Zu den zentralen Aufgaben der Bewirtschaftung der Oberflächengewässer gehören die Messung des Wasserstands und die Bestimmung der Abflussmengen. Diese Informationen sind wichtig für die Gewässernutzung, dienen aber auch der Regulierung der Seen, dem Schutz der Gewässer (angemessene Restwassermengen) und dem Hochwasserschutz (Dimensionierung, Vorhersagen und Hochwasserwarnungen). Die Beobachtungsreihen ermöglichen es, die Entwicklung bestimmter Phänomene festzuhalten, wie etwa die durch den Klimawandel bedingten Wetterphänomene.

Wasserstand und Abflüsse
Wasserstand und Abflüsse © 2018 Amt für Umwelt - Staat Freiburg

Der Kanton unterhält ein Beobachtungsnetz aus sieben hydrometrischen Messstationen. Dort wird seit über zehn Jahren der Pegelstand der Gewässer gemessen und aufgezeichnet. Dieses Messnetz auf freiburgischem Gebiet ergänzt die Beobachtungsstationen des Bundesamts für Umwelt.

Neben den ständigen Messungen an den hydrometrischen Messstationen werden bei niedrigem Wasserstand zudem punktuelle Messungen der Abflussmengen vorgenommen. Sie ermöglichen die Berechnung des Niedrigwasserabflusses der für den Kanton typischen Gewässer, insbesondere der Abflussmenge Q347. Aufgrund der ermittelten Informationen kann die Abflussmenge Q347 auf die Regionen heruntergebrochen werden und ihr Wert für Einzugsgebiete ohne eigene Messungen geschätzt werden.

Im Jahr 2011 wurde ein Konzept zur Optimierung des kantonalen Beobachtungsnetzes erarbeitet. Es sieht vor, dass der Kanton die Abflussmengen der grossen, für die verschiedenen Regionen des Kantons typischen Gewässer beobachtet. Für die Beobachtung der Abflussmengen von kleinen Gewässern, besonders in hochwassergefährdeten Regionen, sollen dagegen die Gemeinden verantwortlich zeichnen.

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