Die Kommission für Jugendfragen (JuK) feiert ihr zehnjähriges Bestehen

16. Dezember 2019 -15h38

Die Kommission für Jugendfragen (JuK) feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Nachdem sie Bilanz ihrer bisherigen Tätigkeiten gezogen hat, blickt sie entschlossen in die Zukunft und packt die Umsetzung der Kinderrechte im Kanton Freiburg als eines der wichtigen Themen in den kommenden Jahren an

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Kinderrechte, ein Zukunftsthema

Nach der 4. kantonalen Tagung «I mache mit!» vom 20. September 2019 wird die Die Kommission für Jugendfragen (JuK) den Schwerpunkt auf die Umsetzung der Kinderrechte im Kanton Freiburg legen, insbesondere für das Kleinkindalter, das so wichtig für die Verwirklichung dieser Rechte und grundlegend für die Entwicklung des Kindes ist. Ausgehend von den Ergebnissen der kantonalen Tagung und in engem Austausch mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren an der Basis möchte die JuK ein kantonales Konzept zur frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung entwickeln.

Ein Blick zurück

Die JuK wird ihre letzte Sitzung des Jahres nutzen, um auf die letzten zehn Jahre zurückzublicken. Die von Stéphane Quéru, dem Amtsvorsteher des Jugendamtes, präsidierte und aus 11 Mitgliedern in Vertretung der Gemeinden, der Dienststellen des Staates, der soziokulturellen Animation, der Kinder- und Jugendorganisationen, des Bereichs frühe Kindheit und natürlich der Jugendlichen bestehende JuK hat unter anderem die Aufgabe, Empfehlungen an den Staatsrat, die Gemeinden und die Organisationen der Zivilgesellschaft abzugeben und im Kanton Freiburg eine Kinder- und Jugendpolitik umzusetzen, die auf die Ressourcen und Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet ist.

Zur Erreichung dieser Ziele hat sie schon im 2010 ein auf 4 Pfeilern (Bildung, Schutz, Förderung und Partizipation) basierendes Leitbild der Freiburger Kinder- und Jugendpolitik entwickelt. 2011 hat sie dann eine breit angelegte Bestandsaufnahme zum Stand der Kinder- und Jugendpolitik im Kanton Freiburg und deren Entwicklungspotential durchgeführt. Diese wurde 2013 veröffentlicht.

2015 hat die JuK die vom Bund gebotene Gelegenheit genutzt, um während drei Jahren die kantonale Strategie namens «I mache mit!» zu entwickeln. Dank der Unterstützung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) konnte sie ein umfassendes partizipatives Vorgehen durchführen, an dem sowohl die Kinder und Jugendlichen als auch die relevanten Akteurinnen und Akteure teilgenommen haben. Auf die Arbeit an den drei kantonalen Tagungen folgte im 2017 bzw. 2018 die Verabschiedung von vier kantonalen Zielen, eines Aktionsplans und eines Leitfadens zuhanden der Gemeinden durch den Staatsrat.

In den letzten zehn Jahren hat die JuK 327 Projekte zugunsten einer harmonischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und Stärkung ihres Rechts auf Mitsprache und Anhörung mit insgesamt 1 818 000 Franken unterstützt.

Mehr Unterstützung für die Gemeinden

Während der Betrag zugunsten der JuK für die Kinder- und Jugendförderung 2009 noch CHF 100 000.-  betrug, belief er sich zwischen 2013 und 2019 auf CHF 170 000 .-. Zur Steigerung der positiven Wirkung der neuen kantonalen Strategie und zur Unterstützung der Entwicklung der kommunalen Politik in diesem Bereich hat der Grosse Rat letzten September beschlossen, diese Subvention für 2020 und 2021 auf CHF 190 000.- und für 2022 und die folgenden Jahre auf CHF 200 000.- zu erhöhen.

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