Beschreibung
Beschreibung der Massnahme
Diese Veranstaltung dient dazu, die neuen Einwohnerinnen und Einwohner einer Gemeinde gemeinsam zu begrüssen. So:
- können die Zuzügerinnen und Zuzüger willkommen geheissen werden;
- können Informationen zur Organisation und zum Funktionieren der Gemeinde kommuniziert werden;
- können Kontakte zwischen neuen Einwohnerinnen und Einwohnern und den Gemeindebehörden hergestellt werden;
- kann die Beteiligung am lokalen Leben gefördert werden.
Diese Veranstaltung kann je nach Grösse der Gemeinde und der Anzahl der neuen Einwohnerinnen und Einwohner unterschiedliche Formen annehmen.
Vorteile und Risiken
Vorteile:
- Kennenlernen der neuen Einwohnerinnen und Einwohner
- Integration der neuen Einwohnerinnen und Einwohner
- Förderung des sozialen Zusammenhalts in der Gemeinde
- Erhöhung der Sympathien für die Gemeinde für die Verbindungen zur Gemeinde
Risiken:
- Es gelingt nicht, neue Einwohnerinnen und Einwohner zu mobilisieren
Umsetzung
Projektlauf
- Einen Bedarf identifizieren und entscheiden
- Dienststellen der Gemeinden und lokale Vereine und Organisationen mobilisieren
- Eine Projektkoordinatorin oder einen Projektkoordinator ernennen und die Modalitäten der Veranstaltung festlegen
- Neue Einwohnerinnen und Einwohner einladen
- An der Veranstaltung teilnehmen
1. Der Gemeinderat erkennt einen Bedarf, seine Zuzügerinnen und Zuzüger zu empfangen und zu informieren.
2. Der Gemeinderat genehmigt die Organisation einer Begrüssungsveranstaltung.
3. Der Gemeinderat mobilisiert die zuständigen Dienststellen, insbesondere die Einwohnerkontrolle, sowie die Vereine, Verbände und lokalen Gesellschaften, um diese in den Prozess einzubeziehen.
4. Die Gemeinde entscheidet über die Form der Begrüssungsveranstaltung (Ort, Uhrzeit, Gestaltung usw.) was deren Grösse und die Bedürfnisse betrifft.
5. Die Gemeinde ernennt eine Projektkoordinatorin oder einen Projektkoordinator.
6. Die Gemeinde lädt jede neue Einwohnerin und jeden neuen Einwohner persönlich ein (per Post, Flyer usw.). Übersetzungen in andere Sprachen als Französisch und/oder Deutsch oder der Einsatz von interkulturellen Dolmetschenden können von Vorteil sein.
7. Die Begrüssungsveranstaltung findet in Anwesenheit der neuen Einwohnerinnen und Einwohner, der Vertreterinnen und Vertreter der Gemeindebehörden und idealerweise der Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Vereine statt.
Punkte, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen
Schritt 2: Das Projekt muss vom Gemeinderat und seiner Verwaltung getragen werden. Es muss das richtige Format entsprechend den Bedürfnissen und der Grösse der Gemeinde gewählt werden.
Schritt 3: Falls erforderlich kann sich die Gemeinde an die Fachstelle für die Integration der MitgrantInnen und für Rassismusprävention (IMR) des Kantons Freiburg wenden. Sie kann sich auch von anderen Gemeinden inspirieren lassen, die bereits Erfahrung in diesem Bereich gesammelt haben.
Für den Erfolg des Projekts ist es besonders wichtig, alle Beteiligten zu mobilisieren.
Schritt 6: Es ist wichtig, dass Sie der Einladung, die Sie versenden, besondere Aufmerksamkeit im Hinblick auf den Mehrwert und die positive Botschaft für die Gemeinde widmen. Es ist auch zu berücksichtigen, dass einige neue Einwohnerinnen und Einwohner die lokale Sprache noch nicht sprechen.
Überwachung und Evaluierung
Die Gemeinde bewertet die Veranstaltung, um daraus Lehren für eine zukünftige Durchführung zu ziehen:
- Quantitative Bewertung des Projekts (Anzahl der anwesenden Personen)
- Qualitative Bewertung des Projekts (Zufriedenheit der Teilnehmenden und der Organisatorinnen und Organisatoren)
- Bilanz des Gleichgewichts zwischen den eingesetzten Mitteln und dem erzielten Ergebnis
Je nach Ergebnissen denkt die Gemeinde über die Weiterführung des Projekts nach (Organisation jedes Jahr, alle zwei Jahre, Einstellung des Projekts usw.).
Kosten und Ressourcen
Kosten in Zahlen
Die Kosten variieren stark, von einigen hundert Franken bis zu mehreren tausend Franken, abhängig von der Grösse der Gemeinde und dem gewählten Format. Im Voranschlag muss Folgendes enthalten sein: Druck- und Postkosten für die Einladungen, gegebenenfalls Übersetzung der Dokumente, Kosten für eventuelle Animationen, Kosten für den Aperitif, eventuelle Kosten für Saalmiete/Material usw.
Mögliche Unterstützung
- Das Büro für die Integration von MigrantInnen und für Rassismusprävention (IMR) für eine mögliche finanzielle Unterstützung über das kantonale Integrationsprogramm KIP und seine Ausschreibung für Projekte zum Thema «Begrüssung und Information». Ausschreibungen «Integration» und «Rassismusprävention» 2024 | Staat Freiburg
- Interkultureller Dolmetschdienst für ein Angebot in der Herkunftssprache: https://www.secomprendre.ch/de
Weiterführende Informationen
Ausführungsbeispiel
Stadt Freiburg: https://www.ville-fribourg.ch/de/willkommen/willkommensveranstaltung
Stadt Bulle: https://www.bulle.ch/integration/14204
Kontakt
Fachstelle für die Integration der Migrantinnen und Migranten und für Rassismusprävention (IMR): www.fr.ch/de/sjsd/imrintegration@fr.ch