Geschichten aus der Natur - Falsche Algen

19 Oktober 2020 - 10H23

Ob Pelztiere, Vögel, Pflanzen oder andere Lebewesen: Lassen Sie sie Ihren Bildschirm erobern! Mit seinen «Geschichten aus der Natur» lässt das Naturhistorische Museum ein aktuelles Naturthema in neuem Licht erscheinen. Wer weiss, vielleicht machen Sie die Beobachtungen dann auch vor Ihrer Haustür?

Falsche Algen

Blätter des Spiegelnden Laichkrauts
Agrandir Blätter des Spiegelnden Laichkrauts © Alle Rechte vorbehalten - Sophie Giriens
Blätter des Spiegelnden Laichkrauts

An einem schönen Sommertag gibt es nichts Angenehmeres, als ins kühle Wasser zu springen. Ein kleiner Strand am Südufer des Neuenburgersees bietet sich an. Unter Wasser, nicht weit entfernt vom Ufer, weicht der Sand nach und nach einem kleinen grünen Teppich. Es handelt sich um Armleuchteralgen (Characeae), urtümliche, etwas brüchige Pflanzen, welche die Enten der Region zu einem grossen Teil ernähren.

Im etwas tieferen Teil des Sees finden sich die Laichkräuter (Potamogeton). Das grösste von ihnen, das Spiegelnde Laichkraut, kann sechs Meter hoch werden und bis zur Oberfläche reichen. Es hat Ähren, die knapp aus dem Wasser ragen und vom Wind bestäubt werden. Auch wenn umgangssprachlich oft von «Algen» die Rede ist, um alles zu bezeichnen, was unter Wasser wächst, handelt es sich bei diesen Pflanzen nicht um Algen, sondern um Landpflanzen, die sich an das Leben unter Wasser angepasst haben.

 

Sophie Giriens (Übersetzung Carole Schneuwly)

Spiegelndes Laichkraut an der Oberfläche
Agrandir Spiegelndes Laichkraut an der Oberfläche © Alle Rechte vorbehalten - Sophie Giriens
Spiegelndes Laichkraut an der Oberfläche
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Spiegelndes Laichkraut im Neuenburgersee (Potamogeton lucens)
Spiegelndes Laichkraut im Neuenburgersee (Potamogeton lucens) © Alle Rechte vorbehalten - Sophie Giriens