Die häufigsten Fragen zum Steuerbezug

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Wie werden die Akontozahlungen 2012 berechnet?

Die Steuerforderungen sind provisorisch, und die Akontozahlungen sind auf der Grundlage der letzten bekannten Zahlen berechnet worden (Steuer 2010, wenn Sie 2011 noch nicht veranlagt worden sind).

Was muss ich tun, wenn die berechneten Akontozahlungen nicht mehr der Wirklichkeit entsprechen (z.B. vorheriges ausserordentliches Ein­kommen, dauerhafte Aufgabe der Erwerbstätigkeit im Jahr 2012 oder aussergewöhnlich hohe Verrechnungssteuer im Jahr 2011)?

Sie können sich mit der zuständigen Abteilung in Verbindung setzen (die Telefonnummerist in der zusammen mit der Steuererklärung zugesandten Wegleitung oder auf der Website angegeben).

Wann werde ich die Schlussabrechnung für meine Steuern erhalten?

Mit der Einführung der einjährigen Gegenwartsveranlagung basiert die Steuer 2012 auf den im Jahr 2012 erzielten Einkünften. Die Kantonale Steuerverwaltung wird erst ab 2013, nach Prüfung Ihrer Steuererklärung mit der Angabe Ihrer Einkünfte 2012, die Steuerveranlagung vornehmen und den Steuersaldo 2012 abrechnen können.

Muss ich damit rechnen, Zinsen zu zahlen?

Sollte sich herausstellen, dass die geleisteten Akontozahlungen 2012 für die veranlagte Steuer 2012 nicht ausreichen, wird für die ausstehenden Beträge ein Ausgleichszins in Rechnung gestellt. Diese Zinsen werden ab 30. April 2013 bis zur Ausstellung Ihrer Abrechnung berechnet. Sind hingegen zu hohe Akontozahlungen geleistet worden, so wird auf den rückerstatteten Beträgen ein Vergütungszins gutgeschrieben. Bei Zinsbeträgen von weniger als 10 Fr. werden keine Zinsen abgerechnet.

Wozu dient der Einzahlungsschein "Freiwillige Akontozahlung 2012"?

Wenn Sie Anfang 2013 Ihre Steuererklärung 2012 ausfüllen, können Sie Ihr steuerbares Einkommen und Vermögen 2012 berechnen. Stellen Sie dabei fest, dass die tatsächliche Steuerschuld deutlich höher ausfällt als die geleisteten Akontozahlungen (unter Berücksichtigung der Verrechnungssteuer 2011), so können Sie Ihre Akontozahlungen 2012 noch rechtzeitig ergänzen, damit Sie nach der Schlussabrechnung keine oder weniger Ausgleichszinsen zahlen müssen.

Kann ich den Einzahlungs­schein "Freiwillige Akontozahlung 2012" für eine Steuernachzahlung 2011 verwenden?

Nein. Dieser Einzahlungsschein darf nur für die Steuerzahlung 2012 verwendet werden. Es ist wichtig, dass Ihre Zahlungen im "richtigen" Jahr verbucht werden. Falls Sie eine Bank oder die Post mit der Zahlungsabwicklung beauftragen, müssen Sie jedes Jahr den Dauerauftrag ändern und das Jahr angeben, für das die Zahlungen zu leisten sind (die kodierten Einzahlungsscheine beilegen).

Mein Einkommen wird sich im Jahr 2013 wesentlich ändern. Wie verhält es sich mit meinen Akontozahlungen?

Bei einer erheblichen Erhöhung oder Verringerung Ihres Einkommens können Sie die Zahlungsbeträge entsprechend anpassen, indem Sie den Einzahlungsschein "Freiwillige Akontozahlung" verwenden oder die letzten Akontozahlungen gar nicht leisten. Erhöht sich Ihr Einkommen und leisten Sie keine freiwillige Akontozahlung, so wird Ihnen ein Ausgleichszins in Rechnung gestellt.

Ich werde im Jahr 2013 heiraten. Muss ich das der Steuerverwaltung melden?

Nein. Die Akontozahlungen sind der neuen Situation angepasst, wenn die Heirat vor dem Versand der Akontozahlungen erfolgt. Bei Heirat während des Jahres werden die Ehegatten für die ganze Steuerperiode gemeinsam veranlagt. Somit werden Einkommen, Vermögen und Verrechnungssteuer beider Ehegatten für die Festsetzung der Akontozahlungen zusammengerechnet. Die vor der Heirat von Ehemann und Ehefrau einzeln geleisteten Zahlungen werden von der als Ehepaar gemeinsam geschuldeten Steuer in Abzug gebracht.

Ich habe mich im Jahr 2012 scheiden lassen. Wie verhält es sich mit den in diesem Jahr bereits geleisteten Akontozahlungen?

Bei Trennung oder Scheidung werden die Ehegatten für die ganze Steuerperiode getrennt besteuert, auch wenn sie zu Beginn der Steuerperiode noch verheiratet waren. Nach Steuergesetz müssen die bei Ehepaaren erhobenen Steuerbeträge nach einer Trennung oder Scheidung hälftig aufgeteilt werden, vorbehaltlich anderslautender, von beiden Ehegatten unterzeichneter Vereinbarung.

Ich werde mich demnächst im Kanton Freiburg niederlassen. Was muss ich tun, um meinen Steuerpflichten nachzukommen?

Sie werden von uns einen auf den Angaben der Einwohnerkontrolle Ihrer neuen Wohngemeinde basierenden Fragebogen zugestellt bekommen, nach dem wir die provisorischen Akontozahlungen festsetzen können. Die Steuererklärung 2013 wird Ihnen dann Anfang 2014 zugestellt.

Ich werde demnächst aus dem Kanton Freiburg in einen anderen Kanton ziehen. Was geschieht mit den bereits geleisteten Akontozahlungen?

Da der Kanton, in dem Sie am Ende des Jahres Ihren Wohnsitz haben, für den Steuerbezug der ganzen Steuerperiode zuständig ist, werden Ihnen die Akontozahlungen rückerstattet, sobald Ihr Wegzug von der Einwohnerkontrolle der Gemeinde, aus der Sie wegziehen, sowie der Gemeinde, in die Sie ziehen, amtlich bestätigt worden ist.

Ich werde demnächst aus dem Kanton Freiburg ins Ausland ziehen. Was muss ich tun, um meinen Steuerpflichten nachzukommen?

Vor Ihrem Wegzug müssen Sie Ihre Steuererklärung 2013 ausfüllen, die Ihnen von der Kantonalen Steuerverwaltung für die Angabe der  im Jahr 2013 erzielten Einkünfte sowie Ihr Vermögen bis zum Wegzugsdatum zugestellt wird. Der Steuererklärung beizulegen sind die üblichen erforderlichen Unterlagen (Lohnausweis, Bankbescheinigungen, Belege für Abzüge usw.). Die Steuerverwaltung wird daraufhin Ihre Steuerveranlagung 2013 vornehmen und die ausstehenden oder rückzuerstattenden Steuern abrechnen.

Ich werde demnächst in eine andere Freiburger Gemeinde ziehen. Was geschieht mit den bereits geleisteten Akontozahlungen?

Für die Gemeindesteuer werden Sie nach Massgabe der Dauer Ihres Aufenthalts in der betreffenden Gemeinde besteuert. Für die Anpassung Ihrer Akontozahlungen sind die Gemeinden zuständig, die sich selber um das Steuerinkasso kümmern.