Der Staatsrat empfiehlt ein Ja für das Innovationsquartier blueFACTORY am 13. Juni 2021

26. April 2021 -10h00

Der Grosse Rat des Kantons Freiburg hat am 12. Februar 2021 die Kapitalerhöhung der Bluefactory Fribourg-Freiburg SA (BFF SA) um 25 Millionen Franken mit einer grossen Mehrheit gutgeheissen. Das Freiburger Stimmvolk wird am 13. Juni darüber abstimmen. Der Staatsrat empfiehlt den Freiburgerinnen und Freiburgern, mit einem «Ja für blueFACTORY ein Ja für die Zukunft» in die Urne zu legen. Indem sie diese sinnvolle, nachhaltige und verantwortungsbewusste Investition unterstützen, ermöglichen sie die Weiterentwicklung des Innovationsquartiers, das so wichtig für den Kanton, seine Wirtschaft und seine Arbeitsplätze ist.

Bâtiment du Smart Living Lab © Etat de Fribourg - Staat Freiburg

Im Bewusstsein der Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Freiburg und für die Arbeitsplätze im Kanton hat der Grosse Rat die Erhöhung des Aktienkapitals der Immobiliengesellschaft BFF SA um 25 Millionen Franken mit einer grossen Mehrheit gutgeheissen. Die BFF SA ist für die Förderung, die Entwicklung, die Bebauung und den Betrieb des Innovationsquartiers blueFACTORY zuständig, das sich im Herzen der Stadt Freiburg über eine Fläche von 53’0000 m2 erstreckt. Die Stadt Freiburg als Miteigentümerin hat einige Tage nach dem Grossen Rat einen Betrag in der gleichen Höhe gutgeheissen. Diese Kapitalerhöhung ermöglicht es der BFF SA, ihr Selbstfinan­zierungsziel zu erreichen. Das Freiburger Stimmvolk wird am 13. Juni darüber abstimmen.

Grosse soziale und wirtschaftliche Bedeutung

Eine Delegation des Staatsrats hat heute eine Medienkonferenz abgehalten, um Bilanz zu ziehen und die nächsten Entwicklungsschritte des Geländes vorzustellen. Die Botschaft der Regierung ist klar: «Die Kapitalerhöhung der BFF SA ist sinnvoll, nötig und verantwortungsbewusst. Wir stehen an einem entscheidenden Punkt, denn die Grossbaustellen werden diesen Sommer eröffnet. Hunderte von Arbeitsplätzen hängen davon ab und grosse Investitionen stehen bevor, die unsere Wirtschaft in dieser Krisenzeit dringend benötigt. Ausserdem gilt es, diesen symbolträchtigen Standort der ehemaligen Cardinal-Brauerei an strategischer Lage wiederzubeleben.»

Die anwesenden Staatsräte erinnern daran, dass die BFF SA mit Hilfe von Hypothekarkredi­ten bereits rund 20 Millionen Franken investiert hat, um die bestehende Infrastruktur zu sanieren und einzurichten, damit Unternehmen einziehen können. Dies gelang ihr trotz den Auflagen in Verbindung mit mehreren geschützten Gebäuden auf dem Gelände. Heute sind bereits 55 Firmen und Vereine auf dem blueFACTORY-Gelände angesiedelt und beschäftigen 340 Personen. Das Quartier zählt auch Kompetenzzentren, die mit den Unternehmen zusammenarbeiten. Eines davon ist das «Smart Living Lab», das dem nachhaltigen Bauen gewidmet ist und bereits 110 Personen (80 davon am Standort) beschäftigt. Diese arbeiten in 11 Forschungsgruppen der ETH Lausanne, der Hochschule für Technik und Architektur (HTA-FR) und der Universität Freiburg (UNI-FR).

Der Standort ist sehr attraktiv. Beweis dafür ist, dass bereits seit mehreren Jahren die Mietanfragen von Unternehmen wegen Platzmangel abgewiesen werden müssen.

Beginn der Grossbaustellen diesen Sommer

Seit der kantonale Nutzungsplan (KNP) im Juli 2018 genehmigt und die Ausschreibungs- und Projektphasen abgeschlossen sind, steht das Innovationsquartier vor dem nächsten Entwicklungsschritt, der die Eröffnung der Grossbaustellen diesen Sommer beinhaltet und es ermöglichen wird, neue Unternehmen zu beherbergen. Der erste Neubau, für den die BFF SA bereits über eine Bau­bewilligung verfügt, wird Ende nächsten Jahres in Betrieb gehen und Platz für zusätzliche 400 Arbeitsplätze bieten.

Vor dem Hintergrund der pandemiebedingten Wirtschaftskrise haben die Staatsräte auch darauf hingewiesen, dass die in den nächsten drei Jahren geplanten Investitionen an sich bereits «eine Wiederankurbelungsmassnahme von über 50 Millionen Franken darstellen, die der lokalen und regionalen Wirtschaft einen wichtigen Impuls geben wird». Die Investitionen werden mehrheitlich Freiburger Unternehmen, die vor allem Freiburger Holz für den Bau der Gebäude verwenden werden, zugutekommen.

Bis zum Jahr 2025 wird das Gelände voraussichtlich knapp 800 Arbeitsplätze zählen und bis 2040, wenn es vollständig ausgebaut ist, kann es gar Raum für bis zu 2500 Arbeitsplätzen bieten.

Ein ökologisches und pulsierendes Quartier

Das blueFACTORY-Quartier schafft Arbeitsplätze, Wissen und Know-how und ist auch der Kultur gewidmet. Es entspricht ferner dem Wunsch, in Freiburg ein landesweit einzigartiges Quartier auf dem ehemaligen Cardinal-Areal zu schaffen, das der Bevölkerung offensteht und in dem Restaurants und später auch innovative Wohnungen ganz im Sinne des Nutzungsleitbilds von blueFACTORY zu finden sind.

Mit seinem Engagement für eine CO2-arme Bebauung stellt das Innovationsquartier blueFACTORY auch eine sehr konkrete und beispielhafte Antwort auf den Wunsch der Bevölkerung dar, dass die öffentliche Hand etwas gegen die Klimaerwärmung unternimmt und die Umwelt schützt. Mit einem ehrgeizigen Energiekonzept und einem innovativen Wassermanagement ist das Quartier ein Vorbild für eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Entwicklung.

Ein Ja für blueFACTORY, ein Ja für die Zukunft

Der Staatsrat lädt deshalb die Bevölkerung ein, der Erhöhung des Aktienkapitals der Bluefactory Fribourg-Freiburg SA zuzustimmen. «Dieses Ja für blueFACTORY ist auch ein Ja für die Zukunft», denn es ermöglicht die Entwicklung eines in unserem Land einzigartigen Quartiers und ist eine sinnvolle, nachhaltige und verantwortungsbewusste Investition in die Zukunft des Kantons, seiner Wirtschaft und seiner Arbeitsplätze.