Was wäre das Naturhistorische Museum Freiburg ohne seinen Wal, der sich seit 1882 in seinem Besitz befindet und seither Generationen von Freiburgerinnen und Freiburgern zum Staunen bringt? Nun aber müssen sich die kleinen und grossen Fans des Meeresriesen vorübergehend von ihrem Liebling verabschieden, denn der präparierte Seiwal wird schon diesen Sommer als allererstes Objekt ins künftige Museumsgebäude an der Zeughausstrasse ziehen und erst nach dessen Eröffnung wieder für die Besucherinnen und Besucher sichtbar sein.
Das Museum wollte das Publikum an diesem einzigartigen Moment teilhaben lassen und allen die Möglichkeit geben, sich auf persönliche Weise vom Wal zu verabschieden. Dazu hat es im November 2025 den Kreativwettbewerb «Unser Wal im Miniaturformat» lanciert. Die Aufgabe bestand darin, dreidimensionale Darstellungen des Wals in freier Technik zu schaffen. Der Wettbewerb stand allen Altersgruppen offen; teilnehmen konnten Einzelpersonen, Gruppen, Familien sowie Schulklassen.
Vielfalt und Originalität: einzigartige Werke
Insgesamt haben fast 700 Personen im Alter zwischen 3 und 95 Jahren mitgemacht, und ihre Kreativität kannte keine Grenzen. Ob getöpfert, gestrickt oder genäht, ob aus Holz, Papiermaché oder Recycling-Material: Fast 120 Mini-Wale wurden eingereicht – und jeder einzelne hat seinen Charme und erzählt seine ganz eigene Geschichte, mal lustig, mal nachdenklich, mal poetisch.
Angesichts dieser Fülle und Originalität hatte die Jury des Wettbewerbs die Qual der Wahl. Sie hat schliesslich in den verschiedenen Kategorien insgesamt 14 Preise im Gesamtwert von über 4000 Franken verliehen. Darunter befinden sich auch die zwei Hauptpreise für je einen Wal aus der Kategorie «Für alle» und aus der Kategorie «Schulklassen». Diese zwei Werke – «Fribourg – Mon amour ©» der Familien Ruffieux, Fragnière, Michel, Niederhäuser und Berger sowie «Pinodrian» der Klasse 6H der Primarschule Marly Grand-Pré – werden dereinst im Foyer respektive im Kulturvermittlungsraum des neuen Museums ausgestellt.
Eine verspielte Hommage an einen grossen Freiburger Star
Das Museumsteam war überwältigt von der Vielfalt und der Qualität der eingereichten Arbeiten und freute sich sehr über das grosse Echo, das der Wettbewerb ausgelöst hat. Das Resultat ist eine kollektive Liebeserklärung an den Wal und zeigt, wie sehr dieser den Freiburgerinnen und Freiburgern am Herzen liegt. Wer sich selber davon überzeugen will, kann dies noch bis zum 25. Oktober 2026 in der Sonderausstellung «Bis bald Baleine!» tun, in der alle eingereichten Miniaturwale zu bewundern sind.
D A N K E
Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Wettbewerbs von Herzen für ihr Engagement und ihre Kreativität und den Sponsoren der Preise für ihre Grosszügigkeit!
Palmarès: Die 14 Gewinner-Wale
Kategorie «Für alle»
GROSSER PREIS
«Fribourg – Mon amour <3»
Gilles, Thomas, Daniel, Marie Claude, Séverine, Philippe, Clémence, Augustine, Aurélie, Patrick, Gabin, Émilie und Antoinette aus den Familien Ruffieux, Fragnière, Michel, Niederhäuser und Berger
1. Preis Erwachsene
«Ba-laine»
Adrielle Götz
2. Preis Erwachsene
«Dans le sillage»
Rémy Ducret und Maëlle Waeber
3. Preis Erwachsene
«Le retour du Rorqual»
Diana Kolly
1. Preis Generationenübergreifend
«Océane»
Grethe Zurlinden Tönseth und June Zurlinden
2. Preis Generationenübergreifend
«La baleine en balade / Der Wal unterwegs»
Vivien, Léon und Élise Blaser
3. Preis Generationenübergreifend
«L’envol de la baleine»
Nicolas Rueger, Aline, Bastien und Emy Flouck
Kategorie «Schulklassen»
GROSSER PREIS
«Pinodrian»
Klasse 6H, Primarschule Marly Grand-Pré
1. Preis Zyklus 1
«Papa Norbert en mer»
Klasse 1–2H, Primarschule Marly Grand-Pré
2. Preis Zyklus 1
«Rorqual de Saint Phalle»
Klasse 3H, Primarschule Courtepin
3. Preis Zyklus 1
«BALÊNO»
Klasse 3H, Primarschule Botzet, Freiburg
1. Preis Zyklus 2–3
«Retour à l’océan»
École des p’tit·e·s artistes / Schule der kleinen Künstler:innen, Freiburg
2. Preis Zyklus 2–3
«Bis bald ba-laine»
Klasse 12–13–14H, Les Buissonnets, Freiburg
3. Preis Zyklus 2–3
«Baleine Picassiette»
Klasse 10H, OS Belluard, Freiburg