7. Mai 2021 -07h33

Die Arbeitslosenquote im Kanton Freiburg ist im April 2021 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 % der erwerbstätigen Bevölkerung gesunken. Die Stellensuchendenquote ist ebenfalls gesunken und liegt neu bei 5,7 %. Diese Erholung am Arbeitsmarkt ist grösstenteils auf den Saisoneffekt, auf die schrittweise Lockerung der vom Bundesrat getroffenen Einschränkungen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie und auf die verschiedenen Massnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft zurückzuführen.

Der Kanton Freiburg verzeichnete im April 2021 eine Arbeitslosenquote von 3,3 %. Dies sind 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Die Zahl der Arbeitslosen lag bei 5661 Personen. Das sind 436 Personen weniger als im März 2021 und 298 Personen weniger als im April 2020. In sechs von sieben Bezirken ist die Arbeitslosenquote zurückgegangen. Sie beträgt neu 3,9 % im Saanebezirk (-0,3 Prozentpunkte), 3,6 % im Greyerzbezirk (-0,4 Prozentpunkte), 3,9 % im Glanebezirk (-0,2 Prozentpunkte), 2,8 % im Broyebezirk (-0,4 Prozentpunkte), 2,6 % im Seebezirk (-0,2 Prozentpunkte) und 1,8 % im Sensebezirk (-0,1 Prozentpunkte). Einzig im Vivisbachbezirk ist die Arbeitslosenquote gestiegen und zwar um 0,2 Prozentpunkte auf 3,8 %. Im Landesdurchschnitt sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 %.

Dank der Wiederaufnahme der Tätigkeiten im Freien (Saisoneffekt) gehört das Baugewerbe zu den Branchen, in denen die Arbeitslosenzahl am stärksten zurückgegangen ist. Infolge der Wiedereröffnung der Geschäfte am 1. März und der Restaurantterrassen am 19. April hellt sich die Lage auch im Handel und im Gastgewerbe auf.

Im April 2021 verzeichnete der Kanton Freiburg 9840 Stellensuchende. Dies sind 384 Personen weniger als im Vormonat, aber 451 Personen mehr als im April 2020. Die Stellensuchendenquote ist gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte zurückgegangen und beträgt neu 5,7 %. Im Landesdurchschnitt ist die Stellensuchendenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 5,3 % gesunken.

Kurzarbeit
Im Berichtsmonat hat das Amt für den Arbeitsmarkt (AMA) 868 Gesuche um Kurzarbeit erfasst, die 7074 Arbeitnehmende betreffen.
Die wirtschaftlichen Massnahmen des Bundes und des Kantons, der Saisoneffekt und die schrittweise Lockerung der vom Bundesrat getroffenen Einschränkungen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie haben sich positiv auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt und dazu beigetragen, die negativen Folgen der Pandemie abzumildern.

Arbeitslose und Stellensuchende
Die Arbeitslosenquote erlaubt einen Vergleich zwischen den Kantonen, da sie in der ganzen Schweiz gleich berechnet wird. Die Stellensuchendenquote dagegen gibt ein zuverlässigeres Bild der Arbeitsmarktlage im Kanton, denn sie umfasst die Arbeitslosen sowie die Personen, die in einem Zwischenverdienst tätig sind oder an einer aktiven Massnahme teilnehmen, wie etwa einem Programm zur vorübergehenden Beschäftigung, einem Weiterbildungskurs oder einer Umschulung. Seit Juni 2019 werden die Arbeitslosenzahlen auf der Grundlage eines 3-Jahres-Poolings (2015, 2016 und 2017) des Bundesamts für Statistik berechnet.