Anne-Claude Demierre, Staatsrätin

Präsentation von Anne-Claude Demierre, Staatsrätin, Direktion für Gesundheit und Soziales

Anne-Claude Demierre © Etat de Fribourg - Staat Freiburg - Olivier Savoy / Cine3d
  • geboren 1961, von Mézières (FR)
  • Buchhändlerin
  • wohnhaft in La Tour-de-Trême
  • im Amt seit 2007
  • Sozialdemokratische Partei
  • verheiratet mit Nicolas Demierre, 3 Kinder
  • frühere Tätigkeit: Buchhändlerin, Grossrätin und Gemeinderätin

Vertreter: Georges Godel

Anne-Claude Demierre ist die Präsidentin der Delegation für das Gesundheits- und Sozialwesen

Interessenbindungen

  • Freiburger Netzwerk für psychische Gesundheit (FNPG), Präsidentin des Verwaltungsrats
  • Kantonale Sozialversicherungsanstalt (KSVA), Präsidentin der Verwaltungskommission    
  • Gesundheitsförderung Schweiz, Stiftungsratsmitglied
  • Staatsrat, Mitglied
  • Gesundheits- und Sozialdirektorenkonferenz der lateinischen Schweiz, Mitglied
  • Sozialdemokratische Partei Freiburg, Mitglied des Führungsausschusses
  • Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK), Mitglied des Führungsausschusses
  • Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), Mitglied des Führungsausschusses
  • Fourchette Verte, Präsidentin

Zuständig für

Direktion für Gesundheit und Soziales GSD
Route des Cliniques 17
1701 Freiburg
Lageplan
T +41 26 305 29 04
F +41 26 305 29 09
Kontakt

Dienste der GSD

Bibliografische Angaben

Anne-Claude Demierre wurde am 16. August 1961 in Freiburg geboren.

Nach dem Besuch der Schulen in Bulle erwarb sie 1979 einen eidgenössischen Fähigkeitsausweis als Buchhändlerin. Sie übte diesen Beruf im Musée gruérien in Bulle aus und war zugleich als Buchhaltungssekretärin in einem KMU des Glanebezirks tätig. Als ihr Schwager Maurice Demierre 1986 in Nicaragua ermordet wurde, entschloss sie sich, politisch aktiv zu werden.

Von 1991 bis 2006 leitete sie als Gemeinderätin in La Tour-de-Trême und – nach der Fusion der beiden Gemeinden – in Bulle verschiedene Abteilungen (Schulen, Soziales, Kultur, Sport und Tourismus). Von 1996 bis 2006 war sie Abgeordnete des Greyerzbezirks im Grossen Rat, den sie 2005 präsidierte. Ihre Vorstösse betrafen vor allem die bessere Information der Sozialleistungsempfänger/innen über ihre Rechte und die Förderung der Früherkennung von Brustkrebs.

2006 in den Staatsrat gewählt, übernahm Anne-Claude Demierre die Direktion für Gesundheit und Soziales und wird 2011 und 2016 wiedergewählt. Sie präsidiert den Staatsrat 2013.

Anne-Claude Demierre ist verheiratet und Mutter von 3 Kindern.

Errungenschaften (Auswahl)

  • Schaffung des freiburger spitals (HFR) und des Freiburger Netzwerks für psychische Gesundheit
  • Gesetz über die Mutterschaftsbeiträge
  • Gesetz über die familienexternen Betreuungseinrichtungen
  • Einrichtung des Sozialschalters Freiburg für Alle (den sie bereits als Grossrätin gefordert hatte)
  • Verbot des passiven Rauchens an öffentlichen Orten
  • Eröffnung der psychiatrischen Tageskliniken in Freiburg und Bulle
  • Neues Gesetz über die Schulzahnmedizin
  • Senior plus: globale Politik zugunsten betagter Menschen
  • Revision der Politik zugunsten von Menschen mit Behinderung
  • Bericht über Armut im Kanton Freiburg
    Strategie für Gesundheitsförderung und Prävention (sowie ein Aktionsplan und mehrere Kantonale Programme)
  • Strategie Palliative Care
  • Kantonale Kinder- und Jugendstrategie

Laufende Projekte (Auswahl)

  • Zusatzleistungen für Familien
  • Cyberhealth
  • Konzept psychische Gesundheit
  • Konzept sexuelle Gesundheit
  • Konzept gegen häusliche Gewalt
  • Überarbeitung des Sozialhilfegesetzes

Die Direktion für Gesundheit und Soziales erhielt im Regierungsprogramm 2012-2016 die Aufgabe, den sozialen Zusammenhalt und die Lebensqualität vor dem Hintergrund eines starken Anstiegs zu festigen. Das Ziel ist es, das Pflegeangebot an die gesellschaftlichen Herausforderungen anzupassen, die Gesundheit der Freiburger Bevölkerung zu erhalten und zu fördern, das Projekt Senioren+ umzusetzen, Menschen mit Behinderungen zu integrieren, die Armut zu bekämpfen, die strategischen Linien der Familienpolitik zu festigen, ein Gesamtkonzept für die Integration von Migrantinnen und Migranten zu entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen den Religionsgemeinschaften zu fördern.

Die Gesundheitskosten sind ein gesellschaftliches Problem. Dies führt zu einer Spitalplanung, die den Regionen nicht leicht vermittelt werden kann, weil das HFR aus Effizienzgründen zentralisieren muss. Präventive und prophylaktische Massnahmen sind viel kostengünstiger als die Pflege bestimmter Zivilisationskrankheiten. Das Risiko einer auseinanderbrechenden Gesellschaft stellt eine andere Sorge der Freiburgerinnen und Freiburger dar. Die Integrationsmassnahmen ermöglichen es, hier Abhilfe zu schaffen.

Anne-Claude Demierre beendet die Legislatur 2007-2011 mit zwei grossen Dossiers, die vom Grossen Rat verabschiedet werden. Es handelt sich einerseits um das Gesetz über die familienergänzenden Tagesbetreuungseinrichtungen (24 Mio. Franken über 5 Jahre) und andererseits um das Gesetz über die Finanzierung der Spitäler und Geburtshäuser (mehr als 90 Mio. Franken bis 2017).

2012 bringt Anne-Claude Demierre einen Kredit für die Vergrösserung des HFR am Standort Meyriez-Murten durch (30 Mio. Franken). Ebenfalls 2012 wird die neue Spitalfinanzierung mit der Beendigung des Globalbudgets und der Bezahlung gemäss «DRG»-Leistungen (Diagnosis related groups) eingeführt.

2013 präsidiert Anne Claude Demierre den Staatsrat. Sie erreicht, dass die Regierung die HFR-Strategie (2013-2023), welche die Konzentration in der akutsomatischen Pflege beinhaltet, genehmigt. Sie lässt den Grossen Rat den Beitritt zur Vereinbarung über das Interkantonale Spital der Broye (HIB) Waadt-Freiburg annehmen.

2014 verteidigt Anne-Claude Demierre mit Erfolg das Gesetz über die Schulzahnmedizin und im Jahr 2016 das Gesetz über die Seniorinnen und Senioren, über die sozialmedizinischen Leistungen und über die Pauschalentschädigung (2,6 Mio. Franken für den Staat und 4,8 Mio. Franken für die Gemeinden). 2015 muss die Direktorin der GSD gegenüber einer gespaltenen Bevölkerung das Asylzentrum in der Guglera verteidigen.

2016 wird Anne-Claude Demierre mit den anderen linken Kandidatinnen und Kandidaten im zweiten Wahlgang gewählt. Sie behält in der Regierung ihre bisherige Direktion.

Das Regierungsprogramm 2017-2021 verlangt von allen Direktionen, die folgenden drei Ziele zu erfüllen:

  • Freiburg setzt sich als Wirtschafts- und Innovationszentrum durch.
  • Freiburg gelingt der Zusammenschluss des Kantonszentrums.
  • Freiburg macht seine Revolution 4.0

Die GSD hat zwei spezifische Aufgaben: Die erste besteht darin, die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten und zu fördern. Die zweite ist es, die Erhaltung des sozialen Zusammenhalts sicherzustellen. Die GSD muss eine qualitativ hochwertiges Gesundheitssystem und eine ebensolche Sozialfürsorge für die Bevölkerung sicherstellen. Dies geschieht durch das freiburger spital, durch das Freiburger Netzwerk für psychische Gesundheit und das Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen

2017 bringt Anne-Claude Demierre bei ihren Kolleginnen und Kollegen die neue Strategie zur Gesundheitsförderung und Prävention mit dem Namen Perspektiven 2030 durch. Sie verteidigt im Grossen Rat mit Erfolg das Gesetz über die sonder- und sozialpädagogischen Institutionen und die professionellen Pflegefamilien und dasjenige über Menschen mit Behinderungen. Sie bringt auch ein Dekret über den Erwerb des Foyer Sainte-Elisabeth in Freiburg (5,3 Mio. Franken) durch.

2018 überzeugt Anne-Claude Demierre die Grossrätinnen und Grossräte, einen Kredit von 5 Mio. Franken anzunehmen, um das Elektronische Patientendossier umzusetzen. Angesichts der Schwierigkeiten, mit denen das HFR konfrontiert ist, veranlasst sie Audits zur Governance und zu den Finanzen. Daraus resultieren ein kleinerer Verwaltungsrat und Reformen im Finanzmanagement der Institution.