Präsentation
Heute notwendiger denn je gewährleistet die KUB Freiburg Zugang zu zuverlässiger und qualitativ hochwertiger Information. Sie bietet im Herzen der Stadt und des Kantons einen Ort des Lernens, des Entdeckens und des Erinnerns.
Sowohl online als auch in ihrem neuen Gebäude stellt die KUB umfangreiche Informationsressourcen zur Verfügung. Darüber hinaus bewahrt sie das kulturelle Erbe des Kantons und organisiert ein vielfältiges Kulturprogramm.
Aufgaben
Es ist die Aufgabe der KUB, zur Bildung und zum Allgemeinwissen der Bevölkerung beizutragen, die unverzichtbaren Hilfsmittel für die universitäre Lehre und wissenschaftliche Forschung bereitzustellen und die Erhaltung und die Aufwertung des dokumentarischen Kulturerbes von Freiburg zu gewährleisten. Zudem trägt sie zur Entwicklung des öffentlichen Bibliothekswesens im Kanton Freiburg bei.
Vision
Die neue Bibliothek
Die KUB Freiburg öffnet am 1. September 2026 die Türen ihrer neuen Bibliothek an der Rue Saint-Michel 6. Dieses neue Gebäude bietet mehr als 200'000 Dokumente im Freihandbereich (Bücher, Zeitschriften, Musik, audiovisuelle Medien), zahlreiche Arbeits- und Lesebereiche, Zugang zur nationalen und internationalen Presse im Café La Parenthèse sowie Räume für kulturelle Veranstaltungen wie Ausstellungen, Workshops und Vorträge an.
Geschichte der KUB: eine Chronologie
1848Die Kantonsbibliothek wird am 23. Dezember durch einen Beschluss des Freiburger Grossen Rats gegründet, im Einklang mit den Idealen der neuen radikal-liberalen Regierung, die aus der Niederlage des Sonderbunds hervorgegangen war.Nach der Vertreibung der Jesuiten und der Aufhebung der Klöster werden die Besitztümer der Kirche unter zivile Verwaltung gestellt. Die Bestände der Bibliotheken des Kollegiums St. Michael (das in eine Kantonsschule umgewandelt wird) und anderer Orden und Klöster bilden die neue Kantonsbibliothek, die sich neben der Kapelle des ehemaligen Kollegiums befindet.
1852Der erste Bibliothekar, Pfarrer Meinrad Meyer, veröffentlicht den ersten Band des gedruckten Katalogs (die folgenden Bände erscheinen in den Jahren 1855, 1859 und 1868).
1870Der Priester und Historiker Jean Gremaud übernimmt die Leitung der Bibliothek.
1889Gründung der Universität Freiburg sowie der ersten Seminarbibliotheken (Rechtswissenschaft, Alte Sprachen, Archäologie, Geschichte und Theologie).
1897Charles Holder, ein junger Priester aus dem Elsass, übernimmt die Leitung der Bibliothek.
1905Max de Diesbach, ein in Deutschland ausgebildeter Jurist und Freiburger Politiker (Oberamtmann von Romont, Nationalrat) wird neuer Direktor.
1909Die Bibliothek wird offiziell zur «Kantons- und Universitätsbibliothek» (KUB).
1910Am 11. Juni findet die Einweihung des Gebäudes statt, das die klassische Infrastruktur der heutigen Bibliothek bildet (KUB-Zentrale). Es befindet sich in der Nähe des Kollegiums St. Michael.
1916Mit François Ducrest übernimmt erneut ein Geistlicher die Leitung der KUB.
1925Der Historiker Gaston Castella, Professor an der Universität und Verfasser der Geschichte des Kantons Freiburg, wird zum Direktor der Bibliothek ernannt.
1941Der Universitätsstandort Miséricorde wird eingeweiht und bietet neue Räumlichkeiten für die Seminarbibliotheken.
1942In einem Reglement wird die Struktur der KUB festgelegt: «eine zentrale Verwaltung für eine dezentrale Nutzung».Der Rechtsanwalt François Esseiva wird zum Direktor der KUB ernannt.
1958Der Rechtsanwalt René de Wuilleret übernimmt die Leitung der KUB. Er leitet zudem eine Versicherungsgesellschaft.
1973Georges Delabays, der seit 1948 in den Diensten der KUB steht, wird zum Direktor ernannt.
1976Die KUB wird erweitert und erhält ein neues architektonisches Erscheinungsbild.
1982Der erste Band der Bibliografie des Kantons Freiburg erscheint.1848La Bibliothèque cantonale est fondée le 23 septembre par décret du Grand Conseil fribourgeois, conformément aux idéaux du nouveau régime radical issu de la défaite du Sonderbund.Après l'expulsion des Jésuites et la suppression des couvents, les biens de l'Eglise sont placés sous administration civile. Les fonds des bibliothèques du Collège Saint-Michel (transformé en Ecole cantonale) et des autres ordres et monastères forment la nouvelle Bibliothèque cantonale, située au-dessus de la chapelle de l'ancien collège.
1984Die KUB schliesst sich dem Verbund der Westschweizer und Tessiner Bibliotheken (RERO) an und beginnt mit Informatisierung des Katalogs (System SIBIL).Der neue Direktor der KUB, der Historiker Martin Nicoulin, tritt sein Amt an.
1985Die KUB feiert mit einer Ausstellung und einer Publikation das 400-jährige Jubiläum des Freiburger Buchdrucks («Das Freiburger Buch 1585–1985»).
1987Die Bestände werden inventarisiert. Zu diesem Zeitpunkt besitzt die KUB 1'671'589 Dokumente.
1989Das Freiburger Medienzentrum, ehemals «Centre d'initiation aux mass média», wird in die KUB integriert.Die KUB und die Bibliotheken des Kantons beginnen ihre Zusammenarbeit: Es soll ein Freiburger Dokumentationsnetzwerks aufgebaut werden.
1990Der erste Band der laufenden Freiburger Bibliografie (1986-1987) erscheint. Der Kongress des Verbandes der Bibliotheken und Bibliothekarinnen/Bibliothekare der Schweiz (BBS) findet in Freiburg statt.
1993Das Reglement vom 2. März – basierend auf dem Gesetz vom 2. Oktober 1991 über die kulturellen Einrichtungen des Staates – legt die Aufgaben und die Arbeitsweise der KUB fest.Die Ausleihe und der Erwerb von Dokumenten werden informatisiert.
1995Die erste Website der KUB wird aufgeschaltet.
1997Zusammen mit den Bibliotheken des Westschweizer Verbundes (RERO) führt die KUB das Datensystem für Bibliotheken VTLS ein.
1998Die KUB feiert ihr 150-jähriges Bestehen und präsentiert ihre neue Website.Die dezentralen Bibliotheken und ihre Beziehungen zur Zentralbibliothek sind Gegenstand einer Evaluation.
1999Über die Website der KUB sind mehrere elektronische Ressourcen zugänglich: elektronische Zeitschriften, Freiburger Fotografien, Datenbanken, von der KUB herausgegebene elektronische Publikationen usw.
2000Der Staatsrat stellt ein Projekt für die Erweiterung der KUB in drei Schritten vor: die Einrichtung eines Buchdepots in Beauregard, die Neugestaltung der Räumlichkeiten der Zentralbibliothek und deren Erweiterung in der Rue Saint-Michel.DOKPE wird eröffnet: In der Bibliothek der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät sind die Bestände von 12 Institutionen an einem Ort vereint.
2001Das Datensystem wird von VTLS auf VIRTUA umgestellt: Über eine Million Werke, 50 % des Bestandes der KUB, sind im elektronischen Katalog erfasst.Die Freiburger Bibliografie ist separat online zugänglich. Sie umfasst 17’500 Einträge und ersetzt die fünf gedruckten Bände, die den Zeitraum 1986–1995 abdecken.
2002In der Leitung der KUB gibt es einen Wechsel: Martin Good tritt die Nachfolge von Martin Nicoulin an.Ein Teil des Bestandes der KUB-Zentrale wird nach Beauregard verlegt.
2007Der Staatsrat erhält den Bericht über das Erweiterungsprojekt (am ursprünglichen Standort) und eine Machbarkeitsstudie.
2009Der Staatsrat verabschiedet das Erweiterungsprojekt und beschliesst die Ausschreibung eines Architekturwettbewerbs.Es wird ein internationaler Architekturwettbewerb für den Aus- und Umbau der Zentrale der Kantons- und Universitätsbibliothek ausgeschrieben.
2010Die Jury des Architekturwettbewerbs wählt das Projekt «Jardins cultivés» des Architekturbüros Butikofer de Oliveira Vernay sàrl aus.Das Gebäude der Kantons- und Universitätsbibliothek feiert ihr 100-jähriges Jubiläum (eingeweiht am 11. Juni 1910).
2013Der Staatsrat beschliesst, auf den Erwerb des Gartens des Albertinums zu verzichten, und erteilt den Auftrag, das Siegerprojekt des Wettbewerbs «Jardins cultivés» wie folgt zu überarbeiten: Der Ausbau wird auf das staatseigene Grundstück beschränkt, die bestehenden Räumlichkeiten werden neu gestaltet und es wird die Schaffung eines externen Lagerraums geprüft.
2014FReBOOKS wird eingeführt: Das digitale Angebot der KUB für die Bevölkerung des Kantons Freiburg umfasst E-Books, Hörbücher und Musik-Streaming.
201715 Schweizer Institutionen, darunter die Universität Freiburg, gründen die SLSP – Swiss Library Service Platform AG. Die SLSP ist eine nationale Plattform für wissenschaftliche Bibliotheken in der ganzen Schweiz, die auf einem zentralisierten Bibliothekssystem der neuen Generation basiert, das den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen ist.
2018Am 10. Juni 2018 geben 81 % der Stimmberechtigten grünes Licht für die Umsetzung des Aus- und Umbauprojekts der KUB.
2019Der Staatsrat beschliesst, die ehemaligen Depots der KUB im Rahmen des Aus- und Umbauprojekts der Bibliothek für die nächsten fünf Jahre in Romont unterzubringen. Der Staatsrat wählt zudem ein Grundstück in Givisiez für die Errichtung des interinstitutionellen kantonalen Lagers für Kulturgüter (SIC) aus.
2020Mit dem Amtsantritt von Angélique Boschung ist erstmals eine Frau an der Spitze der KUB.Die KUB zieht für die Dauer der Erweiterungsarbeiten um und verteilt sich auf drei Standorte: die öffentlichen Bereiche in Beauregard, die Büros in den Räumlichkeiten von Polytype und das Aussendepot in Romont.
2021Die Aus- und Umbauarbeiten beginnen.
2022Fri-Memoria, die neue Plattform für das in der KUB aufbewahrte schriftliche, visuelle und akustische Kulturerbe des Kantons Freiburg, wird aufgeschaltet.
2023Ab dem 1. Januar gelten Artikel 28–29 des Gesetzes vom 7. November 1991 über den Schutz für Kulturgüter auch für digital entstandene Dokumente.
2024Das digitale Angebot FReBOOKS wird um filmfriend (Filme, Serien und Dokumentationen) und PressReader (Zeitungen und Zeitschriften) erweitert.
2026Nach fünfjähriger Bau- und Renovierungsphase sind die aus- und umgebauten Gebäude ab dem 1. September für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Universitätsbibliotheken BLL (Bibliothek für mittelalterliche und moderne Sprachen und Literaturen), BLE (Bibliothek für Fremdsprachen und Mehrsprachigkeit), EOC (Bibliothek für Ost- und Ostmitteleuropa) und MUS (Bibliothek für Musikwissenschaft) werden in die KUB-Zentrale integriert.
Ein neues Corporate Design und ein neues Logo werden eingeführt. Sie spiegeln die Offenheit der KUB gegenüber ihren Zielgruppen und die menschliche Seite ihrer Dienstleistungen wider.