Beschreibung
Beschreibung der Massnahme
Seit 2012 organisiert die Fachstelle für die Integration der MigrantInnen und für Rassismusprävention (IMR) in Zusammenarbeit mit ihren Partnern jedes Jahr rund um den 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus , die Woche gegen Rassismus. Das Projekt wird im ganzen Kanton durchgeführt. Durch die Aktionswoche führt jedes Jahr ein gemeinsames Thema als roter Faden. Sie zielt darauf ab, die Bevölkerung, aber auch das Gemeinwesen für die Herausforderungen im Zusammenhang mit Rassismus und Diskriminierungen zu sensibilisieren. Am Projekt wirken zahlreiche Partner aus Vereinen, der Gemeinde und dem Kanton mit. Um die Durchführung von Aktionen während der Woche gegen Rassismus zu fördern und zu unterstützen, lanciert die IMR jedes Jahr eine Projektausschreibung.
Vorteile und Risiken
Vorteile:
- Die Möglichkeit, langfristig von der kantonalen Unterstützung und der Beratung durch eine professionelle Struktur zu profitieren
- Die Gemeinde und ihre Einwohnerinnen und Einwohner werden für die Herausforderungen im Zusammenhang mit Rassismus und Diskriminierungen sensibilisiert (präventiver Aspekt)
- Es können mehrere Zielgruppen erreicht werden
- Der Aufbau oder die Intensivierung der Zusammenarbeit auf lokaler Ebene.
Risiken:
- Fehlende Wirkung des Projekts auf die Zielgruppen
- Fehlende nachhaltige Beteiligung der lokalen Partner
- Die Schwierigkeit, der gesamten Bevölkerung komplexe Themen nahezubringen.
Umsetzung
Projektlauf
- Formeller Beschluss
- Erarbeitung eines Projekts
- Durchführung des Projekts
- Evaluierung des Projekts
- Langfristige Mitwirkung an der Woche
Etappe 1: Formeller Beschluss, an der Woche gegen Rassismus teilzunehmen
Etappe 2: Erarbeitung eines konkreten Projekts mit lokalen Akteuren. Das Projekt muss im Zusammenhang mit dem gewählten Jahresthema stehen.
Etappe 3: Kontaktieren die IMR, falls eine finanzielle Unterstützung erforderlich ist
Etappe 4: Nach Möglichkeit Teilnahme an den von der IMR organisierten Diskussions- und Koordinationssitzungen
Etappe 5: Durchführung des Projekts während der Woche gegen Rassismus
Etappe 6: Gemeinsame Evaluierung des Projekts mit den teilnehmenden lokalen Partnern
Etappe 7: Teilnahme an der von der IMR organisierten Nachbesprechung
Etappe 8: Langfristige Mitwirkung an der Woche gegen Rassismus
Punkte, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen
Etappe 2: Antizipation der Projektorganisation und der Schaffung von Partnerschaften auf lokaler Ebene; die Herausforderungen im Zusammenhang mit Rassismus und Diskriminierung ins Zentrum des Projekts stellen. Bei Bedarf Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern, z.B. mit der Anlaufstelle für Rassismusprävention Respekt für alle .
Etappe 3: Das Verfahren im Zusammenhang mit einem Subventionsgesuch nicht unterschätzen (Einreichung, Bearbeitung, Entscheid).
Etappe 8: Sensibilisierung der Akteure für die Relevanz und die nachhaltige Wirkung des Projekts.
Überwachung und Evaluierung
- Diskussions- und Koordinationssitzungen mit der IMR
- Schlussbericht des Projekts mit den beteiligten lokalen Partnern
- Gemeinsame Nachbesprechung mit der IMR
- Regelmässiger Dialog mit den politischen Behörden.
Kosten und Ressourcen
Kosten in Zahlen
Die Kosten können je nach Ausmass der durchgeführten Aktion(en) sehr unterschiedlich ausfallen.
Mögliche Unterstützung
- Finanzielle und konzeptuelle Unterstützung der IMR
- Themenbezogene Unterstützung durch die Anlaufstelle Info Rassismus
- Finanzielle und pädagogische Ressourcen von Education 21 für Projekte in Schulen
- Um die Durchführung von Aktionen während der Woche gegen Rassismus zu fördern und zu unterstützen, steht Ihnen das IMR zur Verfügung.
Weiterführende Informationen
Ausführungsbeispiel
2019 war die Freiburger Woche gegen Rassismus dem Thema Grenzen gewidmet. Die IMR hat in enger Zusammenarbeit mit rund zwanzig Partnern (Gemeinden, Vereine, Schulen, Medien) ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt, um den Austausch rund um das Thema Rassismus und Diskriminierung anzuregen. Zwischen dem 21. und 31 März 2019 fanden rund dreissig Veranstaltungen statt. Auf dem Programm standen Workshops, Debatten, Vorstellungen, Erfahrungsberichte, Ausstellungen, Führungen, Studientage, Filmvorführungen, Tanz, Spiele und Aktivitäten für Kinder. Mehrere Freiburger Gemeinden haben an der Woche gegen Rassismus mitgewirkt.
Kontakt
Fachstelle für die Integration der MigrantInnen und für Rassismusprävention IMR (Staat Freiburg, SJSD)
Nützliche Links
Fachstelle für Rassismusbekämpfung (FRB): https://www.edi.admin.ch/edi/de/home/fachstellen/frb.html
Für ein junges Publikum: Lehrmittel „Le Regard de l’Autre“ https://www.fr.ch/de/sjsd/imr/news/paedagogisches-dossier-der-blick-des-andern