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Zivilschutz
Zivilschutz © 2018 Alle Rechte vorbehalten

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Informationen zu Struktur und Aufträgen des Zivilschutzes

Unsere Organisation

Schutz, Betreuung und Unterstützung

Der freiburgische Zivilschutz (ZS) ist Teil der Katastrophenorganisation. Er ist das Element der zweiten Staffel, welches zur Unterstützung der Blaulichtorganisationen wie Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdienste eingesetzt wird. In diesem Zusammenhang gehört der ZS zu den fünf Partnern im Bevölkerungsschutz (BS), welche neben den oben genannten Formationen auch die technischen Dienste umfassen (Elektrizitätswerke, öffentlicher Verkehr, Wasserversorgung usw.). Der Bestand des ZS beträgt aktuell 1'100 aktive Schutzdienstpflichtige und 900 Reservisten. Nach Erreichen des 40. Altersjahres handelt es sich um eine freiwillige Dienstleistung, vor allem für höhere Kader, welche Kompanien führen oder im Bataillonsstab eingesetzt sind.

Leistungsprofil des ZS

Permanente Leistungen: 

  • Grund- und Kaderausbildung
  • Wiederholungskurse
  • Grundleistungen im Bereich Schutzraumkontrolle
  • Grundleistungen im Bereich der Alarmierung der Bevölkerung

 

Planbare Leistungen:

  • Einsätze zu Gunsten der Gemeinschaft
  • Betrieb der POLYCOM-Antennen im Falle eines Stromausfalls

 

Unvorhergesehene Leistungen:

  • Einsätze bei Grossereignissen und Katastrophen 
  • Instandstellungsarbeiten

 

Einsatzdoktrin des ZS-Bataillons

Der ZS Freiburg ist eine kantonale Organisation in Form eines Bataillons. Er besteht aus einem Stab, einer Stabskompanie und drei Einsatzkompanien.

Im Falle eines Grossereignisses garantiert der Einsatz des ZS-Bataillons die Durchhaltefähigkeit der "Blaulicht-Organisationen". Mit der Unterstützung des ZS können sich Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdienste wieder auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. In diesem Sinne ist der Zivilschutz die operative Reserve des Freiburger Staatsrates.

Der Bataillonsstab ist verantwortlich für die Planung und Koordination des Einsatzes der ZS-Mittel auf Basis der Leistungsanfrage der "Blaulicht"-Partner bzw. der Gemeinden.

Die Stabskompanie schafft günstige Voraussetzungen für die Führung der Operationen durch das kantonale Führungsorgan bzw. den Bataillonsstab. Sie setzt die kantonalen Mittel im Bereich Kulturgüterschutz ein und stellt den Notbetrieb der POLYCOM-Antennen bei einem Stromausfall  sicher. Ab 2020 soll der ZS des Kantons Freiburg in Zusammenarbeit mit den benachbarten Kantonen in der Lage sein, Personen aus Trümmerlagen zu bergen sowie bei einem nuklearen, biologischen oder chemischen Unfall eingesetzt werden zu können.

Die drei Einsatzkompanien (NORD, MITTE und SÜD) unterstützen die Blaulichtorganisationen in den Bereichen Nachrichtendienst und Verkehrsregelung. Sie setzen selbständig ihre Mittel in den Bereichen Notunterkünfte sowie Aufräum- und Instandstellungsarbeiten von Schädenplätzen ein.

Die Führung des ZS-Bataillons wird schwergewichtig durch die Miliz sichergestellt. Die einzigen hauptberuflichen Elemente im operationellen Bereich sind der kantonale Kommandant sowie ein kleiner Stab bestehend aus einem Stabschef, einem Chef Einsatz, einem Chef Logistik und einem Chef Führungsunterstützung. Der Bataillonsstab wird durch Milizoffiziere ergänzt, welche ihren Dienst anlässlich von Stabsarbeitstagen sowie bei Einsätzen leisten. Die Funktion des Bataillonskommandanten Stv. wird durch die Miliz besetzt. Die Führungsgrundgebiete (FGG) werden ebenfalls durch Angestellte des ZS des Kantons Freiburg besetzt und unterstützen das Bataillon in administrativen und ausbildungstechnischen Belangen. Die Kompaniekommandanten und ihre Stellvertreter können Instruktoren des Zivilschutzausbildungszentrums sein. Sie üben jedoch ihre Funktion als Milizoffizier aus.

Zentrale Führung, regionale Verankerung

Um seinen Auftrag erfüllen zu können, hat sich der ZS Freiburg für eine zentralisierte Führung auf Stufe Kanton mit einer dezentralen Umsetzung der Entscheide durch regional verankerte Einheiten entschieden.

Die Einsatzkompanien
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Die Einsatzkompanien

Der freiburgische Zivilschutz besteht aus drei Einsatzkompanien. Die Kompanie Nord umfasst den See- und den Broyebezirk. Die Kompanie Mitte umfasst den Saane- und den Sensebezirk. Die Kompanie Süd umfasst die Bezirke Greyerz, Glane und Vivisbach. Die Stabskompanie für sich deckt alle bereichsübergreifenden Bedürfnisse ab.

Administrative Strukturen

Der Zivilschutz ist organisatorisch an das Amt für Bevölkerungsschutz und Militär (ABSM) mit Sitz in Freiburg angegliedert. Der Amtsleiter ist gleichzeitig auch Leiter des Kantonalen Führungsorgans (KFO). Das ABSM ist eine der zehn Verwaltungseinheiten, welche der Sicherheits- und Justizdirektion (SJD) angehören.

Der Zivilschutz Freiburg ist administrativ in drei Bereiche gegliedert: Einsatz, Ausbildung und Unterstützung.

Der operative Bereich wird durch den Stabschef geleitet. Die Hauptaufgaben dieses Bereichs bestehen aus der Planung und Durchführung der verschiedenen Fortbildungsdienste der Truppe (FDT) sowie, im Falle eines Echteinsatzes, aus der Einsatzführung. Er ist zusätzlich für die Bereiche Einsatzdoktrin und Materialbeschaffung zuständig.

Die Ausbildung ist dezentralisiert und wird in Sugiez im Zivilschutz-Ausbildungszentrum (ZSAZ) durchgeführt. Der Bereich Ausbildung ist zuständig für die Ausbildung von Zivilschutzangehörigen einschliesslich der Grundausbildungschulen (GAS), der Spezialistenausbildung sowie der Beförderungsdienste. Zu diesem Zweck verfügt das ZSAZ über eigene Gebäude und Infrastruktur, welche es eigenständig verwaltet. Das Zentrum ist in Zusammenarbeit mit dem operativen Bereich für die Materialbewirtschaftung, für die persönliche Ausrüstung, die Fahrzeuge sowie das Übermittlungsmaterial verantwortlich. Das ZSAZ bildet ebenfalls Zivilschutzangehörige aus anderen Kantonen aus.

Die Aufgabe des Bereichs Unterstützung besteht darin, die für das reibungslose Funktionieren der anderen Bereiche des Zivilschutzes erforderlichen Dienstleistungen zu erbringen, insbesondere in Bezug auf die Personalverwaltung, das Aufgebotswesen sowie das Dispensationswesen. Darüber hinaus ist dieser Bereich auch zuständig für die Weiterverrechnung an Gemeinden und andere Partner des Bevölkerungsschutzes. Der Bereich Unterstützung ist weiter zuständig für die Kontrolle der Schutzräume im Kanton, für die Erhebung von Ersatzbeiträgen und für die Schutzraumzuweisung an die Bevölkerung.

Bereich Ausbildung

Die Grundausbildung der Zivilschutzangehörigen findet im ZSAZ in Sugiez am Murtensee statt. Die Ausbildung wird in den beiden kantonalen Sprachen Französisch und Deutsch abgehalten. Die GAS, welche einer Rekrutenschule entspricht, dauert je nach Fachrichtung zwischen zwei und drei Wochen.

Die Kompanien leisten Ihren Dienst in vier Hauptblöcken von jeweils drei Wochen. Jeder Dienstpflichtige leistet zwischen fünf und sieben Tagen im Rahmen eines Wiederholungskurses. Die Pflichtigen können zusätzlich für Einsätze zu Gunsten der Gemeinschaft (EzG) oder für Einsätze aufgrund von Grossereignissen oder nach einer Katastrophe aufgeboten werden.

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