Der Bildungsbereich der VWD im Fokus

3. Dezember 2018 -14h47

Die Volkswirtschaftsdirektion (VWD) hat heute anlässlich einer gemeinsamen Medienkonferenz mit mehreren ihrer Dienststellen den Bildungsbereich der VWD in den Fokus gerückt. Sie hat zudem – gestützt auf statistische Beobachtungen – die Herausforderungen und Chancen umrissen, die auf die Bildung zukommen.

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Die Volkswirtschaftsdirektion hat heute zusammen mit drei ihrer Dienststellen eine Medienkonferenz organisiert, um den Bildungsbereich der VWD in den Fokus zu rücken. Im Gegensatz zu den meisten Schweizer Kantonen ist im Kanton Freiburg die Volkswirtschaftsdirektion für das Amt für Berufsbildung und die HES-SO//FR zuständig – die ihrerseits die Hochschule für Technik und Architektur (HTA), die Hochschule für Wirtschaft (HSW), die Hochschule für Gesundheit (HfG) und die Hochschule für Soziale Arbeit (HSA) unter sich vereint. Sie hat eine Bilanz über den Bildungsbereich gezogen, in die auch die Beobachtungen von Pierre Caille, Vorsteher des Amts für Statistik, eingeflossen sind. Dieser hat hervorgehoben, dass die junge Bevölkerungsstruktur und der solide Arbeitsmarkt zu den grossen Stärken des Kantons gehören.

Amt für Berufsbildung

Christophe Nydegger, Vorsteher des Amts für Berufsbildung, hat die Herausforderungen angesprochen, die angesichts der Strategie 2030 des Bundes auf die Berufsbildung zukommen. Er hat die Neuerungen auf seinem Gebiet vorgestellt, wie etwa die Integrationsvorlehre und die Eröffnung einer höheren Fachschule im Bereich der Kindererziehung. Weiter hat er erwähnt, dass sich die Berufswahl der jungen Freiburgerinnen und Freiburger nur teilweise mit dem Bedarf der Wirtschaft deckt, weshalb 2019 eine neue Klasse für angehende Informatikerinnen und Informatiker EFZ an der Berufsfachschule Freiburg eröffnet wird. Auf diese Weise soll der Mangel an qualifiziertem Personal auf diesem Gebiet abgeschwächt werden. Zum Schluss kam Christophe Nydegger auf die Herausforderungen zu sprechen, die auf sein Amt zukommen, unter anderem die Digitalisierung und die Ausbildung von Migrantinnen und Migranten.

HES-SO//FR

Jacques Genoud, Direktor der HES-SO//FR hat die erfreuliche Entwicklung des Studierendenbestands seiner vier Hochschulen unterstrichen, die auf den Schulbeginn 2018-2019 insgesamt 3000 Studierende zählen. Er hob auch die hohe Beschäftigungsfähigkeit seiner Diplomandinnen und Diplomanden hervor, die bei 95 % liegt, und freute sich über die Einweihung des neuen Gebäudes Mozaïk, dank dem sich nun alle vier Freiburger Hochschulen in einem Umkreis von 400 m auf der Pérolles-Ebene befinden.
Zum Schluss erwähnte er die Notwendigkeit zu mehr Interdisziplinarität angesichts der laufenden digitalen Revolution und betonte, dass die Unterrichtsmethoden an den Wechsel zum
Lifelong Learning (lebenslanges Lernen) angepasst werden müssen.

Zukunftsperspektiven und Herausforderungen

Staatsrat Olivier Curty, Volkswirtschaftsdirektor, hat daraufhin Bilanz über den Bildungsbereich gezogen und die grossen Herausforderungen aufgezeigt, die auf die Bildung im Kanton zukommen.  Er erwähnte unter anderem den noch allzu hohen Anteil an Personen mit wenig Bildung und die laufende digitale Revolution.

Er hat einige Wege beleuchtet, die zurzeit geprüft werden, um diesen Herausforderungen zu begegnen, wie etwa die Flexibilisierung des Bildungsangebots, die Ausarbeitung von massgeschneiderten Schulungen oder die Entwicklung von Strategien mit dem Ziel, das Bildungsniveau in bestimmten Schlüsselbranchen unserer Wirtschaft wie im Baugewerbe oder in der Lebensmittelindustrie zu erhöhen.

Zum Schluss hat er unterstrichen, dass es wichtig ist, die Wirtschaftsstrategie und die Bildungsstrategie besser aufeinander abzustimmen, wobei sich die Weiterbildung in Zukunft gewiss zu einem wichtigen Pfeiler der Bildung entwickeln wird.

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