Dieses Archiv stellt ein wertvolles Gedächtnis für die Forschung, für Neugierige sowie für die Freiburger Geschichte dar, die der Konzertsaal seit seinen Anfängen im Jahr 1983 massgeblich geprägt hat. Als Herzstück des Freiburger Nachtlebens ist der Fri-Son in der Tat einer der ersten Orte für Underground-Kultur und alternative Musik, die in der Westschweiz entstanden sind. Im Laufe seiner Geschichte erlangte er nationale und sogar internationale Bekanntheit, indem er Legenden wie Muse, Cat Power, Nirvana, NTM, die Beastie Boys, Christine and the Queens, The Young Gods, die Foo Fighters, Stromae oder auch Théodora auf der Bühne begrüsste.
Der Bestand wird im Bereich Kulturerbe unter der Leitung von Candice Rey, die für das Musikarchiv in der KUB verantwortlich ist, einer umfassenden archivarischen Aufarbeitung unterzogen. Nach einer Reinigungsphase werden die Dokumente sortiert, geordnet, beschrieben und in Fri-Memoria inventarisiert, um das Archiv dauerhaft zu erhalten und gleichzeitig dessen künftige Nutzung zu erleichtern.
Das Archiv des Fri-Son wird somit Teil der umfangreichen Sammlung musikalischer Archive der KUB, die das Musikleben des Kantons vom 16. Jahrhundert bis heute dokumentiert. Es wird diesen Kulturerbe-Bestand bereichern, indem es ihn auf neuartige Weise für die aktuelle Musikszene öffnet und eine wertvolle und umfassende Quelle rund um einen symbolträchtigen Kulturort darstellt. Der Fortbestand und die Zugänglichkeit seines kulturellen Erbes sind damit gesichert!