Wirtschaftsförderung mit mehr Projekten von Freiburger KMU

22. Februar 2017 -11h45

Heute hat die Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg (WIF) ihren Jahresbericht präsentiert. Die WIF begleitete 2016 in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld insgesamt 22 Unternehmen (11 Ansiedlungen und 11 Erweiterungen), die mittelfristig rund 400 neue Arbeitsplätze schaffen werden. Die Zahl der Projekte von Freiburger Unternehmen (11) war seit 2010 nie mehr so hoch. Zu den 22 Unternehmensprojekten kommen 15 Projekte der Neuen Regionalpolitik hinzu. Die Jahresmedienkonferenz der WIF hat beim Unternehmen PharmaFocus in Romont stattgefunden, das sich auf dem Areal der Tetra Pak niedergelassen hatte. Der Kauf dieses Geländes durch den Staat Freiburg im vergangenen Jahr war ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung der aktiven Bodenpolitik. Die heutige Medienkonferenz hat erstmals in Anwesenheit des neuen Volkswirtschaftsdirektors Olivier Curty stattgefunden.

Die aktuelle Unsicherheit in der Wirtschaft hält derzeit zahlreiche Industrieunternehmen davon ab, grössere Investitionsprojekte zu realisieren. Das Jahr 2016 war zwar gekennzeichnet durch eine Zunahme von Projekten, gleichzeitig ging aber das Investitionsvolumen deutlich von 185 auf 85 Millionen Franken zurück. Mit 22 Erweiterungen und Ansiedlungen nahm die Zahl der realisierten Projekte im Vergleich zum Vorjahr (17) zu. Die 22 begleiteten Unternehmen sehen vor, mittelfristig 390 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Diese Zahl ist leicht höher als im Vorjahr (382).

Sechs Ansiedlungen aus fünf Ländern
Die WIF hat 2016 die Ansiedlung von insgesamt elf neuen Unternehmen im Kanton Freiburg unterstützt. Fünf dieser Unternehmen stammen aus der Schweiz und sechs aus dem Ausland (Frankreich, Russland, Brasilien, Indien und USA). Vier der Ansiedlungen sind auf die Zusammenarbeit mit der Westschweizer Wirtschaftsförderung Greater Geneva Berne area (GGBa) zurückzuführen. Bei den neu angesiedelten Unternehmen handelt es sich immer mehr um technologische Firmen, insbesondere kleine Jungunternehmen, die sich wegen des innovationsfreundlichen Umfelds für die Schweiz entscheiden. „Mit seinen neuen Innovationsquartieren wie blueFACTORY in der Stadt Freiburg kann der Kanton Freiburg jetzt seine Neupositionierung als Innovationsstandort in diesem zukunftsorientierten Markt nutzbar machen", hält WIF-Direktor Jean-Luc Mossier fest.
Auch bei den Erweiterungs- und Innovationsprojekten begleitete die WIF elf Freiburger Unternehmen. Hierbei zählt der Neubau von Scott Sports in Givisiez zu den bedeutendsten Projekten des vergangenen Jahres. Der Sportartikel-Hersteller investiert derzeit 50 Millionen Franken in den Bau seines neuen Verwaltungsgebäudes in Givisiez.

Neue Regionalpolitik ging in die dritte Phase
Die Neue Regionalpolitik (NRP) zielt seit 2008 auf eine höhere Wettbewerbsfähigkeit der Regionen sowie auf die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen. Das Jahr 2016 zeichnete sich durch die Umsetzung der neuen Strategie aus, die im NRP-Umsetzungsprogramm 2016-2019 festgelegt wurde. Im ersten Jahr des Vierjahresprogramms konnten insgesamt 15 Projekte mit einem Gesamtbetrag von 7,3 Millionen Franken unterstützt werden. Das Vorzeigeprojekt von 2016 ist jenes der Technologie- und Innovationsplattform INNOSQUARE, die allen Freiburger Unternehmen zur Verfügung steht, die Zugang zu Spitzentechnologien wünschen.

Kanton Freiburg erwirbt Industriegrundstücke
Ein wichtiger Teil der Arbeit der WIF im 2016 war es, nicht mehr verwendete industrielle Grundstücke einer neuen Nutzung zuzuführen. Mit der Schliessung von Tetra Pak in Romont und Elanco in St-Aubin wurden 2016 gleich zwei grosse Industriestandorte frei. Im Rahmen der aktiven Bodenpolitik hat die Regierung entschieden, diese Grundstücke zu erwerben, um auf deren künftige Nutzung Einfluss zu nehmen.

Zu Gast bei PharmaFocus AG in Romont
Die Jahresmedienkonferenz der WIF hat dieses Jahr bei der PharmaFocus AG in Romont stattgefunden. Das 2001 in Basel gegründete Unternehmen hat sich 2014 in Romont auf dem Areal der Tetra Pak niedergelassen. PharmaFocus ist der einzige Pharma-Grosshändler der Schweiz, der ausschliesslich die unabhängigen, inhabergeführten Apotheken beliefert. Ziel des Unternehmens ist es, den Beruf der Apotheker als unabhängige Unternehmer zu fördern und aufrechtzuerhalten. In Romont befindet sich der logistische Hauptsitz des Unternehmens. Die 150 Mitarbeitenden in Romont und Münchenstein beliefern die Apotheken in der ganzen Schweiz mindestens zwei Mal täglich mit über 37'000 verschiedenen Artikeln. Die Nummer 2 im deutschen Pharma-Grosshandel, das apothekereigene Unternehmen NOWEDA, hält eine 51%-Beteiligung an PharmaFocus.
www.pharmafocus.ch

 

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