Beitrag zur Innovation und zum Wirtschaftswachstum im Kanton Freiburg 2017

31. Januar 2020 -10h00

Im vergangenen Oktober hat das Bundesamt für Statistik (BFS) die neuen Zahlen zur Unternehmensdemografie (UDEMO) für 2017 veröffentlicht. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse für unseren Kanton, die im weiteren Sinne seinen Beitrag zur Innovation und zum Wirtschaftswachstum verbildlichen.

Beitrag zur Innovation und zum Wirtschaftswachstum im Kanton Freiburg 2017
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1’200 neue Unternehmen wurden "ex nihilo" gegründet, 38 weniger als im Jahr 2016 (-3,1%). Dies entspricht 3,1% der Neugründungen in der gesamten Schweiz. Die wichtigsten Sektoren, in denen sich Neugründungen ereignen, sind die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen und das Gesundheits- und Sozialwesen. Vergleicht man die Zahl der Neugründungen mit den insgesamt im betreffenden Bezirk aktiven Unternehmen, so konzentriert sich die Mehrheit der Neugründungen auf den Greyerz- (8,5 %), den Vivisbach- (8,3 %) und den Glanebezirk (8,3 %). Geringere Dynamik in diesem Bereich verzeichnen der Saane- (7,0%) und der Sensebezirk (6,0%). Diese neuen Unternehmen müssen um ihr Überleben kämpfen. So waren mehr als vier von fünf Unternehmensgründungen aus dem Jahr 2016 nach einem Jahr noch aktiv, während die Überlebensrate der Neugründungen aus dem Jahr 2014 nach 3 Jahren auf 55,4% gesunken ist.

Der Zweig "Forschung und Entwicklung" beschäftigte 2017 361 Mitarbeiter und verzeichnete somit im Kanton Freiburg einen Netto-Arbeitsplatzverlust von 4%, während die Arbeitsstellen landesweit dank der Dynamik der Grosszentren um 4,4% zugenommen haben. Außerdem sind von diesen 361 Arbeitsplätzen nur 32,6% von Frauen besetzt, verglichen mit 37,2% auf Landesebene.

Die Branche "Forschung und Entwicklung" als solche hat jedoch kein sehr hohes Gewicht in der Freiburger Wirtschaft. Sie nimmt nur 0,3% der Arbeitsplätze ein, halb so viel wie auf Landesebene (0,6%). Dagegen verzeichnete die Branche "Herstellung von Computerprodukten, Elektronik und Uhren", die 2,6% der Arbeitsplätze im Kanton Freiburg (CH: 2,5%) ausmacht, unter den anderen Industrien mit hoher Forschungs- und Entwicklungsintensität einen Nettozuwachs von 2,9% im Kanton, gegenüber einem Nettorückgang von 0,7% auf Schweizer Ebene. Stärker noch haben die Arbeitsplätze in der pharmazeutischen Industrie (0,9% der Arbeitsplätze des Kantons) innerhalb eines Jahres um 11,5% (CH: +1,9%) zugenommen.

Um einen Einblick in die Dynamik der Unternehmensentwicklung zu erhalten, können wir uns die wachstumsstarken Unternehmen ansehen, die als Marktunternehmen mit mindestens 10 Arbeitsplätzen definiert sind, deren Belegschaft in drei aufeinander folgenden Jahren durchschnittlich um mehr als 10% pro Jahr gewachsen ist. Die Ergebnisse zeigen, dass der Kanton Freiburg im Jahr 2017 129 wachstumsstarke Unternehmen hatte, d.h. 6,9% aller Unternehmen mit mindestens 10 aktiven Arbeitsplätzen im Jahr 2017. Dieser Anteil entspricht dem Landesdurchschnitt. Im Zeitraum von 2014 bis 2017 wurden im Kanton 1'749 Arbeitsplätze durch wachstumsstarke Unternehmen geschaffen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 15,8% pro Jahr entspricht, die leicht unter derjenigen der Schweiz (18,0%) liegt.

Der Anteil der Arbeitsplätze in innovativen und hochproduktiven Sektoren erinnert daran, dass die Freiburger Wirtschaft in diesen Bereichen nach wie vor unter dem Landesdurchschnitt liegt, der durch die Spitzenleistungen in den Metropolitanregionen des Landes beeinflusst wird.

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