Beschreibung
Beschreibung der Massnahme
Kleinkindertreffs oder andere Einrichtungen für Eltern und Kinder sind Orte der Begegnung und des Austauschs. Sie können kostenlos und anonym genutzt werden, eine vorgängige Terminvereinbarung oder Anmeldung ist nicht erforderlich. Eltern ermöglichen sie, Einsamkeit und Isolation zu durchbrechen und zu Ressourcen in Sachen Kindererziehung zu kommen. Kindern bieten sie ein Umfeld zur Sozialisierung und zum Lernen durch Spielen, zudem wird die Aneignung der Landessprache gefördert.
Vorteile und Risiken
Vorteile:
- Sozialisierung von Kindern
- Fördert soziale Kontakte, besonders für isolierte Eltern
- Soziale Integration
Umsetzung
Projektlauf
- Wahl verantwortlichen Vereins
- Suche nach Räumlichkeiten
- Festlegung eines jährlichen Betrags
- Leistungsauftrag
- Zurvefügungstellung der Räumlichkeiten
- Anstellung des Personals
- Festlegung der Öffnungszeiten
- Einweihung
Etappe 1: Die Gemeinde oder der Gemeindeverband analysiert den Bedarf in der Region.
Etappe 2: Die Gemeinde fällt einen politischen Entscheid und wählt eine der folgenden Optionen: Sie wendet sich an einen bestehenden Verein oder unterstützt diesen bei der Bildung einer regionalen Struktur, oder sie regt die Gründung eines neuen Vereins an, der mit dem Projekt und dessen Verwaltung befasst ist.
Etappe 3: Die Gemeinde stellt dem Verein geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung.
Etappe 4: Die Gemeinde sieht im Gemeindebudget einen jährlichen Betrag vor, der den langfristigen Bestand des Kleinkindertreffs sichert.
Etappe 5: Die Gemeinde verlangt ein qualitativ gutes Konzept sowie einen Plan zur langfristigen Finanzierung und erarbeitet auf dieser Grundlage einen Leistungsauftrag.
Etappe 6: Der Verein kümmert sich um die Beschaffung zusätzlicher Mittel von Stiftungen oder Privaten (siehe weiter unten).
Etappe 6: Der Verein stellt ein Team aus Fachleuten ein. Dieses kann bei gewissen Aufgaben von Ehrenamtlichen unterstützt werden.
Etappe 7: Der Verein, die Fachleute und die Ehrenamtlichen richten die Räumlichkeiten ein und organisieren das Material.
Etappe 8: Die Fachleute legen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Familien und der Verfügbarkeit der im Kleinkindertreff tätigen Personen Öffnungszeiten fest.
Etappe 9: Der Verein und die Gemeinde kommunizieren das Eröffnungsdatum und organisieren die Einweihung des Kleinkindertreffs.
Punkte, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen
Etappe 6: Bei der Anstellung Fachleute bevorzugen
Überwachung und Evaluierung
Jedes Jahr einen Tätigkeitsbericht anfordern.
Regelmässig Sitzungen mit dem Verein abhalten, der den Kleinkindertreff betreibt, um die Leistungen zu evaluieren.
Evaluieren, ob Finanzierung und Angebot mit den Bedürfnissen in Einklang stehen.
Kosten und Ressourcen
Kosten in Zahlen
–
Mögliche Unterstützung
Jugendamt (Staat Freiburg, GSD)
Weiterführende Informationen
Ausführungsbeispiel
Die Gemeinden der Agglomeration Freiburg, die Städte Romont und Bulle sowie Villars-sur-Glâne unterstützen kostenlos zugängliche Spiel- und Begegnungsorte für Kinder und Eltern finanziell und logistisch. Zu diesen Orten gehören namentlich das Maison de la petite enfance , der Espace famille und der Espace Parents-Enfants .
Weitere Beispiele ausserhalb des Kantons:
- Espace famille (commune de Bernex)
- Maison de l’enfance de la Vallée de la Jeunesse (Lausanne)
- La Maison Verte Pour les tout-petits (0 à 3 ans) accompagnés de leurs parents.
Kontakt
Jugendamt (Staat Freiburg, GSD)