Beschreibung
Beschreibung der Massnahme
In urbanen Zonen gibt es wenig Grün, weshalb höhere Temperaturen herrschen als in ländlichen Gebieten und häufiger Hitzewellen auftreten, was das Phänomen der Hitzeinseln verstärkt. Hitzeinseln in Städten wirken sich negativ auf die Umwelt aus (schlechte Luftqualität, Smogbildung, höherer Energieverbrauch wegen Klimaanlagen) und gefährden die Gesundheit der vulnerablen Personengruppen (ältere Menschen und Kinder).
Um diesem Phänomen in urbanen Zonen entgegenzuwirken, können die Gemeinden Massnahmen einsetzen, um die Begrünung, die Luftzirkulation und die Gestaltung von Freiräumen mit Grünflächen und schattigen Plätzen zu fördern.
Vorteile und Risiken
Vorteile :
- Kostet weniger, als wenn nicht gehandelt wird (Gesundheitskosten bei Hitzewellen)
- Fördert Wohlbefinden und Gesundheit der Bevölkerung
- Präsentiert die Gemeinde als eine, die sich an den Klimawandel anpasst.
Risiken:
- Mangel an Ressourcen, um umfassende Massnahmen umzusetzen.
Umsetzung
Projektlauf
- Klimaanalyse durchführen
- Strategie entwickeln
- Massnahmen direkt umsetzen
- Massnahmen evaluieren
Etappe 1: Die Sektion Klima des Amts für Umwelt kontaktieren (climat@fr.ch), um mithilfe einer Klimaanalyse die Zonen mit dem höchsten Risiko für Hitzeinseln zu identifizieren.
Etappe 2: Prüfung der Notwendigkeit einer allgemeinen oder räumlichen Strategie zur Verringerung der Wärmekonzentration auf der Grundlage der im Dokument «Hitzeinsel – Informationen und Massnahmenkatalog für Freiburger Gemeinden» (2023) vorgeschlagenen Szenarien.
Etappe 3: Im öffentlichen Raum (öffentliche Plätze, Spielplätze, Schulhöfe, Innenhöfe, Fusswege usw.) konkrete Massnahmen umsetzen, zum Beispiel:
- Grünflächen schaffen: begrünen, Bäume pflanzen
- Mehr schattige, entsiegelte Flächen schaffen (z. B. durch begrünte Streifen und Säume)
- Wasserflächen oder Wasserspiele einrichten
- Die Luftzirkulation in die Planung integrieren (Ausrichtung von Gebäuden).
Etappe 4: Die Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen analysieren.
Punkte, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen
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Überwachung und Evaluierung
Um die Wirksamkeit der gewählten Massnahmen zu evaluieren, kann es interessant sein, nach der Umsetzung der Massnahmen erneut eine Klimaanalyse durchzuführen.
Kosten und Ressourcen
Kosten in Zahlen
Die Kosten hängen von den Massnahmen ab, für die sich die Gemeinde entscheidet.
Mögliche Unterstützung
Mögliche Unterstützung durch den Kanton Freiburg im Rahmen der Massnahme S.2.1 des kantonalen Klimaplans, siehe Massnahmenkatalog «Durchführung von Projekten zur Anpassung an starke Hitze».
Mögliche Unterstützung durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) .
Weiterführende Informationen
Ausführungsbeispiel
Der Kanton Basel-Stadt und die Universität Basel haben eine Klimaanalyse der Region Basel durchgeführt (Klimaanalyse der Region Basel KABA > Klimafunktionskarten).
Bei der Entwicklung des Areals Erlenmatt wurde die Berücksichtigung der lokalen klimatischen Bedingungen in die Architekturwettbewerbe integriert .
In Sitten wurden mit dem Projekt ACCLIMATASION öffentliche und private Flächen durch die Integration von Grünflächen und Wasserelementen aufgewertet.
Kontakt
Amt für Umwelt (Staat Freiburg, RIMU)sen@fr.ch
Nützliche Links
Website des BAFU «Sommer: ‹Cool Spots› gegen Hitze in den Städten»: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/klima/dossiers/cool-spots-gegen-hitze-in-den-Staedten.html .
Stadt Freiburg : Mein Klimaplan und seine Seite, die den Gemeinden gewidmet ist : Gemeinden | Mein Klimaplan
Wegweiser zu städtischen Hitzeinseln, in Zusammenarbeit mit der HEIA-Fr und der Stadt Freiburg (2023)