Beschreibung
Beschreibung der Massnahme
Mit dieser Massnahme soll die ökologische Qualität der privaten und öffentlichen Grünflächen durch das Pflanzen von einheimischen Hecken verbessert werden. Für die Fauna und Flora sind Hecken, die aus einheimischen und verschiedenen Arten bestehen, von unschätzbarem Wert. Der Gewöhnliche Liguster, Schlehdorn oder Schwarze Holunder sind Arten, die für die klimatischen Bedingungen in der Schweiz bestens geeignet sind. Diese Landschaftsstrukturen fördern die Artenvielfalt, die Landschaftsästhetik, den Wasserhaushalt sowie den Bodenschutz.
Vorteile und Risiken
Vorteile:
- Spendet Schatten, der temperaturregulierend wirkt
- Fördert die Wasserinfiltration, Kohlenstoffsenken
- Übernimmt die Funktion eines natürlichen Windschutzes und eines Schutzes vor Lärm und Staub
- Bietet kleinen Tieren Unterkunft und Nahrung
- Fördert die Harmonie der Landschaft.
Umsetzung
Projektlauf
- Bestimmung des Standorts der Hecke
- Wahl der einheimischen Arten
- Einpflanzen zwischen Oktober und März
- Schnitt vorzugsweise im Winter
Etappe 1: Bestimmung des Standorts der künftigen Hecke.
Etappe 2: Festlegung der Arten (ausschliesslich einheimische) sowie die Zahl der Jungpflanzen in Abhängigkeit der Eigenschaften des Standorts (Höhe, Sonneneinstrahlung, Bodenbeschaffenheit, Nähe zu Bauten usw.).
Etappe 3: Das Einpflanzen sollte idealerweise zwischen Ende Oktober und März und nicht bei Bodenfrostgefahr erfolgen.
Etappe 4: Die Hecken werden vorzugsweise im Winter geschnitten.
Punkte, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen
Etappe 2: Um die Anpflanzung einheimischer Arten auf Gemeindegebiet zu fördern, kann die Gemeinde in den Baubewilligungen festlegen und/oder in der Gemeindebaureglement (GBR), dass auf den Parzellen einzig einheimische Arten für Pflanzungen verwendet werden dürfen.
Etappen 1 und 4: Die Artikel 44 bis 48 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGZGB) und Artikel 94 des Strassengesetzes (StrG) enthalten nützliche Angaben bezüglich Höhe, Beschneiden und Abstand zur Fahrbahn von Hecken.
Allgemein: Die Westschweizer Kanton haben die Garten-Charta ausgearbeitet. Privatpersonen und Gemeinden, die diese Charta unterzeichnen, verpflichten sich, zehn Massnahmen zu ergreifen, um das Überleben von Igeln, Vögeln, Schmetterlingen und generell der Artenvielfalt zu fördern.
Überwachung und Evaluierung
Es ist wichtig, den Schutz der Jungpflanzen durch Massnahmen gegen Wildtiere sicherzustellen. Wenn es nach dem Einpflanzen nicht ausreichend regnet, ist eine ausreichende Bewässerung entscheidend für das Überleben der Pflanzen. Abgestorbene Sträucher sind zu ersetzen.
Kosten und Ressourcen
Kosten in Zahlen
Die Kosten sind von den Arten, der Zahl der Jungpflanzen sowie von deren Pflege abhängig.
Mögliche Unterstützung
Das Amt für Wald und Natur (Sektion Natur und Landschaft) des Kantons Freiburg unterstützt Primarschülerinnen und -schüler sowie deren Lehrpersonen dabei, im Rahmen ihres Lehrplans eine einheimische Hecke zu pflanzen.
Weiterführende Informationen
Ausführungsbeispiel
Seit 2008 wurden im Kanton Freiburg zahlreiche Hecken gepflanzt. Beispielsweise haben im November 2019 41 Schülerinnen und Schüler in Surpierre rund 170 Jungpflanzen für eine beinahe 180 Meter lange Hecke gepflanzt.
Kontakt
Amt für Wald und Natur (Staat Freiburg, ILFD)sfn@fr.ch
Nützliche Links
Das Aktionsportfolio zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum ist ein Werkzeug, welches das Amt für Wald und Natur (WNA) und das Naturhistorische Museum Freiburg (NHMF) im Rahmen der kantonalen Biodiversitätsstrategie gemeinsam entwickelt haben. Es enthält eine Reihe von einfach umsetzbaren Massnahmen zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum. Biodiversitätsportfolio, WNA
Erfahrungen
Commune de Lullywww.lully-fr.ch
„La commission Développement durable de la commune de Lully a organisé des travaux sur une haie communale près de l’école de Lully. En collaboration avec le réseau écologique des agriculteurs de la région et sa biologiste et les enseignants/enfants des écoles. Une journée de travail a réuni des citoyens pour des travaux de nettoyages, la plantation des arbustes a été effectuée par des enfants, la création et l‘ installation d’un hôtel à insectes par une autre équipe d’enfants ainsi que la création de panneaux explicatifsen collaboration avec la biologiste. L’action s’est terminée par une action pour les familles consistant à la création d’hôtels à insectes que chacun pouvait ramener chez lui.“