Freiburger Konjunkturspiegel: die Wirtschaftskrise geht auch in Freiburg um

29. Mai 2020 -09h21

Die Freiburger Antworten auf die KOF-Konjunkturumfrage liegen sehr nahe am Schweizer Durchschnitt. Auch wenn er auf Rot steht, ist der Sammelindikator für den Geschäftsgang in der Industrie insgesamt in Freiburg weniger negativ als auf Landesebene.

Conjoncture fribourgeoise
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Die übrigen Lage- und Aussichtsindikatoren wie Bestellungseingang, Produktion, technische Kapazitäten oder Geschäftsaussichten sind in Freiburg wie in der ganzen Schweiz stark rückläufig. Die meisten der beobachteten Branchen sind betroffen, doch die beiden Ausnahmen auf Landesebene sind auch in Freiburg anzutreffen: die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie und die Chemie-, Pharma- und Kunststoffindustrie. Erstere verzeichnet einen Aufwärtstrend bei den Indikatoren für Geschäftsgang, Bestellungseingang, Produktion und technische Kapazitäten. Die Aussichten zum Geschäftsgang in den kommenden sechs Monaten sind jedoch sehr trüb und der Exportindex ist rückläufig. Die zweite Branche, die dem Covid-Tsunami teilweise entgangen ist, die chemische, pharmazeutische und Kunststoffindustrie, meldete, dass die Lage im Vergleich zur letzten Umfrage, abgesehen von der Auslastung der technischen Produktionsmittel und dem Exportvolumen, die beide abgenommen haben, stabil geblieben ist.

Unter den Indikatoren ausserhalb der KOF-Umfrage sind ein Anstieg der Zahl der Arbeitslosen und Stellensuchenden (+524 bzw. +531 gegenüber März) und eine Explosion der Kurzarbeit zu erwähnen. Am 10. Mai 2020 waren im Kanton Freiburg fast 6'300 Unternehmen und 58'000 Personen von Kurzarbeit betroffen.

 

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Einige konjunkturelle Indikatoren auf unserer Website:

- Wirtschaftsbarometer

Bautätigkeit

- Geschäftsgang in der Industrie

- Immobilienverkäufe

- Aussenhandel

- Logiernächte

- Arbeitslosigkeit

- Inverkerhrsetzungen neuer Personenwagen