Neue Regionalpolitik: Der Staatsrat lanciert das neue Umsetzungsprogramm der Regionalpolitik 2016-2019

5. Februar 2016 -11h15

Der Staatsrat hat die Botschaft an den Grossen Rat und den Dekretsentwurf für die Gewährung der finanziellen Mittel zugunsten der Neuen Regionalpolitik (NRP) für den Zeitraum 2016-2019 gutgeheissen. Das neue Umsetzungsprogramm legt das Gewicht auf drei thematische Schwerpunkte: "Geschäftsinnovation", "territoriale Innovation" und "touristische Innovation". Der Kanton Freiburg wird für die NRP in den nächsten vier Jahren über insgesamt 25,9 Millionen Franken verfügen, sofern der Grosse Rat in der Märzsession dem Paket zustimmt.

Die Neue Regionalpolitik (NRP) zielt seit 2008 auf die Förderung von Projekten, die die Wirtschaftsentwicklung und die Innovation in den Regionen ankurbeln und so Arbeitsplätze schaffen und erhalten. Dies erfolgt über die Förderung des Unternehmertums, der Innovationsfähigkeit und der Wertschöpfung.

Ein leicht gekürztes NRP-Budget
Der Grosse Rat wird um Genehmigung eines Dekrets gebeten, das kantonale Mittel in der Höhe von 8,2 Millionen Franken in Form von A-fonds-perdu-Beiträgen und 7 Millionen Franken in Form von Darlehen für das neue Umsetzungsprogramm vorsieht. Zusammen mit den Beiträgen des Bundes werden der NRP insgesamt knapp 26 Millionen Franken zur Verfügung stehen. Das gesamte NRP-Budget wird somit um 12,2% auf 25,9 Millionen Franken gestrafft.

Aus weniger mehr machen
Die allgemeinen Ziele des kantonalen NRP-Umsetzungsprogramms 2016-2019 liegen auf der Verlängerung der strategischen Leitlinien für den Zeitraum 2008-2015. Dank den gesammelten Erfahrungen und einem besser definierten strategischen Rahmen war es möglich, ein Umsetzungsprogramm aufzustellen, das mit weniger finanziellen Mitteln auskommt, dafür aber besser auf die Ziele abgestimmt ist. Es verdeutlicht auch die Absicht des Kantons Freiburg, sein Innovationssystem in die interkantonale und grenzüberschreitende Strategie einfliessen zu lassen.

Das neue Umsetzungsprogramm legt das Gewicht auf drei thematische Schwerpunkte: "Geschäftsinnovation", "territoriale Innovation" und "touristische Innovation". Auf all diesen Gebieten soll die NRP Projekte unterstützen, die über ein Innovationspotenzial für die Entwicklung neuer Wirtschaftstätigkeiten verfügen.

Wie bisher gibt es auch eine interkantonale Strategie, über die gemeinsame Aktionen der Westschweizer Kantone unter der Leitung der VDK-WS (Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz der Westschweiz) finanziert werden können. Die grenzüberschreitende Strategie ermöglicht ausserdem die Mitfinanzierung gemeinsamer Projekte mit Regionen in Nachbarländern, die Synergien mit den kantonalen Stossrichtungen aufweisen.

Neuerungen für den Zeitraum 2016-2019
Im Bereich der Geschäftsinnovation ist die Unterstützung für gemeinsame Forschungsprojekte von Unternehmen zu erwähnen, die bisher hauptsächlich in Verbindung mit den Aktivitäten der Cluster standen. Künftig werden auch Projekte in anderen industriellen Bereichen unterstützt, sofern sie ein Innovationspotenzial aufweisen und Synergien zwischen den Unternehmen ermöglichen.

Die Unterstützung im Bereich der territorialen Innovation richtet sich hauptsächlich an Regionen, die sich für die Planung von Arbeitszonen über die Gemeindegrenzen hinaus einsetzen. Die NRP wird auch die Bemühungen um Zusammenarbeit bei der innovativen Verwaltung dieser Arbeitszonen sowie die Aufwertung von Industriebrachen unterstützen.

Im Bereich der touristischen Innovation werden nicht nur Projekte unterstützt, die neue touristische Produkte zur Nutzung von Freiburger Besonderheiten beinhalten, sondern auch Projekte, die die Entwicklung der Infrastrukturen fördern und die touristischen Instanzen vereinfachen.

Zum Beispiel konnte im Januar das erste Licht-Festival in Murten dank der Unterstützung durch NRP-Beiträge organisiert werden. Das zwölftägige Festival, zu dem 80 000 Besucherinnen und Besucher strömten, war ein voller Erfolg. Die Organisatoren rechneten bloss mit 30'000 bis 50'000 Besucherinnen und Besuchern.
 

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