Beschreibung
Beschreibung der Massnahme
Das weibliche Geschlecht zu erwähnen oder geschlechtergerechte, das heisst neutrale ist zunehmend fester Bestandteil einer neuen Art der Kommunikation, die Frauen nicht mehr aus unserem Vokabular ausschliesst und dennoch eine flüssige Sprache ermöglicht. Immer mehr Verwaltungen entscheiden sich dafür, auf diese Weise zu kommunizieren. Für alle, die Geschlechtergerechtigkeit durch die Sprache fördern möchten, gibt es zahlreiche Hilfsmittel.
Vorteile und Risiken
Vorteile:
- Trägt der Notwendigkeit Rechnung, Gleichberechtigung zu fördern, auch auf sprachlicher Ebene
- Gewährleistet, dass sich alle in der Gemeinde Wohnhaften bei der mündlichen und schriftlichen Kommunikation angesprochen und vertreten fühlen
- Verbessert das Image der Gemeinde.
Umsetzung
Projektlauf
- Sich bewusst machen
- Die MitarbeiterInnen schulen
- Geschlechtergerechte Sprache verwenden
Etappe 1: Die Gemeindeverwaltung informiert sich über verschiedene Möglichkeiten für ein geschlechtergerechtes Formulieren und macht sich ihre Auswirkungen und ihren Einfluss auf die Gleichstellung von Frauen und Männern bewusst.
Etappe 2: Die Verantwortlichen (in Politik und Verwaltung) sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zum Thema geschlechtergerechte Sprache geschult.
Etappe 3: Die Verantwortlichen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verwenden eine geschlechtergerechte Sprache für alle Dokumente, bei der mündlichen Kommunikation, für die Empfängerinnen und Empfänger von Schreiben oder Formularen.
Punkte, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen
Etappe 2: Es gibt Schulungen zum Thema geschlechtergerechte Sprache. Das Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann des Staats Freiburg bietet Informationen zum Thema.
Etappe 3: Es ist besser, direkt in geschlechtergerechter Sprache zu formulieren, statt bestehende Dokumente zu «feminisieren». Es ist wichtig, bei Funktionen und Berufen auch die weibliche Form zu nennen sowie den Schrägstrich oder das Binnen-I zu verwenden und keine Klammern. Ausserdem sollte auf die Bezeichnung «Fräulein» verzichtet werden.
Überwachung und Evaluierung
Einen oder mehrere Personen bestimmen, die sicherstellen, dass systematisch eine geschlechtergerechte Sprache verwendet wird.
Einen Zeitrahmen/Zeitplan festlegen, um wichtige Dokumente und Websites, die vor der Einführung der geschlechtergerechten Sprache verfasst wurden, zu überprüfen und allenfalls zu überarbeiten.
Kosten und Ressourcen
Kosten in Zahlen
Was neue Kommunikationsmittel betrifft, die direkt in geschlechtergerechter Sprache verfasst wurden, so entstehen lediglich Kosten für den Zeitaufwand, der in Information und Schulung investiert wird.
Mögliche Unterstützung
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Weiterführende Informationen
Ausführungsbeispiel
Der Freiburger Staatsrat empfiehlt, «dass alle Texte aus der Verwaltung in einer Sprache abgefasst werden, die den Grundsatz der Gleichstellung der Geschlechter respektiert.[…] Dies gilt sowohl für die deutschsprachigen als auch für die französischsprachigen Texte, wobei die jeder Sprache eigenen Gesetzmässigkeiten und Regeln zu beachten sind.» Die Kantonsverwaltung folgt somit den aktuellen Entwicklungen der Sprache.
Kontakt
Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann des Staats Freiburg (Staat Freiburg, GSD)bef@fr.ch
Nützliche Links
Weitere Links zu diesem Thema können über die Webseite des Staates Freiburg über geschlechtergerechtes Formulieren aufgerufen werden: www.fr.ch/vorgehen-und-dokumente/geschlechtergerechtes-formulieren
Informationen zur geschlechtersensiblen Sprache sind auf der Website der Universität Freiburg zu finden: Geschlechtersensible Sprache | Gleichstellung, Diversität und Inklusion | Universität Freiburg