Navigation principale.
- Homepage KAA
- Aktuelles
- Über uns
- Prävention und Gesundheitsförderung
- Abteilung Familienplanung und Sexualinformation
- Gesundheit und schulärztliche Betreuung
- Reisen und Gesundheit
- Impfungen
-
Infektionskrankheiten
Navigation secondaire de Infektionskrankheiten
-
Krankheiten
Navigation secondaire de Krankheiten
- Meldepflichtige Krankheiten
-
Krankheiten
- Pandemie
- Drogen, Alkohol, Tabak und andere Abhängigkeiten
- Institutionen und Gesundheitsberufe
- Medizinische Praxis
- Ausserkantonale Spitalaufenthalte
- Migranten
- Adressverzeichnis
Grippe
Diptherie-Tetanus| Gelbfieber| Grippe| Hepatitis A | Hepatitis B |
Hepatitis C | Meningokokken Meningitis| Poliomyelitis| Sumpffieber-Malaria| Typhusfieber | Zecken Encephalitis | Noroviren | Masern | MRSA | ESBL | VRE
Grippe
Was ist die Grippe?
Die Grippe wird im Volksmund oft mit Erkältung gleichgesetzt, die aber von anderen, weniger heftigen Viren verursacht wird. Die „echte“ Grippe ist eine vom Influenzavirus A oder B verursachte Infektion der oberen Atemwege. Mehrere Virus-Untertypen, wie das Virus Influenza A(H1N1) und das Influenzavirus A(H3N2) und das Influenzavirus B zirkulieren derzeit weltweit. Diese Viren sind dauernd in Mutation und verändern sich fortlaufend. Dies erfordert eine jährliche Anpassung der Kenntnisse über ihre Charakteristika, damit man die entsprechenden Impfstoffe herstellen kann.
In der Schweiz treten jedes Jahr von November bis April Grippeepidemien auf, welche 5 bis 10% der Bevölkerung betreffen. In einer Saison werden etwa 100‘000 bis 250‘000 Konsultationen, 1‘000 bis 5‘000 Hospitalisierungen und 500 bis 1‘000 Todesfälle auf die Grippe zurückgeführt. Die jährlichen direkten Kosten für das Gesundheitssystem der Schweiz werden auf 100 Millionen Franken geschätzt. Werden die gesamten, für die Gesellschaft anfallenden Kosten mit einbezogen, wie Ausfall am Arbeitsplatz, belaufen sich die wirtschaftlichen Verluste auf etwa 300 Millionen Franken. (Referenz: Bundesamt für Gesundheit. The Economic Impact of Influenza in Switzerland – Interpandemic Situation.
Jede Person kann an Grippe erkranken. Die meisten Personen bei guter Gesundheit erholen sich sehr rasch von einer Erkrankung. Geschwächte Menschen (Neugeborene, Betagte, chronisch Kranke, deren Immunsystem geschwächt ist) können sehr schwerwiegende Komplikationen erleiden, die sogar zum Tod führen können.
Welches sind die Grippesymptome?
Hohes Fieber (>38°C), Frösteln, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Husten, Schnupfen und manchmal Atemschwierigkeiten.
Kinder können ebenfalls an Durchfall und Bauchschmerzen leiden.
Bei älteren Menschen tritt nicht immer Fieber auf.
Im Gegensatz zu Erkältungen, bei denen sich die Symptome langsam entwickeln, treten sie bei einer Grippe heftig auf.
Welche Komplikationen können bei einer Grippe auftreten?
Atemschwierigkeiten, Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Meningitis (Hirnhautentzündung) und Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels) gehören zu den schwerwiegenden Komplikationen. Das höchste Risiko tragen ältere Menschen (>65 Jahre), chronisch Kranke (Diabetes, Herz- oder Lungenkranke), Immungeschwächte und Neugeborene (insbesondere Frühgeborene).
Welche Behandlung wird bei Grippeerkrankung empfohlen?
Die Symptome, wie Fieber, Kopf, Muskel und Gelenkschmerzen, können mit Medikamenten auf Basis von Paracetamol (Dafalgan, Ben-u-ron, Panadol, Acetalgin, …) behandelt werden.
Achtung: Aspirin (Acetylsalizylsäure) wird für Kinder und Jugendliche nicht empfohlen, denn es kann Komplikationen nach sich ziehen (Reye-Syndrom).
Antivirale Medikamente ( Bsp Tamiflou)können Personen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko verabreicht werden. Diese sollten aber nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Eine unkontrollierte Einnahme kann die Viren resistent machen.
Bei zusätzlichen bakteriellen Infektionen (insbesondere Lungenentzündung) können auch Antibiotika verordnet werden. Diese sind jedoch gegen die Viren selber nicht wirksam, sondern bekämpfen Bakterien, die von der viralen Erkrankung profitieren, um sich zu verbreiten und somit eine zusätzliche Infektion zu verursachen.
Wie muss man sich verhalten, um eine Ansteckung zu verhindern?
- Sich die Hände regelmässig und gründlich mit Wasser und Seife waschen
- Husten und Niesen indem man sich den Mund und die Nase bedeckt, vorzugsweise mit einem Taschentuch
- Mindestens einmal im Tag lüften
- Verwenden von Einwegtaschentüchern, welche nach Gebrauch sofort entsorgt werden
- Nicht die gleichen Toilettenartikel wie die anderen Familienmitglieder benutzen
- Regelmässig die Kontaktoberflächen reinigen (Türklinken, Toilettenschüssel,…)
Warum sich gegen Grippe impfen lassen?
Bis heute ist die Impfung die einzige wirksame Präventionsmassnahme gegen Grippe und deren Komplikationen. Sie bietet einen direkten Schutz, indem bei den geimpften Personen Antikörper entstehen. Sie erlaubt es, die Ausbreitung des Virus zu unterbinden und somit die Ansteckung von durch hohes Alter oder Krankheit geschwächten Personen, bei denen der Impfschutz unzureichend ist, zu vermeiden. Somit werden nicht nur Risikopersonen dazu angehalten, sich impfen zu lassen, sondern auch jene, die mit ihnen in regelmässigem Kontakt stehen oder sie pflegen.
Woraus besteht der Grippeimpfstoff?
Der Grippeimpfstoff besteht aus Fragmenten des Influenza-Virus. Ausserdem enthält er Grundstoffe (Lezithin, Formaldehyd), Wasser und Spuren von Antibiotika (Neomyzin) sowie Eiprotein.
Warum muss jedes Jahr die Impfung wiederholt werden?
Die Influenzaviren mutieren ständig, weshalb die Zusammensetzung des Impfstoffs jedes Jahr angepasst werden muss. Damit angepasste Impfstoffe hergestellt werden können, publiziert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Februar jedes Jahres die Empfehlungen für die Zusammensetzung des Grippeimpfstoffs für den kommenden Winter auf der nördlichen Hemisphäre. Ihre Empfehlungen beruhen auf den Charakteristika der auf der ganzen Welt im Umlauf befindlichen Viren. Die Wirksamkeit der Impfung steht also direkt in Zusammenhang mit der Übereinstimmung des zirkulierenden Virus und dem Stamm, der im Impfstoff verwendet wurde.
Angesichts der virologischen Situation und der gut abgedeckten Versorgung mit Impfstoffen während des Winters 2010/2011, empfiehlt die WHO, die zusammensetzung der Impfstoffe für die kommende Saison nicht zu ändern. Der Impfstoff für die Grippesaison2011-2012 schützt vor den 3 erwarteten Virenstämmen :
- Influenzavirus A / H3N2/
- Influenzavirus A / H1N1/ (pandemischer Subtyp von 2009)
- Influenzavirus B
Die Dauer der Immunität nach der Impfung liegt gewöhnlich bei 6 bis 12 Monaten. Die jährliche Impfung ist folglich empfohlen.
Wer sollte sich impfen lassen?
Es können sich alle jene gegen Grippe impfen lassen, die das Risikoeiner Erkrankung aus privaten oder beruflichen Gründen einschränken möchten.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt für 2011-2012 insbesondere folgenden Personen die Impfung:
a) Personen mit erhöhtem Risiko für Komplikationen im Falle einer Infektion:
- Ältere Menschen von 65 Jahren oder mehr;
- Personen mit chronischen Krankheiten wie Herzleiden, Atemwegserkrankungen (insbesondere asthmatische Bronchitis) oder Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Fettleibigkeit);
- Personen mit geschwächtem Immunsystem (HIV-Infektion, Krebs, immunsupprimierende Medikamente);
- Frauen im zweiten Schwangerschaftsdrittel oder die in den vergangenen 4 Wochen geboren haben;
- Frühgeborene (vor der 33. Schwangerschaftswoche geborene oder mit einem Geburtsgewicht unter 1500 g); sie sollten ab 6 Monaten während den 2 ersten Wintern nach der Geburt geimpft werden;
- Personen, die in einem Pflegeheim oder einer Einrichtung für chronisch Kranke leben
b) Personen, die in ihrer Familie, privaten oder beruflichen Tätigkeiten regelmässig in Kontakt sind mit:
- Personen, mit erhöhtem Komplikationsrisiko (siehe oben unter Punkt a));
- Säuglinge unter 6 Monaten, weil diese wegen ihres jungen Alters nicht geimpft werden können und doch ein erhöhtes Risiko für Komplikationen aufweisen;
Empfohlen wird die Impfung dem gesamten ersonal, auch Studenten und Praktikanten in der Pflege, medizinischen und paramedizinischen Berufen, Krippen, Tagesstätten, Pflegeeinrichtungen, Alters- oder Pflegeheimen.
c) Personen, die beruflich in Kontakt mit Geflügel, wilden Vögeln oder Schweinen sind (um das Risiko der Entwicklung eines neuen Virus durch Rekombination oder Reassortment zu vermindern).
Kann die Grippeimpfung unerwünschte Nebenwirkungen haben?
Unerwünschte Nebenwirkungen treten bei etwa 5% der geimpften Personen auf. Es handelt sich dabei um harmlose Reaktionen, wie Rötung oder Schmerz bei der Einstichstelle, leichtes Fieber, Muskelschmerzen, Übelkeit.
Sehr selten Hautausschlag, Ödeme (Anschwellungen), Asthma oder eine andere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock) können auftreten.
Das Risiko für schwere Komplikationen bei einer Grippeerkrankung ist viel höher als jenes von schweren unerwünschten Nebenwirkungen bei der Impfung.
Wer sollte sich nicht gegen Grippe impfen lassen?
Die Grippeimpfung sollte bei schweren allergischen Reaktionen auf einen Inhaltsstoff (anaphylaktischer Schock) nicht verabreicht werden. Auch bei einer bekannten schweren Allergie auf Eiprotein sollte nicht geimpft werden.
Schwangerschaft und Stillphase sind keine Gründe nicht zu impfen.
Im Falle von Fieber sollte bis zum Abklingen der Symptome mit der Impfung gewartet werden, weil die Immunreaktion sonst beeinträchtigt sein könnte.
Wer muss die Grippeimpfung bezahlen?
Die Grippeimpfung wird von der Grundversicherung übernommen, sofern die Personen zu einer Risikogruppe für Komplikationen gehören (sieh oben), unter Vorbehalt der Franchise.
Muss aus beruflichen Gründen geimpft werden, übernimmt meistens der Arbeitgeber die Kosten.
Wo und wann kann man sich impfen lassen?
Die Impfung kann beim Hausarzt vorgenommen werden. Idealerweise wird sie zwischen Mitte Oktober und Mitte November verabreicht, damit das Immunsystem Zeit hat, die Abwehr zu entwickeln, bevor sich die Grippe ausbreitet. Ein nationaler Grippeimpftag wird jedes Jahr Anfang November organisiert. An diesem Tag wird die Grippeimpfung von gewissen Ärzten ohne Terminvereinbarung und zu einem reduzierten Preis angeboten.
Man kann sich aber den ganzen Winter über impfen lassen.
