Allgemeiner Kontext

Ohne Tabak, frei atmen.

Tabakkonsum verursacht im Kanton Freiburg jährlich circa 350 Millionen Franken soziale Kosten und ist die am einfachsten vermeidbare Krankheits- und Todesursache. Die Prävalenz des Tabakkonsums liegt im Kanton Freiburg bei 24 % (17 % rauchen täglich, 7 % gelegentlich). Am meisten Rauchende findet man in der französischsprachigen Bevölkerung (27 %, hingegen 22 % in der deutschsprachigen Bevölkerung) und in der Alterskategorie 35 bis 44 Jahre (27 %). Auch unter den Erwerbstätigen hat es mehr Rauchende als unter Nichterwerbstätigen. Die Tabakprävalenz korreliert negativ mit dem Bildungsniveau. Zwischen 2009 und 2012 ist die Zahl der Rauchenden im Kanton leicht zurückgegangen. Hingegen ist die Zahl der Zigaretten, die täglich geraucht werden, von 12 auf 13 angestiegen.

Kantonales Programm Tabak (KPT) 2009‒2013

Das KPT 2009‒2013 wurde in vier Handlungsschwerpunkte eingeteilt:

  • Verhinderung des Einstiegs
  • Förderung des Rauchstopps
  • Schutz vor Passivrauchen
  • Information und Sensibilisierung der verschiedenen Zielgruppen über/für die Risiken von Rauchen und die Präventionsleistungen.

Während der vierjährigen Laufzeit des KPT konnte im Kanton eine systematische, ausgewogene und nachhaltige Tabakprävention umgesetzt werden, die mit einer äusserst gewissenhaften Arbeitsweise einhergeht.
Am Ende des KPT 2009–2013 zeigt die Zustandsanalyse im Kanton Freiburg wichtige Fortschritte beim Schutz gegen Passivrauchen am Arbeitsplatz und an öffentlichen Orten. Diese Entwicklungen wurden durch die Gesetzesänderungen der letzten Jahre unterstützt. Neben dieser positiven Erkenntnis wurde für den Kanton Freiburg weiterer Handlungsbedarf hervorgehoben. Zum Beispiel ist beim Tabakkonsum in der Gesamtbevölkerung sowie bei den Jugendlichen seit 2009 eine Stagnation zu beobachten; Kinder und Erwachsene sind dem Passivrauchen immer noch zu stark ausgesetzt, sowohl zuhause als auch am Arbeitsplatz. Darüber hinaus sind die Werbung für Tabakprodukte und das Sponsoring (Sponsoring der Tabakindustrie für Kultur- oder Sportevents) im Kanton Freiburg auf Gesetzesebene nicht geregelt und auch das Verbot für den Verkauf von Tabakprodukten an Jugendliche unter 16 Jahren findet noch keine genügend konsequente Anwendung.

Kantonales Tabakpräventionsprogramm 2014‒2017

Das Kantonale Tabakpräventionsprogramm des Kantons Freiburg baut auf der Arbeit der letzten Jahren auf. Umgesetzt wird es vom CIPRET, unter der Schirmherrschaft einer Steuergruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Gesundheitsligen, des Kantonsarztamtes (KAA) und des Amtes für Gesundheit (GesA), in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnerinnen und Partnern des Freiburger Netzwerks.

Das Kantonale Tabakpräventionsprogramm hat die Vision, dass Rauchen im gesellschaftlichen Zusammenleben nicht mehr selbstverständlich ist. Mit anderen Worten: Es sollen neue soziale und gesetzliche Normen gegenüber dem Tabak gefördert werden.