Das Fribourg Netzwerk Freiburg 2021 fokussiert auf die Wertschöpfung nachwachsender Rohstoffe

02 September 2021 - 11H30

«Nichts geht verloren, alles verwandelt sich!» Die Biowirtschaft nimmt diesen Grundsatz wörtlich. Verbundwerkstoffe auf Flachsbasis in Formel-1-Rennsitzen, Hühnerfedern, die zu nachhaltigen Verpackungen verarbeitet werden, oder Vanillearoma aus Haselnussschalen: Dies sind nur einige Beispiele für die Möglichkeiten der Biowirtschaft im Kanton Freiburg. Die Ausgabe 2021 von Fribourg Network Freiburg, dem Wirtschaftsmagazin des Kantons Freiburg, beleuchtet die vielen Facetten der Biowirtschaft anhand innovativer Beispiele. Das Magazin wurde anlässlich einer von der Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg organisierten Veranstaltung auf dem Swiss Campus for Agri and Food Innovation (AgriCo) in St-Aubin vorgestellt.

Die Biowirtschaft umfasst alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Produktion, Umwandlung und Verwertung von Biomasse zur Herstellung von Lebensmitteln oder innovativen Molekülen und Materialien. Sie umfasst so unterschiedliche Bereiche wie Lebensmittelverarbeitung, Bauwesen und Biotechnologie.

In einer Zeit, in welcher der Klimawandel innovative Lösungen erfordert, hat der Kanton Freiburg beschlossen, die Biowirtschaft zu einer der Prioritäten seiner Wirtschaftsstrategie zu machen. Dabei stützt sich der Kanton auf seine ländliche Vergangenheit und Tradition in der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie auf zukunftsträchtige Sektoren wie die Biotechnologie. Zur Erinnerung: Die Biowirtschaft ist für 30 % des kantonalen BIP und 36 % der Arbeitsplätze verantwortlich.

Gezielte Investitionen haben die Gründung und Entwicklung von Kompetenzzentren, Forschungsinstituten und Innovationsstandorten ermöglicht, wie das Smart Living Lab, ein Forschungszentrum für den Lebensraum von morgen, oder das Biofactory Competence Center, das der biopharmazeutischen Industrie Schulungen, technische Beratung und modulares Systemdesign anbietet.

Olivier Curty, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Freiburg: «Diese aussergewöhnliche Dynamik widerspiegelt den Willen der Kantonsregierung, mit der Biowirtschaft die Pfeiler der lokalen Wirtschaft wie das Baugewerbe und die Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie strategische Nischenbereiche wie die menschliche Ernährung, biobasierte Produkte und Biotechnologien zu unterstützen. Die umfangreichen Investitionen, die derzeit auf dem AgriCo-Campus in St-Aubin getätigt werden, sind Teil dieser ehrgeizigen Strategie zur wirtschaftlichen Entwicklung.»

 

Veranstaltung zur Lancierung

Die Ausgabe 2021 von Fribourg Network Freiburg wurde am Donnerstag, 2. September 2021, anlässlich eines von der Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg organisierten Podiumsgesprächs auf dem Swiss Campus for Agri and Food Innovation (AgriCo) in St-Aubin vorgestellt. Vertreter vielversprechender Unternehmen aus dem Kanton Freiburg diskutierten ihre Erfahrungen im Beisein von Sascha Heiniger, Direktor von Polestar Schweiz und Jerry Krattiger, Direktor der Freiburger Wirtschaftsförderung. Er betont: «Die Zusammenarbeit zwischen Bcomp und Polestar ist ein spannendes Beispiel dafür, dass die Biowirtschaft viele Möglichkeiten bietet. Ich kann die Freiburger Unternehmen nur motivieren, sie zu ergreifen.»

«Fribourg Network Freiburg» (FNF) setzt das im letzten Jahr erfolgreich eingeführte Format fort. Das Wirtschaftsmagazin des Kantons Freiburg präsentiert sich gestrafft und mit gestärkter Online-Präsenz. Die gedruckte Ausgabe wird ausschliesslich auf Englisch publiziert. Die 1500 Exemplare sind für die internationalen Wirtschaftskreise, Schweizer Botschaften und Konsulate sowie die grössten Treuhandgesellschaften und Wirtschaftsorganisationen in Europa, Amerika und Asien bestimmt.

Die Online-Präsenz auf Deutsch, Französisch und Englisch wird dafür verstärkt. Die Website www.fribourgnetwork.ch wird im Laufe des Jahres ständig mit Texten und Videos ergänzt. Das Magazin ist ab dem 2. September 2021 erhältlich.