Geschichten aus der Natur - Eine Amerikanerin in Freiburg

27. November 2020 -13h54

Ob Pelztiere, Vögel, Pflanzen oder andere Lebewesen: Lassen Sie sie Ihren Bildschirm erobern! Mit seinen «Geschichten aus der Natur» lässt das Naturhistorische Museum ein aktuelles Naturthema in neuem Licht erscheinen. Wer weiss, vielleicht machen Sie die Beobachtungen dann auch vor Ihrer Haustür?

© Etat de Fribourg - Staat Freiburg - Sophie Giriens

Eine Amerikanerin in Freiburg

Eine Amerikanerin in Freiburg
Agrandir Eine Amerikanerin in Freiburg © Etat de Fribourg - Staat Freiburg - Sophie Giriens
Eine Amerikanerin in Freiburg

Ab dem Herbst kommen viele Besucherinnen und Besucher ins Naturhistorische Museum und wollen wissen, was das für ein grosses Insekt sei, das sie bei sich zu Hause gesehen hätten. Es ist braun, länglich, hat lange Fühler und kleine Dornen an den Beinen. Und es hat einen Rüssel, der ähnlich einer Spritze aus zwei Röhrchen besteht und unter den Körper geklappt ist. Dieser Rüssel verrät: Es handelt sich um eine Wanze.

Und es ist nicht irgendeine Wanze! Die amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze stammt ursprünglich aus Nordamerika. Anfangs dieses Jahrhunderts kam sie, wahrscheinlich mit importiertem Holz, nach Europa. Sie verbreitete sich rasch auf dem ganzen Kontinent und ernährt sich hauptsächlich von Koniferen-Saatgut. Heute ist die Wanze weit verbreitet. Für den Menschen ist sie harmlos, aber sie hat die ärgerliche Angewohnheit, im Herbst und Winter die Wärme unserer Wohnungen zu suchen.

 

Sophie Giriens (Übersetzung Carole Schneuwly)