Die 50. Ausgabe des statistischen Jahrbuchs des Kantons Freiburg ist erschienen

24. Dezember 2020 -11h40

Wir freuen uns, Ihnen die 50. Ausgabe dieses 1971 erstmals erschienenen Werkes zu präsentieren, das ein spezielles Kapitel mit einigen Rückblicken beinhaltet. Im Übrigen hielten wir es für sinnvoll, am Ende dieses besonderen Jahres 2020 und im Hinblick auf die Rolle des Jahrbuchs als Gedächtnis des Kantons, auch der Gesundheitskrise ein besonderes Kapitel zu widmen.

Annuaire statistique du canton de Fribourg
Annuaire statistique du canton de Fribourg © Etat de Fribourg - Staat Freiburg - Reto Messikommer

Zwischen der ersten Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs des Kantons Freiburg von 1971 und der jetzigen von 2021, der fünfzigsten, hat die Freiburger Bevölkerung von 180 309 (1970) auf 321 783 (2019) Einwohner zugenommen, d. h. um 78,5%. Weit mehr als der Bestand hat sich die Altersstruktur verändert. Während 1970 die Altersklassen von Geburt bis ins hohe Alter noch abnahmen, bilden 2019 die Personen zwischen 50 und 55 Jahren die wichtigste Altersklasse. Was vor 50 Jahren noch als Alterspyramide bezeichnet werden konnte, sieht jetzt eher wie ein Pilz aus. In Sachen Lebenserwartung ist das eine gute Nachricht, für das Gesundheitswesen jedoch eine Herausforderung. Während die Bevölkerung im besagten Zeitraum um knapp 80% zugenommen hat, sind die Todesfälle zwischen 1968 (1700) und 2017 (2061) nur um 21% gestiegen. Es wird also weniger gestorben als vor 50 Jahren! Genauer gesagt stirbt man später. Aber die gegenwärtig geringe Zahl von Todesfällen wird nicht andauern. Mittelfristig, wenn der Hut des Pilzes die Decke erreicht, wird die Zahl der Todesfälle und damit auch der Personen am Lebensende rapide zunehmen, weit mehr als das Bevölkerungswachstum.

Auf eine gewisse Art wird das Gesundheitswesen in den nächsten Jahren einem ähnlichen Druck ausgesetzt sein wie ihn die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 verursacht hat. Weniger überraschend, weniger brutal, aber nachhaltig und strukturbedingt. Dieser Druck hat nämlich bereits begonnen und das Gesundheitswesen hat bereits begonnen, sich darauf einzustellen. So ist zum Beispiel die Zahl der Ärzte von 118 im Jahr 1970 auf 911 im Jahr 2019 angestiegen.

50 Jahre Beobachtung der Freiburger Gesellschaft erlauben es auch, die Entwicklung ihrer Wirtschaftsstruktur aufzuzeichnen, zum Beispiel die Umwandlung ihres Landwirtschaftssektors, der stark redimensioniert worden ist, aber nach wie vor Basis für eine solide Agrar- und Ernährungswirtschaft ist. Von nahezu 25 000 im Jahr 1969 sind die Stellen in der Landwirtschaft auf 8400 im Jahr 2019 geschrumpft. Im selben Zeitraum hat sich die landwirtschaftliche Nutzfläche pro Betrieb verdreifacht, während die jährliche Milchproduktion pro Produzent von 29,3 Tonnen im Jahr 1969 auf 242,6 im Jahr 2019 gestiegen ist.

An sich ist es nicht Aufgabe eines statistischen Übersichtswerks, sich mit spezifischen Gegenwartsthemen abzugeben, aber das Statistische Jahrbuch hat auch eine Rolle als Gedächtnis des Kantons. Es durfte ein so aussergewöhnliches Ereignis wie die COVID-19-Pandemie nicht übergehen und widmet ihr deshalb in der Ausgabe 2021 ein eigenes Kapitel, selbst wenn die Pandemie zum Zeitpunkt der Drucklegung nicht beendet ist.

Von diesen «Sonder-»Kapiteln anlässlich seiner 50. Ausgabe abgesehen, entwickelt sich das Statistische Jahrbuch mit seinen 355 Tabellen, 164 Grafiken und 28 Karten weiter und präsentiert dieses Jahr ein paar neue Tabellen zum Wohnungswesen und eine Aktualisierung der Bildungsdaten.

 

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