Schlichtungsbehörden in Mietsachen und Mietgericht

Es bestehen drei Schlichtungsbehörden für Streitigkeiten betreffend Mietverträge und nichtlandwirtschaftliche Pachtverträge: eine für den Saanebezirk, eine für den Sense- und Seebezirk und eine für den Greyerz-, den Glane-, den Broye- und den Vivisbachbezirk.

Die Schlichtungsbehörden tagen zu dritt, nämlich mit dem Präsidenten und mit zwei Beisitzenden, von denen einer die Vermieter und der andere die Mieter vertritt.

Mietgericht

Organisation

Die Gerichtsbarkeit in Mietsachen wird von den drei folgenden Gerichten ausgeübt:

ein Gericht für den Saanebezirk mit Sitz in Freiburg;
ein Gericht für den Sense- und Seebezirk mit Sitz in Tafers;
ein Gericht für den Greyerz-, Glane-, Broye- und Vivisbachbezirk mit Sitz in Bulle.

In der Regel tagt das Mietgericht in den Räumlichkeiten des Gerichts desjenigen Bezirks, in dem das Mietobjekt liegt.

Das Mietgericht tagt zu dritt, nämlich mit dem Präsidenten und mit zwei Beisitzenden, von denen eine Person die Eigentümerorganisationen und die andere die Mieterorganisationen vertritt.

Zuständigkeiten

Das Mietgericht entscheidet erstinstanzlich über alle Streitigkeiten zwischen Vermietern und Mietern, Verpächtern und Pächtern sowie Mietern und Untermietern, die aus einem Mietvertrag oder einem nichtlandwirtschaftlichen Pachtvertrag über eine im Kanton gelegene unbewegliche Sache entstehen.

Der Präsident entscheidet über vermögensrechtliche Streitigkeiten, deren Streitwert weniger als 8000 Franken beträgt, in den Fällen des summarischen Verfahrens sowie in Ausweisungsverfahren.

Gerichtskosten

Bei den Streitigkeiten betreffend Wohnungsmietverträgen werden keine Gerichtskosten erhoben, sofern das Mietobjekt die Hauptwohnung darstellt und es nicht luxuriöser Natur ist.