Beschreibung
Beschreibung der Massnahme
Das Pflanzen von Obstbäumen in den Pärken und Grünflächen der Gemeinde ist eine einfache Möglichkeit, die Biodiversität und die lokale Produktion zu fördern. Die Verwandlung von Blumenkästen in kleine Gemüsegärten ist sowohl schön als auch funktionell. Die Sensibilisierung für die Natur ist insbesondere für jüngere Menschen ein Schlüsselelement für den ökologischen Wandel. Mit dieser Massnahme verbessert die Gemeinde die Lebensqualität und fördert Erholungs- und Freizeitaktivitäten, indem sich alle frei an den Früchten und dem Gemüse bedienen können.
Vorteile und Risiken
Vorteile:
- Förderung der Biodiversität, der lokalen Produktion und des lokalen Konsums
- Attraktivere Pärke und Gärten
- Förderung von Aktivitäten im Freien
Risiken:
- Es gelingt nicht, eine relativ gerechte Verteilung der Ressourcen zu erreichen
Umsetzung
Projektlauf
- Bestandesaufnahme erstellen
- Die Pflanzmenge bestimmen
- Die Kosten beziffern
- Pflanzen ou pflegen
- Einwohnerinnen und Einwohner informieren
Etappe 1: Eine Bestandsaufnahme der Standorte der Obstbäume, der umzuwandelnden Blumenkästen und der Standorte, wo in der Gemeinde Obstbäume gepflanzt werden sollen, erstellen.
Etappe 2: Die Zahl und die Art der zusätzlich zu pflanzenden Obstbäume und Gemüsesorten festlegen.
Etappe 3: Die Kosten beziffern, die Verantwortlichkeiten und den Zeitrahmen festlegen.
Etappe 4: Neupflanzungen und Pflege.
Etappe 5: Die Einwohnerinnen und Einwohner darüber informieren, dass sie sich beim Obst und Gemüse frei bedienen können.
Punkte, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen
Etappe 2: Die Biodiversität ist ganzheitlich zu betrachten. Es ist möglich, Biodiversität mit lokaler Nahrungsmittelproduktion zu verbinden (einheimische Arten, alte Sorten, seltene Sorten usw.).
Etappe 4: Die Pflege muss adäquat sein und ihre Kosten sollten nicht unterschätzt werden.
Etappe 5: Die Anwohnerinnen und Anwohner müssen ausreichend informiert werden, damit das Projekt auf Akzeptanz stösst und Früchte trägt.
Überwachung und Evaluierung
Sicherstellung einer adäquaten Pflege der Obstbäume und Gemüsegärten.
Förderung der Ernte durch eine gezielte und effektive Kommunikation.
Festlegung der Anzahl Personen, die diese Ressource aktiv nutzen, um ihren Erfolg beurteilen zu können.
Falls es einen Überschuss an Gemüse oder Obst gibt, Zusammenarbeit mit Schulen, ausserschulischen Betreuungseinrichtungen oder evtl. Restaurants.
Kosten und Ressourcen
Kosten in Zahlen
Obstbäume sind nicht immer teurer als andere Bäume. Sie benötigen hingegen eine andere und regelmässigere Pflege. Die Kosten können je nach gepflanzter Art variieren.
Mögliche Unterstützung
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Weiterführende Informationen
Ausführungsbeispiel
Die Gemeinde Romont hat im Juli 2019 ihren neuen Jardin des remparts eingeweiht, ein friedlicher Zufluchtsort mit Obstbäumen und Kräutern. Die Anwohnerinnen und Anwohner können sich frei an den in den letzten Monaten gepflanzten Früchten bedienen.
Kontakt
Retropomme : Verkauf und Beratung zu alten Obstsorteninfo@retropomme.ch
ProSpecieRara : Ratschläge zu alten Sorten
Nützliche Links
Das Aktionsportfolio zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum ist ein Werkzeug, welches das Amt für Wald und Natur (WNA) und das Naturhistorische Museum Freiburg (NHMF) im Rahmen der kantonalen Biodiversitätsstrategie gemeinsam entwickelt haben. Es enthält eine Reihe von einfach umsetzbaren Massnahmen zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum. Biodiversitätsportfolio, WNA