Alkohol

Alkohol

Nationales Programm Alkohol

Am 18. Juni 2008 hat der Bundesrat das Nationale Programm Alkohol 2008‒2012 (bis 2016 verlängert) verabschiedet, das vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kommission für Alkoholfragen, der Eidgenössischen Alkoholverwaltung, der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (SDK) sowie verschiedenen Partnern der Schweizer Politik im Bereich Alkoholfragen erarbeitet wurde. Für die Umsetzung der nationalen Politik sind die Kantone zuständig. Der Bund sorgt für die Koordination.

Ausserdem unterstützt der Bund die Kantone und andere Präventionsakteurinnen und -akteure durch die Bereitstellung von Instrumenten. Im Jahr 2014 hat das BAG in enger Zusammenarbeit mit drei Pilotkantonen (FR, BL und NW), dem «Groupement Romand d'Etudes des Addictions» (GREA), dem Fachverband Sucht und Interface ein Instrument entwickelt, dank dem die Kantone ihre Analyse der Stärken, Schwächen und des Potenzials ihrer Kantonspolitik ausbauen können. Das Instrument «Erfolgsfaktoren kantonaler Alkoholpolitik» ist zurzeit auf der BAG-Website verfügbar.

Ausarbeitung eines kantonalen Alkoholaktionsplans

Der kantonale Plan für Gesundheitsförderung und Prävention, vom Staatsrat im Mai 2007 verabschiedet und für den Zeitraum 2011‒2015 verlängert, und der daraus resultierende Aktionsplan 2011‒2015 legen die Prioritäten der Politik des Staates in diesem Bereich fest. Alkohol gehört in diesem Rahmen zu den «laufenden Themen». Der Aktionsplan anerkennt die bestehenden Aktivitäten und präzisiert wo nötig, dass sie sich in das nationale Programm einfügen müssen.

Basierend darauf hat die Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) dem Amt für Gesundheit (GesA) und dem Kantonsarztamt die Ausarbeitung eines kantonalen Alkoholaktionsplans anvertraut. Die Ausarbeitung des kantonalen Alkoholaktionsplans wird somit von zwei Ämtern gemeinsam geleitet, die darauf bedacht sind, möglichst viele Aspekte des problematischen Alkoholkonsums sowie die Aspekte der Betreuung Suchtkranker abzudecken.

Die Erarbeitung des kantonalen Alkoholaktionsplans gehört zu den Hauptzielen des Regierungsprogramms 2012‒2016.

Projektbeschrieb

Der kantonale Alkoholaktionsplan basiert auf einem Beschrieb des bestehenden kantonalen Angebots, einer Bedarfsanalyse, einer Analyse der Literatur, einer Auswertung von Umfrageergebnissen und einer Erhebung von nationalen und kantonalen Informationen. Damit will der Plan einen gemeinsamen Bezugsrahmen schaffen, der wiederum aus einer Vision für den Kanton Freiburg, Zielvorgaben und einer möglichen Strategie zur Umsetzung besteht.

Vorgehen

Die Erarbeitung des kantonalen Alkoholaktionsplans basiert auf einem umfassenden partizipativen Vorgehen. Verschiedene Partnerinnen und Partner sind sowohl auf strategischer als auch auf operationeller Ebene in das Projekt involviert.

  • Die strategische Leitung dieses Projektes obliegt einem interdisziplinären Steuerungsausschuss.
  • Eine Partnergruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Bereiche Prävention und Betreuung, erstellt Analysen und identifiziert die Ziele und Projekte des kantonalen Aktionsplans.
  • Eine «Ressourcengruppe» aus kantonalen Abgeordneten (Prävention und Gesundheitsförderung, Suchterkrankungen, Kinder und Jugend, betagte Personen, Integration von Migrantinnen und Migranten, nachhaltige Entwicklung) wird mobilisiert, um die Organisation zwischen dem kantonalen Alkoholaktionsplan und den anderen momentan laufenden Kantonsprogrammen zu erarbeiten.
  • Die Arbeitsgruppe «Koordination der Betreuung Suchtkranker (illegale Drogen und Alkohol)» ist in der Gruppe der Partnerinnen und Partner vertreten und wird zu spezifischen Betreuungsaspekten beigezogen.