ihre Fantasie durch Bewegung zu wecken.
«Bewege den Ball vorwärts, ohne deine Hände zu benutzen.» «Halte den Ball wie einen Pinsel und stell dir vor, du malst den Raum aus» «Krieche auf allen vieren auf den goldenen Ball zu.» Unter lautem Jubel befolgten die Schülerinnen und Schüler fleissig die Anweisungen; sie waren ganz in ihrer eigenen Welt versunken und kreierten ihren eigenen Tanz, der sich in eine grosse, spontane Gesamtchoreografie einfügte.»
Mit Kopfhörern auf den Ohren, die Augen teilweise geschlossen, malen sie unsichtbare Wolken, tanzen mit Ballons, ohne sie jemals mit den Händen zu berühren… Bei «Mini Bubbles» sind es die Kinder, welche die Show gestalten. Sie ist eine der Aktivitäten, die den Schulen im Rahmen des Festivals «Kultur & Schule FKB» angeboten werden. Die 9. Ausgabe, welche vom 2. bis 30. November stattfindet, steht unter dem Motto «Körperlicher Ausdruck».