Beschreibung
Beschreibung der Massnahme
Wenn ein Gegenstand nicht mehr im Trend liegt oder nicht mehr funktioniert, wird er in der Regel entsorgt (linearer Ansatz). Dabei gibt es Alternativen: reparieren, weiterverkaufen, ausleihen oder weitergeben (zirkulärer Ansatz).
Gemeinden und lokale Vereine können zirkuläre Praktiken in ihrem Gebiet fördern. Zu diesem Zweck erstellen sie eine Liste von Einrichtungen und Dienstleistungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft und verbreiten diese über ihre Kommunikationskanäle.
Die Massnahme kann jederzeit auf kommunaler oder interkommunaler Ebene umgesetzt werden, um Abfälle zu reduzieren und die lokale Wirtschaft zu stärken.
Vorteile und Risiken
Vorteile:
- Sichtbarmachung bestehender lokaler Initiativen
- Förderung zirkulärer Praktiken
- Stärkung der lokalen Wirtschaftsstruktur
- Sensibilisierung eines breiten Publikums auf einfache Weise
Risiken:
- Veraltete Informationen bei fehlender Aktualisierung
- Unterschätzter Aufwand für die Aktualisierung
- Unvollständige Erfassung der Akteurinnen und Akteure
Umsetzung
Projektlauf
- Projektsteuerung
- Erfassung der Akteurinnen und Akteuren
- Festlegung des Verbreitungsgebiets
- Kommunikationsstrategie
- Veröffentlichung der Informationen
Schritt 1: Eine zuständige kommunale Stelle oder eine verantwortliche Person für das Projekt benennen.
Schritt 2: Lokale Akteurinnen und Akteure der Kreislaufwirtschaft (Reparatur, Wiederverwendung, Sharing) erfassen, insbesondere über bestehende Plattformen wie das Verzeichnis der Fédération romande des consommateurs (FRC): Les Bonnes adresses
Schritt 3: Das Verbreitungsgebiet festlegen (kommunal, interkommunal oder regional).
Schritt 4: Die Kommunikationskanäle festlegen (Website, soziale Medien, Newsletter, Druckerzeugnisse).
Schritt 5: Die Adressliste erstellen, veröffentlichen und verbreiten.
Punkte, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen
Schritt 5: Der Artikel kann insbesondere folgende Aspekte der Kreislaufwirtschaft hervorheben:
- Bewusster mit Lebensmitteln umgehen
- Reparieren statt wegwerfen
- Weitergeben oder verschenken statt wegwerfen
- Mieten oder ausleihen statt kaufen
Vor der Veröffentlichung ist die Zustimmung der erwähnten Einrichtungen einzuholen.
Die Informationen müssen für eine breite Öffentlichkeit verständlich und zugänglich sein.
Überwachung und Evaluierung
Die Aktualität der Informationen (Öffnungszeiten, angebotene Leistungen) muss regelmässig – mindestens alle zwei Jahre – überprüft werden. Das Messen der Webseitenaufrufe und der Impressionen auf anderen digitalen Medien ist wichtig für die Beurteilung der Wirkung der Massnahme.
Kosten und Ressourcen
Kosten in Zahlen
Die Kosten stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Arbeitsaufwand des Gemeindepersonals (Erhebung, Redaktion, Aktualisierung) sowie mit der Verbreitung (Kommunikationsmittel). Es sind keine bedeutenden materiellen Investitionen erforderlich.
Mögliche Unterstützung
-
Weiterführende Informationen
Ausführungsbeispiel
Der Kanton Jura hat ein Portal zur bürgernahen Kreislaufwirtschaft eingerichtet, um diese sichtbar zu machen, den Zugang zu Informationen zu erleichtern und ihre Entwicklung in der Bevölkerung des Kantons Jura zu fördern: Re ! - Le portail de l'économie circulaire citoyenne dans le Jura
Kontakt
Büro für Nachhaltigkeit (RIMU)
dime-dd@fr.ch
Nützliche Links
In fast allen Regionen der Schweiz bestehen Listen von Reparatur- und Wiederverwertungswerkstätten: https://adresses.frc.ch/
La Ressourcerie | Centre de compétences du réemploi | Fribourg
La Fabrique – Préserver, transmettre, valoriser