Beschreibung
Beschreibung der Massnahme
Das Ziel dieser Massnahme ist es, Anlagen für die Rückgewinnung von Regenwasser zu entwickeln, um sparsam mit den Trinkwasserressourcen umzugehen. Regenwasser kann vielfältig genutzt werden, u.a. in der industriellen Reinigung, für Toiletten, in Gärten und sogar für Waschmaschinen. Es gibt Regenwasserrückhaltebecken, die ausschliesslich für die Bewässerung von Grünflächen oder für häusliche oder industrielle Zwecke bestimmt sind.
Vorteile und Risiken
Vorteile:
- Erhaltung des Grundwasserspiegels
- Einsparung von Trinkwasser
- Geringerer Energieverbrauch für die Wasserversorgung
- Nach der Anfangsinvestition werden Kosten für die Aufbereitung und den Wasserverbrauch eingespart.
Umsetzung
Projektlauf
- Bedarfsanalyse
- Entscheid der Exekutive
- Wahl eines geeigneten Rückhaltebeckens
- Installation des Systems
- Jährliche Wartung
Etappe 1: Der technische Dienst oder der für das Wasser zuständige Dienst führt eine Analyse durch, um den Wasserbedarf eines bestimmten Gebäudes (z.B. eine Schule) zu ermitteln. Das Regenwasser wird für die sanitären Anlagen und in zweiter Linie für die Bewässerung der Aussenanlagen verwendet.
Etappe 2: Die Gemeindeverwaltung entscheidet, ob sie ein System für die Rückgewinnung von Regenwasser einrichten will.
Etappe 3: Der technische Dienst stützt sich für eine detailliertere Analyse (durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge in der Gemeinde, Art der Anlage) auf den Rat einer Spezialistin/eines Spezialisten.
Etappe 4: Der technische Dienst setzt sich mit einem Zulieferer in Verbindung und bestimmt die Art des Rückhaltebeckens. Dabei ist auch dem Gelände Rechnung zu tragen (Bodenart, verfügbarer Platz, offenes, oberirdisches oder unterirdisches Becken).
Etappe 5: Installation des Systems für die Rückgewinnung von Regenwasser.
Etappe 6: Jährliche Wartung des Speicherbeckens.
Punkte, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen
Etappen 3 und 4:
Das Rückhaltebecken muss mit einem Überlaufsystem ausgestattet sein, damit das Regenwasser bei starken Niederschlägen in die Kanalisation der Gemeinde abgeleitet werden kann. Zudem muss das gesammelte Regenwasser gefiltert werden, um Blätter, kleine Zweige oder feinere Elemente zurückzuhalten. Während längeren Trockenperioden kann sich das Rückhaltebecken entleeren. Es ist daher ein automatisches Notversorgungssystem vorzusehen, normalerweise geschieht dies durch den Anschluss an das Trinkwassernetz.
Um die Bewohnerinnen und Bewohner des Gebäudes keinen gesundheitlichen Risiken auszusetzen, darf dieses System nicht für sämtliche Bedürfnisse genutzt werden. Das gespeicherte Regenwasser kann für die Bewässerung der Grünanlagen rund um das Gebäude, für die Toiletten sowie für gewisse Haushaltsgeräte (z.B. Waschmaschinen) genutzt werden. Neben dem Regenwassernetz muss zwingend auch ein öffentliches Trinkwassernetz vorhanden sein. Die beiden Netze dürfen jedoch nicht miteinander verbunden sein.
Überwachung und Evaluierung
Es kann eine Jahresstatistik des eingesparten Trinkwassers geführt werden.hickt.
Kosten und Ressourcen
Kosten in Zahlen
Die Kosten für die Anlage sind abhängig vom System für die Wasserrückgewinnung sowie vom Volumen und der gewünschten Nutzung. Einsparungen werden durch geringere Trinkwassergebühren erzielt.
Mögliche Unterstützung
–
Weiterführende Informationen
Ausführungsbeispiel
Der Kanton Freiburg hat für das Gebäude EVA in Givisiez eine 23’500 Liter fassende unterirdische Zisterne für die Regenwasserrückgewinnung installiert. Diese versorgt die Toilettenspülungen mit Wasser. Dadurch können ausserhalb von längeren Trockenperioden rund 30% des Trinkwasserverbrauchs eingespart werden.
Kontakt
Amt für Umwelt (Staat Freiburg, RIMU)sen@fr.ch
Nützliche Links
Website Trinkwasser Schweiz: www.trinkwasser.ch/de
Wasser sparen: https://www.energie-umwelt.ch
https://lamaisonnature.ch/gestion-de-leau/recuperation-de-leau-de-pluie/