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Auslagerung der Wäscherei: Resultate der Machbarkeitsstudien liegen vor

Die Resultate von zwei Studien zur Abklärung der technischen und finanziellen Machbarkeit einer Zentralisierung der Wäscherei am HFR Freiburg - Kantonsspital während der nächsten zehn Jahre liegen vor. Die Studien bestätigen die Kohärenz der durch das freiburger spital (HFR) erstellten Kostenberechnung. Fazit aus technischer Sicht: Für eine Zentralisierung fehlt es an der notwendigen Fläche. Was die Finanzierung angeht, ist die Bilanz gemischt. Der Verwaltungsrat hat die Studienresultate eingehend studiert und bietet nun den Sozialpartnern Gelegenheit zu einer letzten Stellungnahme.

Der Entscheidungsprozess über eine Auslagerung der Wäscherei an den Standorten Freiburg und Tafers geht in die nächste Runde: Soeben hat der Verwaltungsrat die Resultate von je einer Studie zur technischen Machbarkeit und zur Finanzierbarkeit einer vollständigen Zentralisierung des gesamten Unterhalts der Wäsche am HFR Freiburg - Kantonsspital während der nächsten zehn Jahre zur Kenntnis genommen. Diese Studien wurden zwei externen Unternehmen in Auftrag gegeben, nachdem sich die Sozialpartner im Rahmen einer Vernehmlassung zur Auslagerung der Wäscherei äussern konnten und die Frage nach der Zentralisierung der gesamten Wäscherei am Standort Freiburg aufgeworfen wurde. Zur Erinnerung: Heute führt das HFR eine Wäscherei an den Standorten Freiburg und Tafers, während die Wäsche der Standorte Billens, Meyriez-Murten und Riaz durch externe Lieferanten gewaschen wird.

Gemischte Bilanz der Studien
Im Zentrum der neuen Studien stand die Frage, ob eine Zentralisierung am Standort Freiburg für die nächsten zehn Jahre technisch machbar und finanziell tragbar ist. Die Finanzstudie bestätigt die Kostenschätzung, die das HFR intern erstellt hat. Demzufolge ist die interne Variante (Zentralisierung) geringfügig kostengünstiger. In der Studie sind jedoch allfällige Einnahmen, die sich im Falle einer Auslagerung ergeben würden (beispielsweise durch die Nutzung der Fläche der Wäscherei für andere Spitalaktivitäten oder durch eine Vermietung der Räumlichkeiten), sowie indirekte Kosten, die bei einer Auslagerung eingespart würden, nicht berücksichtigt. Integriert man diese Aspekte in die externe Variante (Auslagerung), erweist sich diese über zehn Jahre um 5 Millionen Franken günstiger. Weiter hält die Finanzstudie fest, dass ebenfalls die zu tätigenden Investitionen berücksichtigt werden müssen. Aufgrund der aktuellen finanziellen Situation des HFR wäre die Finanzierung nur durch externe Finanzdienstleister bzw. den Staat Freiburg zu bewerkstelligen.

Laut der technischen Machbarkeitsstudie wären zwingende Investitionen im Bereich der Infrastruktur nötig (Geräte und zusätzliche Fläche), um das zusätzliche Wäschevolumen absorbieren zu können. Das grösste Problem wäre der Platzmangel, denn es gibt in der Nähe der Wäscherei keine verfügbare Fläche, die zusätzlich genutzt werden könnte. Diese wäre aber nötig, um die schmutzige von der sauberen Wäsche zu trennen und die Hygienestandards für Spitäler einzuhalten.

Mit den Ergebnissen der beiden Studien und der umfassenden internen Analyse verfügt der Verwaltungsrat über die nötigen Grundlagen, um definitiv über die Frage der Auslagerung oder Zentralisierung der Wäscherei entscheiden zu können. Zuvor erhalten jedoch die Sozialpartner Gelegenheit, zu den Studienresultaten Stellung zu nehmen. Danach wird der Verwaltungsrat einen definitiven Entscheid treffen.